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Ralph Kruegers grosse Premiere in der NHL

Aktualisiert am 07.02.2012

Der ehemalige Trainer der Schweizer Eishockeyaner stand erstmals als Chef an der Bande eines NHL-Spiels – aber nur für einen Abend.

Trotz gutem Start: Ersatzboss Ralph Krueger und seine Boys verlieren in Toronto. (Video: NHL)


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Krueger, der die Schweizer Nati letztmals an Olympia 2010 in Vancouver (erfolgreich) betreut hatte, kam zu einem bedeutenden Novum in seiner Laufbahn: Erstmals durfte er am Montagabend die Rolle als Headcoach ausüben. Aber nicht, weil sein Vorgesetzter von den Edmonton Oilers, Tom Renney, gefeuert worden war, sondern, weil der Personalchef im Vormittagtraining von einem Puck am Kopf getroffen wurde. Renney musste mit zwölf Stichen genäht werden. Ein Einsatz am Abend wurde von den Ärzten als zu gefährlich eingestuft. Deshalb blieb Renney vorsorglicherweise im Mannschaftshotel.

Also sprang Assistent Krueger für die Partie bei den Toronto Maple Leafs ein. Nun, Kruegers Interimsjob war nicht von Erfolg gekrönt. Die Oilers verloren in Toronto mit 3:6, obwohl der Start der Krueger-Boys vielversprechend war. Der ehemalige Coach der Schweizer Nati wurde für seinen Einsatz als Interims-Boss von den Spielern gelobt. «Es war nicht anders als unter Renney. Renney und Krueger führen auf dieselbe Art. Beide sind gute Coaches, flink und intelligent», lobte Stürmer Jordan Eberle den Coaching-Staff der Oilers. Krueger selbst gab zu verstehen, dass Renney bei der nächsten Partie in Detroit wieder die Chefrolle übernehmen wird – und dass beide Trainer im Vorfeld des Spiels über die Situation auch gelacht hätten.

Ein zweiter Cheftrainer getroffen

Dass der Job als NHL-Trainer Risiken birgt, zeigt ein anderes Beispiel. Lindy Ruff, Personalchef der Buffalo Sabres, wurde im Montagstraining von Verteidiger Jordan Leopold derart heftig gerammt, dass der Headcoach bei seinem Sturz auf das Eis drei Rippen brach. Der alte Haudegen wird nur einen Tag später wieder zur Arbeit erwartet. Fazit: Trainer leben gefährlich, vor allem in der NHL. (fal)

Erstellt: 07.02.2012, 15:05 Uhr

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