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Olympia am TV verursacht Augenringe und Schlafmanko

Aktualisiert am 10.02.2010

Olympische Spiele sind nicht zuletzt auch ein TV-Spektakel. Das Schweizer Fernsehen sendet praktisch rund um die Uhr.

Ein bewährtes Duo: Matthias Hüppi (l.) und der ehemalige Abfahrtsolympiasieger Bernhard Russi kommentieren die alpinen Skirennen in Whistler.

zvg SF

Für eingefleischte «TV-Sportler» mit 9-to-5-Job ist die Zeitverschiebung von neun Stunden zwischen der Schweiz und Vancouver ideal – wenn sie denn die nötige Kondition mitbringen. Wer sich nach dem hauptsächlich zur mitteleuropäischen Primetime stattfindenden Treiben im Schnee (Ski, Snowboard, Biathlon) in Nachtschichten auch noch das Geschehen auf Eis live (vor der Mattscheibe, nicht vor Ort) anschauen will, muss damit rechnen, mit einem gewissen Schlafmanko und olympischen Augenringen im Büro oder auf der Baustelle aufzukreuzen.

300 Stunden auf SF zwei

Das Schweizer Fernsehen sendet auf dem Olympia-Kanal SF zwei während rund 300 Stunden. Macht bis zu 20 Stunden pro Tag. Das Programm ist ein bewährter Mix aus Live-Übertragungen, News und Zusammenfassungen – mit klarem Fokus auf den «eigenen» Athletinnen und Athleten. Das komplette Live-Angebot kann dazu auch im Internet (www.vancouver2010.sf.tv) genutzt werden.

Einen noch grösseren Gesamtaufwand betrieb das Schweizer Fernsehen erst für einen Sportanlass: die Fussball-EM 2008 im eigenen Land (und in Österreich). Die 82 Mitarbeiter in Vancouver werden von rund 50 daheim in Zürich unterstützt. Für die ganze SRG reisen 300 Leute nach Kanada. Inklusive Übertragungsrechte verschlingt die Olympiamission 25 Millionen Franken.

Schweiz–Österreich 1:0

Nicht eingerechnet ist der Produktionsauftrag für die alpinen Skirennen, für den 90 der 300 Mitarbeiter zuständig sind. Neben viel Prestige und Knowhow resultiert für die SRG daraus auch ein kleiner finanzieller Gewinn. Nachdem die SRG 1994 in Lillehammer und 2006 in Turin die Rennen in den Speed-Disziplinen produziert hatte, erhielt sie erstmals den Zuschlag für sämtliche Skirennen.

Die SRG setzte sich im Bewerbungsverfahren gegen den ORF durch – ein gutes Omen für den Konkurrenzkampf der beiden Skinationen auf den Pisten von Whistler? Ob Cuche oder Walchhofer, Raich oder Janka – dank bis zu 41 Kameras wird man auch als Fernsehsportler keine Mühe haben, der Ideallinie zu folgen. Und sonst gibts ja immer noch die Analysen von Bernhard Russi.

Programm-Grundraster

Eröffnungszeremonie. Freitag, 12.Februar, 2.50 Uhr, auf SF2.

«Vancouver Highlights» (Teilaufzeichnungen der vergangenen Nacht), vom Sa, 13. bis So, 28. Februar, jeweils 17.25 und 9 Uhr auf SF zwei.

«Hello Vancouver» (Einstimmung auf das Live-Programm aus dem House of Switzerland), vom Fr, 12. bis So, 28. Februar, jeweils 18.30 Uhr auf SF zwei.

«Vancouver Live», vom Fr, 12. bis So, 28. Februar, jeweils zirka 18.45 bis 23.30 Uhr und 23.45 bis 6 Uhr auf SF zwei.

«Vancouver Flash» (Stündliches Update, 60 bis 90 Sekunden), vom Fr, 12. bis So, 28. Februar, ab 22.20 bis 1 Uhr auf SF zwei.

«Vancouver Update» (Top-News in Kurzform), vom Fr, 12.bis So, 28.Februar, jeweils zirka 23.30 Uhr auf SF zwei.

«Vancouver News» (Kompakte Zusammenfassung des Wettkampftages in 15-minütiger Wiederholung), vom Fr, 12. bis So, 28.Februar, 9 bis 9 Uhr und 12 bis 13 Uhr auf SF zwei. (tan/si)

Erstellt: 10.02.2010, 11:28 Uhr