Tragödie um kanadische Eiskunstläuferin
Olympische Winterspiele Vancouver 2010
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Die offizielle Todesursache der 55-jährigen Thérèse Rochette steht noch nicht fest, vermutlich war es ein Herzinfarkt. Vater Normand, der mit seiner Frau aus Montreal zur Unterstützung der Tochter angereist war, überbrachte die Nachricht seinem einzigen Kind im olympischen Dorf.
Die sechsmalige kanadische Meisterin will trotz der Tragödie am Dienstag (MEZ Mittwoch 1.30 Uhr) im Kurzprogramm an den Start gehen. Sie ist seit der Silbermedaille von Liz Manley 1988 in Calgary die grösste Medaillenhoffnung des Gastgebers. Joannie Rochette war schon zu Beginn der Winterspiele an die Westküste gereist und war bei der Eröffnungsfeier mit ihrer Mannschaft eingelaufen. In Vancouver trainierte sie in den vergangenen Tagen in einer privaten Eishalle.
«Joannie wird in Gedenken an ihre Mutter aufs Eis gehen, sie wird aber für keinerlei Interviews zur Verfügung stehen», erklärte der kanadische Verband in einer offiziellen Mitteilung. Rochette, die das Training wenige Stunden nach dem Tod ihrer Mutter wieder aufnahm, gilt in Kanada als Star. Sie gewann 2009 in Los Angeles als erste Kanadierin seit 21 Jahren eine WM-Medaille. (str/si)
Erstellt: 22.02.2010, 10:01 Uhr
