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«Er ist mein Freund, mein Coach»
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 01.02.2010 30 Kommentare
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Federer wie Connors
Wochen an der Spitze der ATP-Weltrangliste:
1. Pete Sampras (USA) 286
2. Ivan Lendl (Tsch) 270
3. Jimmy Connors (USA) 268
3. Roger Federer (Sz) 268
5. John McEnroe (USA) 170
6. Björn Borg (Sd) 109
7. Andre Agassi (USA) 101
8. Lleyton Hewitt (Au) 80
9. Stefan Edberg (Sd) 72
10. Jim Courier (USA) 58
11. Rafael Nadal (Sp) 46
12. Gustavo Kuerten (Br) 43
Längste Serien an Wochen als Nummer 1:
1. Roger Federer 237
2. Jimmy Connors 160
3. Ivan Lendl 157
4. Pete Sampras 102
5. Lleyton Hewitt 75
6. John McEnroe 58
Federer ist den Stress nach Grand-Slam-Titeln gewohnt. Wie gehabt erledigte er die Medientermine so souverän wie zuvor seine Arbeit auf dem Court. Die Stunden nach seinem vierten Titel beim Australian Open verbrachte er allerdings im Kreise seiner Lieben und in seinem Team. «Selbst wenn ich den Final verloren hätte, wäre meine Bilanz positiv ausgefallen. Das Turnier ist für mich ein Erfolg, wenn ich mindestens den Halbfinal erreiche», erklärte die Nummer 1 der Welt den vielen Journalisten im Melbourne Park.
Federer lobte vor den Medien explizit seinen Betreuer Severin Lüthi, dessen Rolle nicht von allen Beobachtern in der Szene richtig eingeschätzt wird. «Er ist mein Freund, mein Coach. Wir haben zusammen die taktische Lösung für den Final gegen Andy Murray gefunden.» Man hätte ihm geraten, einen Coach zu finden. «Aber ich habe vollstes Vertrauen in Severin und bin glücklich, ihn an meiner Seite zu haben.» Nach Federers neustem Triumph dürften auch die Diskussionen um die Bedeutung von Lüthi im Federer-Clan allmählich verstummen.
Die Zweifel waren da
Federer gab aber auch zu, dass bei ihm in der Zeit, als er an Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankte und Rückenbeschwerden hatte, Zweifel aufkamen. «Zu jenem Zeitpunkt war ich verunsichert. Ich habe mich infrage gestellt, wie ich das zuvor in meiner Karriere öfters getan habe.» Nun sei er aber stolz, wieder ein solches Niveau erreicht zu haben. Die letzten zwölf Monate waren für den Vater zweifellos ereignisreich – sowohl in sportlicher als auch in privater Hinsicht. Noch vor einem Jahr hatte er eine bittere Finalniederlage gegen Rafael Nadal erlitten, konnte der Baselbieter feststellen. «Ein Jahr später mit drei weiteren Grand-Slam-Titeln und zwei Töchtern dazustehen, ist phänomenal. Ich bin mir des Weges bewusst, den ich zurückgelegt habe.»
Federer reist vorerst in seine Heimat. Als nächster Tennis-Termin steht das Turnier in Dubai am 21. Februar auf dem Programm – aber nicht die Davis-Cup-Begegnung gegen Spanien Anfang März. Der Klassenbeste hält an seiner Agenda fest, trotz des grossen Erfolges in Australien. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.02.2010, 15:34 Uhr
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30 Kommentare
Eben Herr Camenzind, ich halte genau so wenig von Griesgramen, welche hinter allem und jedem nur schlechtes sehen und ohne jegliches Hintergrundwissen Leute vorverurteilen! Und wenn der Davis Cup kein Argument ist, kann man ja immer noch übers Geld reden.. Aber leider zahlt Herr Federer in Dubai ganz sicher keine Steuern, sein Hauptwohnsitz liegt ja bekanntlich in Wollerau! War also auch nix... Antworten
Lieber Roger, dass du dich auch mit deinen historischen Leistungen weiter als normaler Mensch fühlst, demutig und dankbar Siege ohne Überheblichkeit als Geschenk für die harte Arbeit entgegen nimmst, das ist deine Leistung als Mensch. Für mich zählt sie unendlich viel mehr als deine Leistungen im Sport. Niemand weiss, ob noch 1 Monat oder X Jahre auf diesem Niveau. Bleib so wie du bist. Antworten
Ach Herr Müller, weshalb fragt denn niemand, ob er seine Steuern auch in der Wüste in Dubai "bezahlt". Sein Busen-Freund, der "Tiger aus dem Wald", galt auch lange als Musterknabe. Früher oder später fallen halt die Masken. Ich halte nichts von Heldenverehrern, die wie Lemminge blindlings hinter dem Rudel(ver)führer her laufen. Antworten
Ach Herr Camenzind, haben sie denn überhaupt eine Ahnung vom Davis Cup Modus..? Denken sie wirklich, es wäre intelligent und würde irgendwem etwas bringen, wenn er sich gegen Spanien im Auslandmatch, welches aus eben diesen Modusgründen ansteht, aufreiben würde? Oder wissen sie, als ganzer Schweizer, am Ende gar nicht so genau, wie dieser Davis Cup funktioniert, sondern urteilen einfach so..? Antworten
Ihr "Federschen-Schulterklopfer", ihr überseht, dass der "halbe Schweizer" nicht bereit ist, bedingungslos für "sein Land" und seinen Tennisverband zu spielen, denen er letztlich seine Weltkarriere und den Reichtum zu verdanken hat. Damit dokumentiert er klar, das er nicht für EUCH spielt - die ihn ach so blindlings verehren - sondern nur für sein Konto und sein riesengrosses Ego. Antworten
Vor Roger Federer kann man nur den Hut ziehen. Er hat alles erreicht was einer erreichen kann. Hat praktische alle Rekorde gebrochen und ist trotzdem normal geblieben. Wir sollten endlich seine Entscheide akzeptieren ohne lange zu fragen warum oder wieso er sein Programm so gestaltet und nicht für den Davis-Cup spielt. Ich glaube er weiss ganz genau was er macht und was gut ist für Ihn. Antworten
@Siegenthaler: Ganze meine Meinung. Hat mich abgestossen, die lachenden Tennis-Superstars auf der einen und das furchtbare Leiden auf der anderen Seite. Es kommt der Verdacht auf, Federer hätte das inszeniert, um später nicht unter Druck zu kommen, das Siegergeld spenden zu müssen. (Dazu kommt noch die Werbung für die Grossbank CS). Der Mann ist ja ganz sympathisch, doch Geld verdirbt die Welt. Antworten
@Siegethaler. Jede Aktion für Haiti zählt. Selber helfen ist wichtig, nicht der Blick auf andere. Oder die kritische Frage: haben Sie Ihren (vollen) Januarlohn gespendet? Zudem: Auch wenn hoch profitabel, man vergisst gern, dass Federer ein Kleinunternehmen führt. Das Preisgeld fliesst nicht auf sein persönliches Konto, sondern in das Unternehmen Federer, das uns die nächsten schönen Erfolge plant Antworten
Obwohl ich kein Schweizer bin, erfreue ich über Roger Federer. Ich finde ihn einfach nur genial und sehr sympatisch und finde es aussergewöhnlich für eine Person des öffentlichen Lebens, so bodenständig geblieben zu sein und so freundliche bzw. respektvoll, auch für seine "Gegner". Ich hoffe, dass es noch viele solche tolle Spiele geben. Keep going Roger. Antworten
Als Auslandschweizer australischer Herkunft habe ich mich extrem gefreut, als Roger gewonnen hat. Sogar als er Lleyton Hewitt geschlagen hatte, habe ich gejubelt. Er ist wirklich überall beliebt. Kein Wunder, denn seine bescheidene, angenehme Persönlichkeit kommt sehr gut an. Herr Siegenthaler, im Fall, dass Roger doch spenden würde, würde er das diskret machen ohne Trompeten. Think positive ;-) Antworten
Roger Federer ist eine Vorbild in jeder Hinsicht. Wie er seine Kräfte einzusetzen versteht ist genial. Er dosiert den Aufwand dem Gegner angepasst und verspeckuliert sich fast nie. Auf jeden Fall versteht er es wie kein anderer Tennis-Spieler die Spannung aufrecht zu halten. Wahrscheinlich liegt der Erfolg auch darin, dass er keine kräfteraubende Technik anwendet, was z.B. Raffa Nadal tut. Antworten
Federer ist für mich aus vielen Gründen der beste Weltsportler des Jahrhunderts: 1. Seine Leistungen und Rekorde sind besser und zahlreicher als alle anderen Rekorde. 2. Er blieb auf dem Boden. 3. Da sein Konto nicht gerade leer ist, spendete er vermehrt eine Menge Geld nach Südafrika (@Siegenthaler: wäre besser, wenn Sie sich besser informieren würden!) organisierte vor 2 Wochen ein Turnier etc Antworten
Man kann RF nicht genug loben und zwar als Sportler sowie als Mensch. Er ist zweifelsohne der beste Sportler, den unser Land je hatte und ich werde es kaum erleben, dass ein anderer Schweizer Sportler dieses Niveau in einer weltweit verbreiteten Sportart je wieder erreichen wird. Als Auslandschweizer weiss ich, dass er zur Zeit der beste Botschafter für unser Land ist. Antworten
Ein grandioses Spiel. ... die Ballwechsel ein Wechsel zwischen Taktik Agression und Kunst... das Tie-Break zum Zerplatzen spannend, und das alles über diese lange Zeit. Und zum Schluss noch Tränen.Ein Unterhaltungsgenuss der seines Gleichen sucht. Was will man mehr? Go for it Roger, Go for it Andy Antworten
Ach, es gibt einfach Leute, die haben immer etwas zu meckern. Ich finde Roger Federer toll und mag ihm seinen Erfolg von Herzen gönnen. Ich finde seine Spendenaktion für Haiti super! Herr Siegenthaler: Haben Sie auch Spenden gesammelt für Haiti? Fangen Sie doch mal vor der eigenen Haustüre an zu kehren! Antworten
Daniel Siegenthaler: ... masslos enttäuscht, weshalb? Kecke Frage: Füllen sich Ihre Taschen etwa auch nicht so schnell wie die von Roger Federer? Ich bin deswegen nicht masslos enttäuscht. Ich schlafe (meistens) in meinem Bett ohne Jetlake. Und mehr als eine Wohnung auf einmal brauche ich auch nicht ... . Kurz, ich bin happy! Antworten
Ich kann Roger Federer nur zu seiner grossartigen Leistung Gratulieren. Es ist schon beeindrucken wie er die ganze Zeit so Konstanz spielt. Einfach eine klasse für sich. Es ist wirklich schad, das gewisse Schweizer, nicht mit Ihrem Neid zurecht kommen und über unseren Sportler des Jahrhunderts spotten müssen. Aber naja, vielleicht lesen wir ja mal was von Ihnen Herr Siegenthaler Antworten
@Daniel Siegenthaler: Wie viel haben Sie gespendet? Ob und wie viel und wofür Roger Federer als Privatperson spendet, ist seine Privatsache; und wenn er dies nicht in der Öffentlichkeit breittreten möchte, ist doch das in Ordnung. Wenn auch PR-Aktion, sie hat 600'000 eingebracht! Das ist doch super! Ich verstehe nicht, wieso sie 'masslos enttäuscht' sind... Antworten
@ Daniel Siegenthaler: Was wissen Sie denn, ob Federer persönlich gespendet hat oder nicht? Oder wieviel? Muss man denn immer alles in den Medien breitschlagen, damit Leute wie sie nicht "masslos enttäuscht" sind? Wer etwas spenden will, der soll das tun. Das soll aber eine Geste sein gegenüber dem geschädigten Land und seinen Bewohnern und nicht eine PR-Massnahme gegenüber selbstgerechten "Fans"! Antworten
@Daniel Siegenthaler: Man kann alles negativ und schlecht sehen wenn man will. Ich finde keine anderen aktiven Sportler, welche kurz vor einem wichtigen Event vergleichbares gemacht haben wie Federer mit diesem Turnier. Das war nichts anderes als eine edle Geste und schöne Unterhaltung. Nicht umsonst haben auch viele Topspieler/Innen mitgemacht. Fangen sie an positiv zu denken - lohnt sich! Antworten
@ D. Siegenthaler: Roger Federer ist der Letzte, der eine solche Aktion als PR-Aktion benötigt. Zudem gibt es keinen anderen Spieler, der eine gleiche oder ähnliche Aktion kurz vor einem wichtigen Turnier gestartet hätte. Einfach nur schade sind viele Schweizer so neidisch auf ihn! In einem anderen Land hätte er die Anerkennung welche er wirklich verdient! Weiter so Roger!!! Antworten
Da hat ihn der Präsident an der Preisverleihung für seine Sammelaktion für Haiti gelobt und extra betont, dass 600'000 Dollar zusammengekommen wären. Aber meint ihr Federer erkennt den Wink, und spendet die gewonnenen 2.1 Millionen zugunsten von Haiti? Nein! Er ist sich wieder einmal selbst der nächste und offenbart damit die Benefiz- als PR-Aktion. Ich bin masslos enttäuscht! Antworten
Roger - mach weiter so und geh Deinen Weg. Ich mag Dir den Erfolg von Herzen gönnen - nur leider nicht alle Schweizerinnen und Schweizer. Du bist für mich schon jetzt der Sportler des Jahrhunderts - nie wird je ein anderer Deinen Level erreichen und dabei bist doch ganz Mensch beblieben und so bescheiden! Antworten


Michael Cohn
Roger Federer ist ein fantastischer Sportler, genialer Künstler und eine große Persönlichkeit. Schade, daß viele Schweizer das nicht begreifen (wollen). Tja, in Österreich hatte auch lange gedauert, bis man die Bedeutung von Mozart bewußt war. Jene, die ihre Minderwertigkeitskomplexe hier zur Schau stellen, haben sie zurecht. Kein Wunder: die Existenz eines Federers ist für die eine Beleidigung. Antworten