Sport
Der US-Open-Ball ist Nadals Feind
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 02.09.2010
US Open
1. Runde. Männer: Nadal (Sp/1) s. Gabaschwili (Russ) 7:6, 7:6, 6:3. Djokovic (Ser/3) s. Troicki (Ser) 6:3, 3:6, 2:6, 7:5, 6:3. Verdasco (Sp/8) s. Fognini (It) 1:6, 7:5, 6:1, 4:6, 6:3. Ferrer (Sp/10) s. Dolgopolow (Ukr) 6:2, 6:2, 6:3. Benneteau (Fr) s. Stepanek (Tsch/28) 6:4, 6:2, 4:6, 6:4. Polansky (Ka) s. Monaco (Arg/30) 6:2, 7:6, 6:3. Nalbandian (Arg/31) s. De Voest (SA) 7:6, 3:6, 6:4, 6:7, 6:4. Blake (USA) s. Vliegen (Be) 6:3, 6:2, 6:4. Becker (De) s. Brands (De) 7:6, 7:6, 6:4. Serra (Fr) s. Mayer (De) 7:5, 6:2, 6:0. Mannarino (Fr) s. Riba (Sp) 3:6, 6:1, 6:4, 4:6, 7:6. Istomin (Usb) s. Gonzalez (Arg) 7:5, 7:5, 6:1.
Frauen: Cibulkova (Slk) s. Vögele (Sz) 6:2, 4:6, 7:5. Wozniacki (Dä/1) s. Gullickson (USA) 6:1, 6:1. Zwonarewa (Russ/7) s. Kucova (Slk) 6:2, 6:1. Scharapowa (Russ/14) s. Groth (Au) 4:6, 6:3, 6:1. Petkovic (De) s. Petrowa (Russ/17) 6:2, 4:6, 7:6. Kirilenko (Russ/23) s. Zahlavova Strycova (Tsch) 7:5, 6:4. Paszek (Ö) s. Safarova (Tsch/26) 3:6, 7:5, 6:2. Dominguez Lino (Sp) s. Schwedowa (Kas/30) 6:4 3:6, 6:2. Kanepi (Est/31) s. Cornet (Fr) 3:6, 6:1, 6:0. U. Radwanska (Pol) s. Tschakwetadse (Russ) 6:3, 6:3. Amanmuradowa (Usb) s. Scheepers (SA) 6:3, 6:4. Lisicki (De) s. Vandeweghe (USA) 6:1, 6:0. Mattek Sands (USA) s. Medina Garrigues (Sp) 4:6, 6:4, 6:1. Benesova (Tsch) s. Llagostera Vives (Sp) 6:3, 7:6.
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Nadal rang den Russen Teimuras Gabaschwili zum Auftakt 7:6, 7:6, 6:3 nieder und klagte anschliessend den Journalisten sein Leid mit den speziellen Bedingungen in Flushing Meadows: «Es ist sehr schwierig hier für mich, vor allem wegen der Bälle. Sie werden stärker zusammengedrückt als gewöhnlich und sind für Spieler mit flachem Schwung einfacher zu kontrollieren als für Top-Spin-Spieler wie mich.»
Die in New York verwendeten Wilson-Bälle springen nach Rafas Geschmack nicht hoch genug ab und nehmen den Top Spin nicht gut an. Da die Qualität von Nadals Spiel mit dem Schnitt in den Bällen ebenso viel zu tun hat wie mit seiner Athletik, ist dies kein unbedeutender Faktor. John Yandell vom Fachportal Tennisplayer.net hat einst ausgerechnet, dass Nadals Vorhandschläge durchschnittlich 3300 Umdrehungen pro Minute aufweisen, während Roger Federer nur auf 2600 Rotationen in der Minute kommt.
Nur zwei von zehn Breakchancen genutzt
Ehe Nadal seine Unsicherheiten in der Partie gegen Gabaschwili einigermassen ausgeräumt hatte, musste er zweimal in den Tiebreak. «Ich habe bei den Breakbällen ein paar fürchterliche Fehler gemacht», sagte der Weltranglisten-Primus, der nur zwei von zehn Gelegenheiten zum Servicedurchbruch nutzen konnte. Im Durchschnitt ist er mit einer Quote von 47 Prozent verwerteten Breakmöglichkeiten mehr als doppelt so effizient als in seinem New Yorker Startmatch.
Nadal zeigte aber längst nicht nur bei der Verwertung der Breakbälle Schwächen. Sein Vorhand-Return war weit weniger druckvoll als gewöhnlich, und auf der Rückhand wählte er zu oft den weniger riskanten Cross, was ihn berechenbar machte. Es sei eine grosse Herausforderung für ihn, von Anfang an jene Entschlossenheit und Aggressivität an den Tag zu legen wie in einem Final, gab er zu.
Erinnerungen an die Halbfinal-Niederlagen 2008 und 2009
Nadal weiss natürlich auch, dass er aggressiv auftreten muss, um die Dauer seiner Matches im Rahmen zu halten - sonst läuft er Gefahr, gegen Ende der zweiten US-Open-Woche erneut physisch platt zu sein. Die Erinnerungen an seine Halbfinal-Niederlagen gegen Novak Djokovic (2008) und Juan Martin Del Potro (2009) sind Nadal noch sehr präsent. Für seine anfälligen Knie ist jede Minute, die er über den ungesunden Hartplatz rennen muss, ein Risiko.
In der 2. Runde trifft Nadal auf den Usbeken Denis Istomin, der vergangene Woche in New Haven das Endspiel erreichte und ihn bei der Wimbledon-Generalprobe im Londoner Queen's Club hart forderte. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.09.2010, 11:41 Uhr

