«Stärker, schneller und besser als Nadal»
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 20.05.2011
French Open
Die Erstrundenspiele der Topfavoriten:
Nadal – Isner
Djokovic – De Bakker
Federer – Lopez
Murray – Qualifyer
Söderling – Becker
Mögliche Achtelfinals:
Nadal – Verdasco
Fish – Söderling
Murray – Troicki
Almagro – Melzer
Ferrer – Monfils
Wawrinka – Federer
Berdych – Juschni
Gasquet – Djokovic
Mögliche Viertelfinals:
Nadal – Söderling
Melzer – Murray
Ferrer – Federer/Wawrinka
Djokovic – Berdych
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Djokovic spiele einfach besser Tennis als Nadal und könne mit dem Ball mehr anfangen, erklärt Tsonga in einem Interview mit der französischen Sportzeitung «L'Equipe». Zudem sei der Serbe nun in der Lage, dem Weltranglistenersten aus Spanien auch physisch Paroli zu bieten. «Ich habe sogar den Eindruck, dass er Rafa zuletzt punkto Fitness überlegen war. Bei langen Ballwechseln war Novak am Drücker und musste keine Verschnaufpausen einlegen, er war wie ein Fisch im Wasser. Er ist stärker, schneller und ausdauernder als Nadal», führt Tsonga aus.
Der Franzose, der im ATP-Ranking Platz 18 belegt, glaubt nicht, dass Djokovics Dominanz nur ein Zwischenhoch ist: «Man kann eine oder zwei Wochen ein solches Hoch haben, aber nicht sechs Monate.» Djokovic habe daher auch die besten Aussichten auf den Titel in Roland Garros: «Wer Nadal zweimal auf Sand schlägt, kann alles erreichen. Ich finde es grossartig, dass es nun einen Spieler mehr gibt, der Grand Slams gewinnen kann. Das gibt dem Turnier Würze. Ich hoffe, dass es eine neue Finalpaarung geben wird.»
«Manche Länder haben Erdöl, wir haben Djokovic»
Djokovics grösste Erfolge am French Open sind bislang die Halbfinal-Qualifikationen 2007 und 2008. Im vergangenen Jahr scheiterte er in den Viertelfinals am Österreicher Jürgen Melzer. Ein solches Szenario ist 2011 fast undenkbar. Entsprechend gross ist die Euphorie in Serbien. «Manche Länder haben Erdöl, wir haben Djokovic», sagte Aussenminister Vuk Jeremic, der bei den Turnieren von Madrid und Rom als Zuschauer zugegen war. Tatsächlich ist Djokovic, der wie alle serbischen Tennisstars mit einem Diplomatenpass reist, der beste Botschafter seines Landes, obwohl er nicht mehr dort, sondern im Steuerparadies Monaco lebt.
Natürlich stellt sich vor dem French Open auch die Frage, ob der Druck für Djokovic nicht zum Problem werden könnte. Immerhin geht er erstmals als Favorit in ein Grand-Slam-Turnier. Sein Trainer Marian Vajda ist deswegen jedoch nicht beunruhigt. Er glaube nicht, dass Djokovic grossen Druck verspüre, so der frühere tschechische Top-Spieler gegenüber Eurosport. «Im Laufe der zwei Wochen eines Grand-Slam-Turniers gibt es natürlich immer Hindernisse, die auftauchen können, aber prinzipiell ist Novak derzeit mental und körperlich sensationell drauf, es wird schwer, ihn zu schlagen.»
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.05.2011, 15:23 Uhr

