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Tigers stehen für Bergeron Spalier

Von Stephan Dietrich. Aktualisiert am 10.10.2012 1 Kommentar

Die SCL Tigers waren in Lugano chancenlos und verloren 3:7. Es war die erste Niederlage auf Tessiner Boden in dieser Saison.

1/4 Luganos Patrice Bergeron drückt zum 2:0 ab.
Bild: Keystone

   

In Lugano freuten sich die Fans auf den ersten Auftritt des Lockout-Spielers Patrice Bergeron. Der 28-jährige Olympiasieger, Weltmeister und Stanley-Cup-Sieger trat gegen die SCL Tigers erstmals im Lugano-Dress und mit der Nummer 37 an. Gut zwei Minuten benötigte der Kanadier, um das Heimpublikum erstmals zu entzücken. Sebastien Reuille hatte sich die Spielscheibe hinter dem Tigers-Tor in der Ecke erkämpft und zu Bergeron gespielt, dieser leitete sie direkt zu Verteidiger Julien Vauclair weiter. Der Lugano-Captain schoss aufs Tor – 1:0. Langnaus Torhüter Jaroslav Hübl sah in dieser Szene nicht gut aus, Lugano führte, und Bergeron hatte seinen ersten Skorerpunkt in der Tasche.

In der 9.Minute erzielte der Lockout-Spieler, der 2003 von den Boston Bruins als Nummer 45 gedraftet worden war und seither bei diesem Verein unter Vertrag steht, sein erstes Tor. Der Puck kam erneut aus der Ecke, diesmal von Glen Metropolit. Bergeron schoss unbedrängt aufs Tor und traf.

Kein Kampf, keine Punkte

«Wir begannen schlecht», analysierte Tigers-Verteidiger Martin Stettler, «und waren immer einen Schritt zu spät.» Insbesondere das Verhalten in den Zweikämpfen war mangelhaft. Beide Tore wären mit mehr Engagement zu verhindern gewesen. Der Weckruf war aber mit den Erfahrungen aus neun Spielminuten noch nicht erfolgt. In der 10. Minute gewann Luganos Metropolit ein Bully und spielte den Puck zu Jordan Murray, der Hübl zum 3:0 bezwang.

SCL-Trainer John Fust nahm postwendend sein Time-out und redete der Mannschaft ins Gewissen. Kein Kampf, keine Punkte war eine logische Schlussfolgerung für die dürftige Leistung der Tigers. Stettler wird sein 400. NLA-Spiel in schlechter Erinnerung bleiben. «Dabei ist doch jedes Eishockeyspiel gleich. Auswärts muss man in den ersten zehn Minuten extrem dagegenhalten. Dies ist uns diesmal überhaupt nicht gelungen.» Es kam sogar noch schlimmer. In doppelter Überzahl erzielte Ilkka Heikkinen das 4:0. Die Emmentaler waren fürs Erste bedient, und einzig Patrice Bergeron hatte noch nicht genug. Kurz vor Ablauf des Startdrittels kurvte er durch die gegnerische Verteidigung, traf allerdings mit einem Backhandlupfer nur die Latte.

Immerhin fingen sich die SCL Tigers in den restlichen 40 Minuten etwas, so dass die Niederlage nicht zum Debakel wurde. 3:7 verlor der SCL, es war im laufenden Championat nach zwei Siegen die erste Niederlage im Tessin.

Die SCL Tigers kamen aber nicht nur gestern gegen Lugano oftmals einen Tick zu spät, sondern auch neben dem Eis. Im Spiel gegen Servette (1:2) vom 22. September legten die Emmentaler einen Protest ein, weil Pascal Pelletier damals wohl zu Unrecht mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe bestraft worden war. Auf Anraten des Schiedsrichters wurde der Protest aber nach dem Spiel nicht bestätigt, sondern erst später. Zu spät, wie Einzelrichter Reto Steinmann entschied, der gar nicht erst auf den Fall eintrat.

Patrice Bergeron enttäuschte mit vier Skorerpunkten die Fans bei seinem NLA-Debüt nicht, und die SCL Tigers standen artig Spalier. Die Leistung des Kanadiers ist die beste Voraussetzung dafür, dass Lugano beim Verkauf der Spielertrikots mit ein paar zusätzlichen Franken rechnen darf. Das Leibchen mit der Nummer 37 wird im Tessin garantiert zum Renner. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.10.2012, 06:38 Uhr

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1 Kommentar

Tinu Rösch

10.10.2012, 09:51 Uhr
Melden 3 Empfehlung 9

Dies gestern war nur der Anfang!! Antworten



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