SCB: Freie Fahrt mit Sicherheitsschranke
Von Micha Jegge. Aktualisiert am 14.12.2011 1 Kommentar
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Immer gelingt es nicht, aber immer öfter. Seit Antti Törmänen hinter der Bande das Kommando übernommen hat, ist der SC Bern der von CEO Marc Lüthi geforderten Verbindung aus Spektakel und Effizienz einen Schritt näher gerückt. In diesem Kontext lässt sich die gestern publizierte Vereinbarung als logische Folge der jüngsten Geschehnisse betrachten. Der seit der Mitte Oktober erfolgten Freistellung von Larry Huras interimistisch als Cheftrainer tätige Finne erhält einen Vertrag bis zum Saisonende, wobei sich der Kontrakt im Fall einer Playoff-Halbfinalqualifikation automatisch um ein Jahr verlängert. Lars Leuenberger, Törmänens Assistent und Bruder des Sportchefs Sven Leuenberger, wurde bis zum Ende der Saison 2013/2014 an die Organisation gebunden; in der nächsten Spielzeit wird er wiederum die Rolle der Nummer 2 im Fanionteam einnehmen.
Die verbrannten Finger
Es sei bereits im Oktober beabsichtigt gewesen, die Zusammenarbeit mit Törmänen längerfristig zu fixieren, sagt Sven Leuenberger. «Aber wir mussten zuerst schauen, ob wir vorne dabei bleiben, ehe wir den Entscheid kommunizierten.» Unter der Obhut des Finnen haben die Berner in 11 von 16 Partien reüssiert und dabei 33 Punkte gewonnen. Das Spiel sei «gefälliger» geworden, ansonsten habe sich wenig verändert. «Wir waren vorher in der Spitzengruppe, wir sind jetzt in der Spitzengruppe», hält Leuenberger fest. Die Verbindung der Option mit einer Vorgabe sei weder als Ultimatum zu verstehen, noch habe sie mit mangelndem Vertrauen zu tun, erwidert der Sportchef auf die entsprechende Frage.Die Vorgehensweise beruhe einzig auf dem Fakt, wonach der sportliche Erfolg vom Auftritt in den Playoffs abhänge. «Wir haben uns in der Qualifikation schon öfter besser verkauft als danach in den Playoffs. Wir wollen uns schlicht nicht die Finger verbrennen.»
Die Nähe zu den Spielern
Törmänen reagiert gelassen, wird er mit der ungewöhnlichen Klausel konfrontiert. Er sei mit dem Ergebnis der Verhandlungen zufrieden und könne die Zurückhaltung der Verantwortlichen nachvollziehen, konstatiert der 41-Jährige. Und ergänzt schmunzelnd, «der Vertrag sähe schon etwas anders aus, wenn ich ihn verfasst hätte». Setzt sich die Entwicklung der Mannschaft im bisherigen Stil fort, dürfte die Diskussion um die Klausel bald in den Hintergrund rücken. In den mit Bedacht gewählten Worten des Finnen ist reichlich Zuversicht auszumachen: «Wir sind auf gutem Weg. Werden wir noch ein bisschen stabiler, wird es für jedes Team unangenehm sein, in den Playoffs auf uns zu treffen.»
Törmänens vielleicht wichtigste Qualität hänge mit seinem Alter und dem noch nicht so lange zurückliegenden Karrierenende zusammen, vermutet Sven Leuenberger. «Antti spricht die Sprache der Spieler. Er steht ihnen nahe und kann trotzdem sehr fordernd sein.» Fakt ist, dass etliche Akteure seit seinem Amtsantritt selbstbewusster auftreten – namentlich solche, deren Stärken vornehmlich im Offensivspiel zutage treten. (Berner Zeitung)
Erstellt: 14.12.2011, 10:30 Uhr
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1 Kommentar
Ja, ja das ist wieder typisch. Der Törmänen kennt die Sitten und Spielregeln hierzulande noch nicht und dass wird voll ausgenützt. Viel zu nett ist dieser Kerl. Und Lars Leuenberger? Vertrag bis 2013-14. Was hat er mehr geleistet als Törmänen? Ganz und gar nichts.Aber klar, die Verträge hat ja Sven Leuenberger unterschrieben. Schlimmer geht nicht mehr. Antworten

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