«Daran mag ich gar nicht denken»

Marc Lüthi Übers Wochenende ist der SC Bern unter den Strich gefallen. Der CEO ist verärgert; er will sich aber nicht ausführlich zur Situation äussern. Einen neuerlichen Trainerwechsel in dieser Saison schliesst Lüthi definitiv aus.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Dürfen wir ein Interview mit ­Ihnen führen?
Marc Lüthi: Nein.

Weshalb nicht?
Sie wissen genau, dass ich in der jetzigen Situation Ihre Fragen nicht beantworten kann.

Hören Sie sich die Fragen doch zuerst an, danach können Sie ­immer noch Nein sagen.
Legen Sie los!

Der SC Bern hat zwei Wochen spielfrei: Ist das in dieser Phase ärgerlich, oder sind Sie womöglich sogar froh darüber?
Nächste Frage (lacht).

Beim 0:4 gegen Gottéron dürften Sie sich gewaltig geärgert haben.
Gibt es sonst noch eine Frage, die Sie stellen möchten?

Wie lässt sich dieser Rückschritt nach den guten Leistungen in der Woche zuvor erklären?
Ich kann Ihnen auch diese Frage nicht beantworten. Fragen Sie Sportchef Alex Chatelain.

Sie haben aber einst gesagt: Beim SCB gebe es eine Regel in Bezug auf negative Meldungen: «Alles Schlechte bin ich.»
Das stimmt. Aber ich weiss wirklich nicht, was ich zu unserer Situation sagen soll.

Es steht einigermassen schlecht um den SCB . . .
. . . nur «einigermassen»?

Trainer Lars Leuenberger sagte nach dem Match gegen Freiburg, er habe das Unheil kommen sehen – das Team habe die Tage zuvor nicht gut trainiert. Was halten Sie von dieser Aussage?
Genau diese Frage habe ich befürchtet (lacht).

Irgendeine Frage müssen Sie schon beantworten.
Zur Frage nach dem Rückschritt: Den kann ich nicht erklären, wirklich nicht. Zur Frage nach dem Ärger: Geärgert habe ich mich auf jeden Fall – und wie! Dass wir nach gutem Start dermassen auseinandergefallen sind, das ist unverständlich. Aber auch wenn es nach Durchhalteparolen klingt: Die Jungs müssen den Weg finden, und fertig.

Und die Aussage von Lars Leuenberger . . .
. . . sagen wir, die war im Frust entstanden. Nächste Frage.

Bern ist übers Wochenende unter den Strich gerutscht . . .
. . . ja . . .

. . . es stehen zwei Wochen Meisterschaftspause an . . .
. . . ja . . .

. . . wird ein Trainerwechsel nochmals zum Thema?
Nein!

Ausgeschlossen?
Wir haben entschieden, dass wir die Saison mit diesem Staff durchziehen.

Definitiv?
Definitiv.

Nach dem Fall in die Platzierungsrunde 2014 lautete der ­Tenor bei den Sponsoren: Einmal sei euch verziehen. Was wäre, sollte es 2016 wieder nicht mit den Playoffs klappen?
Daran mag ich gar nicht denken.

Aus dem Norden mehren sich die Gerüchte, der finnische Nationaltrainer Kari Jalonen stehe kurz vor der Unterschrift in Bern.
Dazu sage ich sicher nichts. Sie haben vermutlich auch gelesen, dass sich Jalonen erst nach der WM entscheiden will.

Aber Sie bestätigen, dass er der Favorit auf den Posten des SCB-Trainers 2016/2017 ist.
Er ist ein Kandidat. Ich äussere mich in der jetzigen Situation sicher nicht zur nächsten Saison. Ich spreche über diese Saison.

Wie sieht Ihr Idealbild des künftigen SCB-Trainers aus?
Nein.

Es gibt also kein Idealbild?
Ich spreche nur über diese ­Saison.

Sprechen Sie auch nicht mit Trainerkandidaten über die nächste Saison?
Ich nicht.

Die Spieler haben nach dem Match gegen Gottéron vier freie Tage zugesprochen erhalten. Ist während der Nationalmannschaftspause noch etwas Spezielles geplant?
Keine Ahnung. So oder so: Die Jungs haben es in den Händen, die Playoffs zu erreichen. Jeder soll in den freien Tagen den Kopf lüften, in den Spiegel schauen und entscheiden, was er in dieser Saison mit diesem Team noch erreichen will.

Den Kopf lüften – gilt dieses Motto auch für Sie?
Ja, ich gehe Ski fahren.

(Berner Zeitung)

(Erstellt: 08.02.2016, 10:05 Uhr)

Stichworte

Artikel zum Thema

SCB: Stabil wie eine Seifenblase

Rückschlag statt Aufwärtstrend: Der SC Bern verliert nach einer schwachen Darbietung gegen Gottéron 0:4. Trainer Lars Leuenberger zeigt sich ratlos und enttäuscht. Die Berner können nun während 15 Tagen das Geschehen am Strich nicht beeinflussen. Mehr...

Leader Hecquefeuille kämpft um einen Vertrag

Die SCL Tigers empfangen am Freitag– Zug. Kévin Hecquefeuille hofft, in den nächsten Wochen endlich sein gewohntes Rendement zu zeigen. Mehr...

Timo Helbling: «Mein Spiel ist eine Gratwanderung»

Timo Helbling zählt zu den facettenreichsten Figuren im Schweizer Eishockey. Vor dem Vergleich mit seinem Ex-Klub Gottéron spricht der 34-jährige SCB-Verteidiger über echte Emotionen und künstliches Eis. Mehr...

Dossiers

NLA

50. Runde

27.02.Zug - Biel3 : 1
27.02.ZSC Lions - Davos1 : 4
27.02.Lausanne - Servette5 : 3
27.02.Fribourg-Gotteron - Bern5 : 3
27.02.SCL Tigers - Kloten Flyers1 : 4
27.02.Ambri-Piotta - Lugano6 : 4
Stand: 27.02.2016 22:14

Rangliste

NameSpSU+U-NG:EP
1.ZSC Lions50292712173:12598
2.Davos50257216181:14291
3.Servette50256217160:13889
4.Zug50245615161:13888
5.Lugano50216518157:15080
6.Fribourg-Gotteron50222521148:15475
7.Kloten Flyers50205223154:15072
8.Lausanne50176423123:14367
9.Bern50165920152:16267
10.Ambri-Piotta50182822144:16666
11.SCL Tigers50146327135:17357
12.Biel50116528128:17550
Stand: 27.02.2016 22:14

Werbung

Kommentare

Blogs

Serienjunkie Virgin Seifenopern
Sweet Home Leichte Sommerkost
Gartenblog Grösser ist nicht immer besser

Von Digital bis Classic

Auf allen Kanälen. Hier bestellen!

Die Welt in Bildern

Geht in sich: Ein Sadhu, ein heiliger Mann des Hinduismus, betet vor der jährlichen Reise zur Pilgerstätte Amarnath im nordindischen Jammu. (30. Juni 2016)
(Bild: Mukesh Gupta) Mehr...