Sport
«Ein Autogramm von Roger Federer wäre sicher cool»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 24.02.2010
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«Ein Autogramm von Roger Federer wäre sicher cool» sagte Janka in einem Live-Interview auf SF aus Vancouver ganz spontan. Er hoffe, dass sich ein Treffen mit dem besten Tennisspieler der Welt irgendeinmal realisieren lasse. Janka erklärte auch, dass er als Knirps die damaligen Schweizer Idole bewundert habe. Doch seit er im Profigeschäft dabei sei, sei dies nicht mehr der Fall. «Vielleicht bin ich ja heute für andere ein Idol», sagt der Obersaxer mit einem Schmunzeln.
«Ich habe nicht mehr an eine Medaille geglaubt»
Janka hat an den Olympischen Spielen in Whistler seine letzte Chance gepackt und Gold im Riesenslalom geholt. Er überrascht mit der Aussage, dass noch am Morgen des Rennens überhaupt nichts auf diesen Erfolg hingedeutet habe.
Sein Tag hatte erstaunlich perspektivlos begonnen. «Am Morgen war keine Spannung da, beim Einfahren hat es einfach irgendwie nicht gepasst», schildert Janka einen gewissen Anflug von Resignation. «Ich habe mich schon eher darauf eingestellt, ohne Medaille nach Hause zu fahren.» Selbst der erste Lauf, in dem er die gesamte Konkurrenz hinter sich liess, schien ihm nicht besonders. «Ich bin einfach mal drauflos gefahren um zu sehen, wie es läuft. Unterwegs hatte ich das Gefühl, ich hätte den Lauf verbremst», überraschte Janka mit dieser erstaunlichen Aussage.
«Norweger sind ein angenehmes Volk»
Mit dieser Eischätzung lag Janka glücklicherweise daneben und als er dies realisierte, sei auch das Gefühl für den zweiten Durchgang besser geworden. Janka brachte seinen zweiten Lauf souverän ins Ziel und verwies die beiden Norweger Kjetil Jansrud und Aksel Lund Svindal auf die Plätze. Janka outete sich als Fan der Norweger. «Es hat Spass gemacht, mit ihnen auf dem Podest zu stehen», freut sich der strahlende Sieger. «Die Norweger sind ein angenehmes Volk», lobt Janka. «Mit denen kann man auch noch Deutsch sprechen», schmunzelt der Olympiasieger. Das sei auch ein Vorteil.
Jankas Hunger nach Medaillen noch lange nicht gestillt
Janka, der wegen seiner unterkühlten und manchmal reservierten Art auch «Iceman» genannt wird, erklärt, dass bei der Siegerehrung die Emotionen schon hoch gekommen seien. «Die Nationalhymne und der Aufzug der Schweizer Fahne sind schon ganz speziell», sagt Janka. Es sei ein ergreifender Augenblick gewesen. «Man erinnert sich dabei zurück, was alles dazu geführt hat, um hier zuoberst auf dem Treppchen zu stehen».
In den letzten zwei Jahren hatte der Goldenboy mit dem WM-Titel, dem Abfahrtssieg in Wengen und jetzt mit dem Olympiasieg im Riesenslalom einen kometenhaften Aufstieg. «Das alles macht Mut, um noch viel mehr zu erreichen», verspricht Janka, dessen Hunger nach weiteren Siegen und Medadillen noch lange nicht gestillt ist. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.02.2010, 17:24 Uhr
