Wawrinkas Scherzattacke gegen Federer
Interview: Sebastian Rieder. Aktualisiert am 09.07.2011
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Stanislas Wawrinka ist für gewöhnlich ein introvertierter Mensch – zumindest in der Öffentlichkeit zeigt sich der Romand meist verschlossen und wenig redselig. Das im Gegensatz zu Roger Federer, der nicht nur die Tennisbühne liebt, sondern sich auch abseits des Platzes gern in Szene setzt und nie um einen lockeren Spruch verlegen ist.
Nach dem entscheidenden Doppelerfolg zur 3:0-Führung gegen Portugal liess Wawrinka seine humorvolle Seite aufblitzen und stahl Federer an der Medienkonferenz für kurze Zeit die Show. Auf die Frage, ob er das Olympia-Doppel-Gold von Peking an den Sommerspielen 2012 in London mit Federer verteidigen wolle, sagte Wawrinka ironisch: «Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Ich muss mir gut überlegen, ob Roger wirklich die beste Variante für mich ist.» Überrascht von der Antwort, brach die Journalisten-Schar in schallendes Gelächter aus, und Federer setzte zum verbalen Konter an: «Dann spiel doch Mixed», also Doppel mit einer Frau.
Doppelte Retourkutsche
Nach der Schmunzeleinlage gab Wawrinka dann doch noch eine ernste Antwort. «Klar, es wäre sehr schön, Olympia wieder mit Roger zu spielen. Aber das findet erst in einem Jahr statt. Wir werden sehen, wenn es soweit ist», sagte Wawrinka, während Federer sich bereits einen neuen Plan ausdachte, um Wawrinka gleich noch eine Retourkutsche zu geben. «Ich profitiere immer wieder von diesem Davis-Cup-Team, ausser von Stan kann ich nicht profitieren.» Wawrinka mimte daraufhin die beleidigte Leberwurst, worauf Federer mit einer herzlichen Umarmung die Freundschaft wieder festigte.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.07.2011, 18:51 Uhr

