«Am liebsten gleich wieder auf den Platz»

Viktorija Golubic (WTA 51) erzählt von ihren Erlebnissen rund um das Ladies Open Biel.

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Meine Gegnerin, Alexandra Sasnowitsch, ist derzeit hervorragend in Form. Auch gegen mich spielte sie stark: Sie beging nur wenige Fehler, agierte clever und blieb in heiklen Situationen ruhig. Trotzdem war es schade, konnte ich den 4:1-Vorsprung im zweiten Durchgang nicht nutzen. Hätte ich einen Entscheidungssatz erzwingen können, wären die Karten neu gemischt worden.

Verlieren gehört zum Job eines Tennisprofis. Es gibt an jedem Turnier nur eine Siegerin, alle anderen reisen geschlagen ab. Trotzdem schmerzen Nieder­lagen – am liebsten würde ich jeweils gleich wieder auf den Platz gehen, um es besser zu machen. Doch das geht ja nicht. Daher dusche ich jeweils ausgiebig, versuche abzuschalten und mich zu erholen. Mit etwas zeitlicher Distanz ist es einfacher, das Geschehene objektiv zu analysieren. Es ist aber wichtig, dass dies gelingt – schliesslich will ich aus den Niederlagen etwas lernen.

Es hat mir in Biel gefallen. Das Publikum war gut. Ich spürte starke Unterstützung und auch Anerkennung für meine Leistung, auch wenn es nicht zur Viertelfinalqualifikation reichte. Das fand ich schön. Offenbar merkten die Zuschauer, dass ich alles gegeben hatte.

Schon am Montagmorgen fliege ich mit dem Fed-Cup-Team nach Minsk, wo wir am kommenden Wochenende den Halbfinal bestreiten werden. Ich freue mich auf diese Woche; im Fed-Cup ist es ganz anders als an einem Turnier. Ich hätte keine Angst, gleich wieder gegen Alex­andra Sasnowitsch anzutreten. Es werden andere Bedingungen herrschen, im Teamwettbewerb herrscht ein ganz anderer Druck, und überhaupt kann in einer Woche viel passieren. Ein neuerliches Duell müsste nicht gleich verlaufen wie jenes in Biel – und schon gar nicht gleich ausgehen. Aufgezeichnet: ar (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.04.2017, 10:58 Uhr

Viktorija Golubic. (Bild: Keystone )

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