Der Rivale als gern gesehener Gast

Die SCL Tigers gewinnen zum fünften Mal in Folge ein Heimspiel gegen den SC Bern: Beim 4:1 treffen mit Roland Gerber, Flurin Randegger und Pascal Berger gleich drei Ex-SCB-Spieler für die Langnauer. Bereits heute Nachmittag stehen beide Teams wieder im Einsatz.

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Wer zu spät kommt, den bestraft Langnau. Roland Gerber zeigt sich im Startdrittel noch einigermassen gnädig mit den Spätzündern im Publikum: Er trifft «erst» nach 144 Sekunden zum 1:0.

Im Mittelabschnitt aber sind etliche Besucher noch auf dem Weg zurück vom Tigersaal in die ausverkaufte Eishalle, als das Heimteam zum zweiten Mal reüssiert: Eero Elo hat für sein Tor gerade einmal 19 Sekunden benötigt. Und weil aller guten Dinge, respektive aller frühen Tigers-Tore drei sind, trifft die Equipe von Heinz Ehlers auch im dritten Umgang in der ersten Minute (Pascal Berger).

Und so ist der im Emmental eigentlich so ungeliebte SCB einmal mehr ein gern gesehener Gast in der Ilfishalle. Langnau siegt 4:1, gewinnt das fünfte Heimspiel in Folge gegen den grossen Rivalen. Die Stadtberner sind seit dem 17. November 2012 (!) ohne Sieg an der Ilfis.

Moser: «Jeder machte sein Ding»

Mit Blick auf die frühen Tigers-Tore könnte vermutet werden, der SCB sei für das Derby nicht bereit gewesen. Doch dem war nicht so. Der Favorit startete ausgezeichnet, schnürte die Langnauer in deren Zone ein, kam durch Topskorer Mark Arcobello und Calle Andersson zu zwei guten Chancen. Doch just mit dem ersten Schuss aufs SCB-Gehäuse wurde Torhüter Leonardo Genoni von Gerber auf der Fanghandseite überrascht.

Die Gäste hielten den Druck aufrecht, kamen durch Tristan Scherwey zum 1:1 (8. Minute). Doch nach dem Ausgleich nahmen sie die Schlittschuhe vom Gaspedal, Langnau kam besser ins Spiel und seinerseits zu Möglichkeiten (Nils und Pascal Berger).

Im zweiten Drittel trafen die Tigers durch Elo früh und durch Flurin Randegger spät (40. Minute), während der SCB dazwischen zwar mehr Puckbesitz, aber nicht die besseren Gelegenheiten hatte. Und nachdem Verteidiger Ramon Untersander das Gleichgewicht verloren hatte, traf mit Pascal Berger nach Gerber und Randegger ein dritter Langnauer gegen seinen Ex-Verein.

SCB-Stürmer Simon Moser war nach dem Derby entsprechend bedient. Er hielt mit Kritik nicht zurück: «Wir hatten mehr Scheibenbesitz, aber jeder machte sein Ding. Die Stürmer unterstützten die Verteidiger nicht, vernachlässigten das Backchecking. So geht das nicht.» Dass der SCB im Emmental zum zweiten Mal in dieser Saison eine klare Niederlage bezog (0:4, 1:4), dafür hatte Moser keine Erklärung. «Wir bringen es in Langnau einfach nicht hin, unser Spiel durchzuziehen. Wir geben dem Gegner einfache Tore – und uns fehlt die Geduld.»

Wenn Tiger kämpfen wie die Schweine

Die Langnauer ihrerseits wollten den Sieg nicht überbewerten. «Wir haben relativ solid gespielt. Aber Bern hatte viele Chancen, wir benötigten Glück und mit Damiano Ciaccio einen guten Goalie», sagte Pascal Berger. «Ob der Sieg wirklich verdient ist, das müssen andere beurteilen.» Auch Flurin Randegger relativierte den Erfolg. Er meinte schmunzelnd: «Dominiert haben wir den SCB sicher nicht. Aber in unser Situation müssen wir in jedem Match kämpfen wie die Schweine, dies haben wir gegen den SCB gemacht.»

Bereits heute bietet sich den Langnauern die Möglichkeit, den Rückstand auf den Strich weiter zu verringern: Die Hürde ist aber eine äusserst hohe – auswärts bei den ZSC Lions. Für den SCB wird es darum gehen, am Nachmittag zuhause gegen Kloten den ersten Sieg in diesem Jahr zu holen. «Nach den Niederlagen gegen Zürich und Langnau müssen wir reagieren», sagte Moser. Eine unschöne Premiere soll verhindert werden, denn: Dreimal in Folge haben die Berner unter Kari Jalonen noch nie verloren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.01.2017, 12:14 Uhr

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