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«Die Verluste wegen des starken Frankens schlagen sich auf das Auto nieder»

Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 06.10.2011 1 Kommentar

Am GP von Japan kämpft das Sauber-Team am Sonntag um Platz 6 in der Konstrukteurswertung. Im Interview spricht Teamchef Peter Sauber über die bisherige Rennsaison, seine Fahrer und die Nachteile, die durch die Währungskrise entstanden sind.

«Das Sauber-Team steht für Kontinuität.»: Seit 1993 ist Peter Sauber in der Formel 1 engagiert. Ein Ende ist nicht absehbar.

«Das Sauber-Team steht für Kontinuität.»: Seit 1993 ist Peter Sauber in der Formel 1 engagiert. Ein Ende ist nicht absehbar.
Bild: Keystone

Sauber Factory in Hinwil

In Hinwil, einer 10'000-Einwohner-Gemeinde im Zürcher Oberland, deutet nichts darauf hin, dass hier der einzige Schweizer Formel-1-Rennstall beheimatet ist. Die «Factory», wie der Konzern seine Fabrik nennt, liegt inmitten eines Industriequartiers und in unmittelbarer Nähe eines Schlachthofs. 280 Mitarbeiter aus über 20 Ländern arbeiten hier an der Entwicklung der Sauber-Formel-1-Wagen. Rund 100 Vollzeitbeschäftigte bei Zulieferbetrieben und Dienstleistern in der näheren Umgebung leben von den Aufträgen des Sauber-Teams, das hier Spitzentechnologie betreibt. Das Licht wird aber unter den Scheffel gestellt: Weder am Bürogebäude noch am Windkanal (eröffnet 2004) noch am jüngsten Erweiterungsbau, der 2007 fertiggestellt wurde, prangt ein Firmenlogo.

Diskretion und Bescheidenheit sind die Tugenden, die auch Peter Sauber auszeichnen. Der gelernte Elektromonteur (geboren am 13.Oktober 1943) gewann 1970 in einem selbst konstruierten Sportwagen die Schweizer Meisterschaft. 1974 bestritt er sein letztes Rennen als Fahrer, seither konzentriert er sich auf den Bau von Rennwagen. 1982 stieg er in die Sportwagen-Weltmeisterschaft ein. Sein Team siegte unter anderem beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring (1986) und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans (1989). 1990 gründete Peter Sauber zudem das Junior-Team und wurde so zum Förderer der späteren Formel-1-Fahrer Michael Schumacher, Karl Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen.

1993 bestritt das Sauber-Team den ersten Formel-1-GP. Am Ende der Saison 2001 belegte es mit den Fahrern Kimi Räikkönen und Nick Heidfeld Platz vier in der Konstrukteurswertung. Im Januar 2006 verkaufte Peter Sauber sein Team an BMW, blieb aber Berater. Fast gleichzeitig wurde er zum Schweizer des Jahres 2005 gewählt. Im November 2009 gab BMW den Rückzug aus der Formel 1 bekannt. Peter Sauber entschloss sich, das Team zurückzukaufen und sein Lebenswerk fortzuführen. Seit 2010 steht der bald 68-Jährige wieder als Teamchef an den Formel-1-Rennstrecken. Geführt wird das Unternehmen seit Januar 2010 von der Österreicherin Monisha Kaltenborn (40). Peter Sauber ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und zweifacher Grossvater. Sein jüngerer Sohn Alex arbeitet als Marketingdirektor für die Firma.

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Nach dem Sieg im letzten Rennen in Singapur fehlt Sebastian Vettel aus den letzten 5 Grand Prix der Saison noch ein Punkt zur Titelverteidigung. Was macht ihn so überlegen?
Sein Auto.

Also nicht seine Fähigkeiten als Fahrer?
Die spielen eine wichtige Rolle, ganz klar. Aber in seinem Red-Bull-Auto würden auch andere Fahrer den Titel gewinnen. Was Sebastian Vettel nebst seinem Talent auszeichnet, ist seine Fitness. Die hat er in Singapur unter Beweis gestellt, als er bei grosser Hitze zwei Stunden lang die Konzentration behielt und fehlerlos zum Sieg fuhr. Auf dem Rückflug nach dem Rennen hatte ich etwas Zeit, um mit ihm zu sprechen. Er sagte mir, die Anforderungen seien extrem hoch gewesen.

Das Auto und die Fitness führen Vettel zum Titel?
Vettel ist auch psychisch sehr stabil, er verfügt über grosses technisches Verständnis, seine Ausstrahlung ist sehr positiv, und er ist clever. Das alles braucht es, um Rennen und Titel zu gewinnen, doch ohne Topauto wird auch ein so starker Fahrer wie Vettel nicht Weltmeister.

Das heisst, auch die Sauber-Fahrer Kamui Kobayashi und Sergio Pérez würden im Red Bull Weltmeister werden?
Unsere Fahrer sind nicht auf dem gleichen Niveau wie Sebastian Vettel. Das können sie auch gar nicht sein, dazu fehlt ihnen die Erfahrung. Ob sie mal so weit kommen wie er, ist schwierig abzuschätzen. (überlegt) Oder es ist zu früh, um das vorauszusehen.

Droht der Formel 1 aufgrund von Vettels Überlegenheit die Langeweile?
Im Titelrennen ist die Spannung weg, aber dahinter ist noch alles offen. Jenson Button, Lewis Hamilton, Mark Webber und Fernando Alonso kämpfen um den 2.Platz in der Fahrerwertung. Darauf konzentriert sich jetzt das Interesse.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung von Michael Schumacher seit seiner Rückkehr in die Formel 1 vor zwei Jahren?
Die Rückkehr war ganz allein seine Entscheidung. Ob der Entschluss richtig war oder nicht, dazu möchte ich mich nicht äussern. (Überlegt lange). Für die Formel 1 ist es sicherlich ein Glücksfall, fährt er wieder Rennen. Schumacher erlebt zwar keine einfache Zeit, aber alles in allem macht er die Sache sehr gut. Fest steht aber auch, dass selbst ein Ausnahmefahrer wie er mit zunehmendem Alter langsamer wird. Das zeigt auch der Vergleich mit seinem Teamkollegen bei Mercedes, Nico Rosberg, der in der zweiten gemeinsamen Saison schneller fährt als Schumacher.

Es geht die zweite Saison zu Ende, seit Sie Ihr Team von BMW zurückgekauft haben. Haben Sie den Entscheid je bereut?
Nein, es war der richtige Schritt. Es nicht zu probieren, das wäre der falsche Weg gewesen. Ich würde es noch einmal genau gleich machen.

Ging es Ihnen einfach darum, Ihr Lebenswerk zu erhalten?
Man muss das als Ganzes betrachten. Ich arbeite hier in Hinwil mit langjährigen Mitarbeitern zusammen, die in den letzten 15, 20, 25 Jahren mitgeholfen haben, alles aufzubauen. Sie wollte ich nicht im Stich lassen. Doch es ging mir auch um den Technologiestandort Hinwil. Wir haben hier eine Infrastruktur erstellt, die vergleichbar ist mit jener der Spitzenteams. Absolut. Es wäre schade gewesen, diese einfach so aufzugeben.

Sie feiern am 13.Oktober Ihren 68.Geburtstag. Wie lange bleiben Sie noch Teambesitzer?
Das ist nicht absehbar. Es gibt keine Pläne, das Team zu verkaufen. Die Weichen für die Zukunft sind aber gestellt. Monisha Kaltenborn wird mich an der Spitze ablösen. Sie führt ja bereits die Firma in Hinwil, und sie macht das sehr gut. Offen ist einzig, wie lange ich noch als Teamchef an der Strecke stehe. Im nächsten Jahr ist das aber sicher noch der Fall. Wie es danach weitergeht, darauf lege ich mich im Moment nicht fest.

Diese Woche fliegen Sie an das Rennen in Japan. Machen Ihnen die vielen Reisen und die Rennwochenenden nach all den Jahren immer noch Spass?
Ja sicher, denn sonst würde die Arbeit für mich schwierig. Aber es ist natürlich schon eine Belastung, immer unterwegs zu sein. Je älter ich werde, umso deutlicher spüre ich das. Doch im Moment sind die Reisen und die Aufgaben an der Strecke kein Problem. Das Interesse und der Spass sind weiter vorhanden.

Hat ein Formel-1-Team mit Sitz in der Schweiz eine Zukunft?
Die Schweiz ist für uns ein schwieriger Standort, was die Rekrutierung von Mitarbeitern betrifft. Vor allem die Spezialisten, ich denke da an Aerodynamiker, Fahrzeugingenieure und Konstrukteure, sind schwer zu finden. Die meisten Formel-1-Teams sind ja in England, rund um Milton Keynes, angesiedelt. Uns fällt es daher schwer, einen dieser Spezialisten davon zu überzeugen, mit seiner Familie in die Schweiz zu ziehen. Wenn sie dann einmal da sind, merken alle, wie gut es sich hier leben lässt. Dennoch ist es nicht einfach, qualifizierte Leute von England in die Schweiz zu holen. Das ist ein Handicap

Welche Vorteile besitzt der Standort Schweiz?
Bei Verhandlungen mit Sponsoren profitieren wir vom Ruf der Seriosität und Zuverlässigkeit, den die Schweiz im Ausland geniesst.

Wie wirkt sich die Wirtschafts- respektive die Währungskrise auf das Sauber-Team aus?
Wir spüren die Krise in doppelter Hinsicht. Die Wirtschaftskrise ist verantwortlich für den starken Schweizer Franken, und dieser ist für uns sehr, sehr negativ. Die meisten unserer Einnahmen, die Fernseh- und die Sponsorengelder, erhalten wir in Dollar und Euro, die beide aktuell tief gehandelt werden. Die meisten unserer Auslagen hingegen bezahlen wir in Schweizer Franken. An die Zulieferer in der Region und auch die Löhne der Mitarbeiter.

Können Sie weitere Beispiele nennen, wo sich der starke Franken nachteilig auf Ihr Unternehmen auswirkt?
Als ich die Firma im November 2009 zurückkaufte, lag der Wert des Euro bei 1.45 Franken. Auf diesem Niveau wurde auch unser Budget festgelegt. Immerhin befindet sich der Euro nun wieder bei 1.20, aber das ist noch immer tiefer, als wir erwartet hatten. Für uns bedeutet das eine sehr direkte Einbusse. Daher bin ich jedes Mal überrascht, wenn andere Branchen jammern. Bei den Exportunternehmen wird ja bloss die Marge kleiner. Bei uns kann die Marge gar nicht kleiner werden, denn wir stecken jeden Franken, den wir verdienen, in die Entwicklung. Die Verluste wegen des starken Frankens schlagen sich direkt auf das Produkt nieder, auf das Auto.

Hat die Politik – respektive die Nationalbank – die richtigen Massnahmen gegen den hohen Franken getroffen?
Wenn ich jetzt dazu etwas sage, wäre ich genau gleich wie jene, die immer jammern (schmunzelt). Ich verstehe ja schon, dass sich die Exportwirtschaft und die Tourismusindustrie beklagen, doch wir können das nicht. Wir haben keine Lobby, die sich für uns einsetzt. Zudem würde ich mich auch nie trauen, Ratschläge zu einem Thema zu erteilen, von dem ich zu wenig verstehe.

Ihr Wort hätte sicher Gewicht. Sie wurden zum Schweizer des Jahres 2005 gewählt. Sie kennt man im ganzen Land.
(Schmunzelt) Jaja. Doch ich bin der Ansicht, man sollte nur bei Dingen mitreden, von denen man etwas versteht. Daran habe ich mich immer gehalten. Bei anderen vermisse ich diese Einstellung manchmal. Es gibt zu viele Personen, die über Angelegenheiten sprechen, von denen sie keine Ahnung haben.

Gilt diese Zurückhaltung auch, wenn es darum geht, das Rundstreckenverbot in der Schweiz aufzuheben?
Dazu hatte ich immer eine klare Meinung: Es ist wichtig, wird dieses Verbot aufgehoben. Es ist 1955 auf unglückliche Art und Weise entstanden. Es ist ein Witz, ein alter Zopf, den man abschneiden sollte. Doch in der Schweiz ein Formel-1-Rennen veranstalten zu wollen, macht keinen Sinn.

Wieso nicht?
Es fehlen der Platz und die Infrastruktur. Die Schweizer sind nicht bereit, in einer stark besiedelten Agglomeration die Lärmemissionen auf sich zu nehmen. Das sehe ich auch ein. Was in der Schweiz aber möglich wäre, ist der Bau einer Teststrecke, die man für unterschiedliche Zwecke nutzen könnte. Im Wallis und im Jura gibt es Gemeinden, die interessiert sind an solchen Projekten und die so zu neuen Einnahmequellen kämen.

Würde eine solche Strecke dem Schweizer Rennnachwuchs helfen, sich zu entwickeln?
(Überlegt) Es gibt ja einige junge Schweizer, die im Ausland in Rennserien mitfahren. Ich weiss aber nicht, ob sie von einer Strecke in der Schweiz direkt profitieren würden.

In der GP-3-Serie sind mit Nico Müller und Simon Trummer zwei junge Berner engagiert. Trauen Sie ihnen den Sprung in die Formel 1 zu?
Es ist ein schwieriger Weg. Ob sie es schaffen ist schwer zu sagen. Müller lief es in der letzten Saison in der GP3 gut, dieses Jahr tut er sich etwas schwerer. Den Weg Trummers habe ich weniger intensiv verfolgt. Mir kommt aber auch der Aargauer Fabio Leimer in den Sinn, er hat in der GP-2-Serie bereits gezeigt, dass er Rennen gewinnen kann.

Noch nie ist bisher ein Schweizer für das Sauber-Team gefahren. Wann wird das der Fall sein?
Für uns ist das kein Ziel. Uns geht es darum, möglichst gute Fahrer zu engagieren. Das ist uns bisher sehr gut gelungen.

Wie sieht die Zukunft des Schweizers Sébastien Buemi in der Formel 1 aus? Sein Platz bei Toro Rosso ist für die nächste Saison noch nicht bestätigt.
Er ist ein sehr guter Fahrer, aber sein Auto ist halt begrenzt konkurrenzfähig. Daher ist es sehr schwierig, seine Leistungen zu beurteilen. Buemis Glück ist, dass er sich im Förderprogramm von Red Bull befindet. Ob er auch nächste Saison noch in der Formel 1 fahren wird, hängt komplett von den Verantwortlichen bei Red Bull ab, und die lassen im Moment offen, was sie mit Buemi vorhaben.

Wie viel Geld müsste ein Fahrer Ihnen anbieten, damit er nächste Saison im Cockpit eines Sauber-Autos in der Formel 1 fahren darf?
Zunächst gilt es zu sagen: Beide Fahrer für nächste Saison sind bereits bestätigt. Kobayashi und Pérez werden auch 2012 für das Sauber-Team im Einsatz sein. Ausserdem gibt es einen solchen Fahrer, der so viel Geld mitbringt, gar nicht. Wir haben nie auf einen Piloten gesetzt, weil er viel Geld mitbrachte. Mit einer Ausnahme: Pedro Diniz hatte 1999 beides. Er war schnell, und er besass mit dem Molkereiunternehmen Parmalat einen Sponsor, der sich bei uns engagierte.

Dadurch, dass Sie den Mexikaner Sergio Pérez engagiert haben, fliesst aber doch auch Geld in die Sauber-Kasse?
Die Situation bei Pérez ist anders als damals bei Diniz. Pérez entwickelte sich in einem Nachwuchsförderungsprogramm von Telmex (ein mexikanisches Telekomunternehmen, die Redaktion), das seit zehn Jahren besteht. Mitte 2010 zeigte sich, welch starker Fahrer Pérez geworden war. Daraufhin kamen die Telmex-Verantwortlichen auf Sauber zu, weil sie ein Cockpit für Pérez suchten. Wir haben einen Vertrag mit Telmex abgeschlossen, und Telmex brachte Pérez. Nicht umgekehrt. Bei anderen Teams läuft das ähnlich. Ferrari-Fahrer Fernando Alonso etwa brachte die Bank Santander mit. Das Wichtigste ist aber das Können eines Fahrers. Wenn wir von Pérez’ Fähigkeiten nicht überzeugt gewesen wären, hätten wir gar nicht begonnen, mit Telmex zu verhandeln.

Wie weit fortgeschritten ist das Auto, das Sauber in der nächsten Saison einsetzt?
Mit der Entwicklung des neuen Wagens befinden wir uns im Zeitplan. Sowohl vom Bau als auch von der Performance her erfüllen wir zurzeit unsere Vorgaben.

Das heisst, Sauber gelingt 2012 ein Schritt nach vorne?
Wir haben in dieser Saison die Schwierigkeiten mit dem Auspuffsystem, das für eine verbesserte Aerodynamik des Diffusors sorgt, nicht rechtzeitig in den Griff gekriegt. Da sind wir zwar nicht die Einzigen – Ferrari brauchte lange, bei Mercedes funktioniert es bis jetzt nicht einwandfrei, auch Renault hat Schwierigkeiten. Das Problem hat uns in dieser Saison einige Punkte gekostet. Für 2012 ist das System glücklicherweise verboten worden. Im Hinblick auf die neue Saison hoffe ich, dass diesmal kein Team mit einer ähnlich verrückten Idee aufkommt, die alle anderen Teams kopieren müssen.

Und falls doch?
Dann müsste der Weltverband FIA vernünftiger reagieren als in der laufenden Saison und die Umsetzung dieser Idee von Anfang an verbieten.

Ist die Finanzierung der neuen Saison gesichert?
Das ist sie. Doch Teams unserer Grösse können sich mit mehr Mitteln immer verbessern. Gelingt es uns, zusätzliche Mittel zu generieren, könnten wir die Entwicklung vorantreiben, und das würde sich auf die Leistungsstärke auswirken. Diese Saison ist ein gutes Beispiel. Aus Kostengründen entschlossen wir uns vor dem GP in Valencia, nicht weiter an besagtem Auspuffsystem zu arbeiten. Auch weil wir mit einem Verbot des Systems durch die FIA nach dem GP in England rechneten. Weil dieses nach der Intervention mehrerer Teams nicht zustande kam, war unser Entschluss letztlich ein Fehler, unter dem wir nun noch bis zum Saisonende leiden. Doch wir hätten uns finanziell nach der Decke strecken müssen, um dieses Auspuffsystem weiterentwickeln zu können.

Zuletzt in Singapur erlitt Sauber einen Rückschlag in der Teamwertung. Pérez gewann mit Platz 10 nur einen Punkt. Erreichen Sie in verbleibenden fünf Rennen Ihr Ziel, Platz 6 in der Teamwertung zu erobern, noch?
Das Force-India-Team, unser direkter Konkurrent um Platz 6, hat in Singapur ein sehr glückliches Resultat erreicht. Trotzdem bleibt der sechste Rang unser Ziel. Ich erwarte, dass wir bis zum Rennen am Wochenende in Suzuka das Auto einen Schritt nach vorne gebracht haben. Wir werden das letzte Paket, das wir für diese Saison entwickelt haben, einsetzen, und ich hoffe, das zahlt sich aus.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Formel-1-Chef Bernie Ecclestone?
Wir haben uns immer gut verstanden. Ecclestone weiss, was er am Sauber-Team hat. Wir machen ihm keine Probleme, zudem gibt es nur drei Teams, die länger in der Formel 1 engagiert sind als wir. Und Kontinuität ist für Ecclestone sehr wichtig. Genauso die Tatsache, dass wie in unserem Fall ein Teamname da ist, hinter dem der Besitzer steht. Teams wie Red Bull, die heissen wie ein Getränk, die mag Ecclestone nicht sonderlich. Das ist wie bei einem Pferd, das Zweifel Chips heisst – das findet auch niemand lustig. Die Fans, die mögen Namen, mit denen sie etwas verbinden. Beim Sauber-Team ist das so. Wir stehen für Kontinuität. Deshalb sieht uns Bernie Ecclestone gerne in der Formel 1.

Der Auftritt des schrillen und mitunter despotischen Formel-1-Diktators Ecclestone und jener des zurückhaltenden Peter Sauber könnte unterschiedlicher aber nicht sein.
(Lacht). Das kann man nicht vergleichen. Ecclestone führt im Prinzip einen Sportverband, und dafür ist die Führungsform einer Diktatur wohl die richtige. So lange man das richtig macht. Man sieht ja in anderen Verbänden, wo es hinführt, wenn zu viele Leute mitreden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.10.2011, 11:55 Uhr

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1 Kommentar

Dario Knecht

07.10.2011, 16:18 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Oftmals hätte ich mir gewünscht, dass Peter Sauber angriffslustiger ist... mehr riskiert und bei der Fahrerwahl nicht so zimperlich ist. Aber schlussendlich war es genau diese Art und Weise, die ihn so lange in der Formel 1 gehalten hat. Danke Peter für die vielen tollen Jahren, die Du uns Sonntags immer wieder mit Deinem Team beschenkt hast... Antworten



Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 22:44
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Roland Garros
27.05EndeCipolla - Wawrinka3:6 3:6 6:4 6:3 2:6
Stand: 27.05.2012 16:09
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0516:15Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0512:15Federer - Kamke
28.0513:30Djokovic - Starace
Stand: 25.05.2012 15:24
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden

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