Supertalent Niederreiter schreibt Schweizer Draft-Geschichte
Von Stephan Roth. Aktualisiert am 26.06.2010
Die höchsten Schweizer Drafts
5. Nino Niederreiter (NY Islanders) 2010
14. Michel Riesen (Edmonton) 1997
19. Luca Sbisa (Philadelphia) 2008
24. Luca Cereda (Toronto) 1999
34. Tobias Stephan (Dallas) 2002
39. Tim Ramholt (Calgary) 2003
73. Yannick Weber (Montreal) 2007
74. Julien Vauclair (Ottawa) 1998
75. Luca Cunti (Tampa Bay) 2007
78. Beat Forster (Calgary) 2001
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Beim NHL-Draft in Los Angeles wurde der kanadische Stürmer Taylor Hall (Windsor) wie erwartet von den Edmonton Oilers als erstes Talent ausgewählt. Darauf zogen die Boston Bruins Tyler Seguin (Plymouth). Auch als Nummer 3 wurde ein Kanadier aufgerufen. Die Florida Panthers sicherten sich die NHL-Rechte am hünenhaften Verteidiger Erik Gudbranson (Kingston). Danach folgte Stürmer Ryan Johanson, den Colombus auswählte. Und dann war es soweit. Die New York Islanders zogen den Schweizer Nationalstürmer Nino Niederreiter, der wie Johanson bei den Portland Winterhawks spielt, gar noch früher als erwartet.
So früh wie Niederreiter war noch ein Schweizer gewählt worden. 1997 hatten die Edmonton Oilers an 14. Stelle Michel Riesen gewählt.
«Nino war extrem beeindruckend»
Der 17-jährige Churer hatte seine Skorerqualitäten in der Juniorenliga WHL eindrücklich bewiesen. In der Regular Season kam er in 65 Partien auf 36 Tore und 24 Assists. In den Playoffs brachte er es in 13 Spielen auf je acht Tore und Assists, womit er zweitbester Rookie war. Beim 4. Rang an der U20-WM in Kanada wurde er dank sechs Toren und vier Assists ins Allstar-Team gewählt. Die Krönung seiner grandiosen Saison bildete die WM-Teilnahme mit dem A-Nationalteam; er ist der zweitjüngste WM-Spieler aller Zeiten. Bevor der Stürmer vor einem Jahr in die USA wechselte, hatte er beim HC Davos gespielt und war gar in den NLA-Playoffs zum Einsatz gekommen.
«Nino war extrem beeindruckend bei der Junioren-WM. Er nutzte seine Postur, um Raum zu schaffen», sagte Islanders-General-Manager Garth Snow. Bei den Islanders spielt mit Mark Streit bereits ein Schweizer. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.06.2010, 02:35 Uhr
