Langnauer Ärger nach dem Derby
Von Philipp Rindlisbacher. Aktualisiert am 03.01.2012 2 Kommentare
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Das Gros der Langnauer war unmittelbar nach Spielschluss in Rage. Nach der 2:3-Niederlage vor 6058 Zuschauern (Saisonrekord) in der Ilfishalle gegen Biel fühlte sich das Heimteam betrogen. Quasi mit dem Ertönen der Sirene hatte Kurtis McLean vermeintlich zweimal den Puck ins Bieler Tor befördert – nach Konsultation der Videobilder anerkannte Schiedsrichter Marco Prugger den Treffer indes nicht. Er sagte, bei McLeans erstem Versuch habe die Scheibe die Torlinie nicht vollumfänglich überquert, der zweite Schuss sei Sekundenbruchteile nach Ablauf des Spiels erfolgt. Die Fernsehbilder, welche Prugger nicht einsehen durfte, wiesen jedoch eher darauf hin, dass der «erste Treffer» hätte zählen müssen.
Langnau-Trainer John Fust meinte: «Wer die TV-Bilder anschaut, hat keine Zweifel. Der Puck war im Tor, und es waren noch ein paar Zehntelsekunden zu spielen. Das ist sehr frustrierend.» Mangels Erfolgsaussichten verzichteten die Langnauer darauf, Protest einzulegen. Ihr Ärger war verständlich, zumal der 1:1-Ausgleich Biels wohl nicht hätte zählen dürfen. Vor Bordeleaus Treffer war McLean in der neutralen Zone gefoult worden.
Vertauschte Rollen
Wegen der turbulenten Endphase ging anderes fast vergessen. So absolvierte Tigers-Verteidiger Jörg Reber sein 1000.Nationalligaspiel, derweil der Tscheche Vojtech Polak ein gelungenes Debüt für Langnau gab. Und weil Fust erstmals in dieser Saison vier ausländische Feldspieler einsetzte, erhielt Goalie Urban Leimbacher den Vorzug gegenüber Robert Esche. Der Coach sprach von einer «Aufstellungsvariante». Seine Equipe hatte offensiv überzeugt; die Partie hätte sie aufgrund des Chancenplus im Mitteldrittel (14:7 Schüsse) gewinnen müssen.
Wenig überraschend präsentierte sich Biel-Trainer Kevin Schläpfer nach dem Derby bestens gelaunt. Dass mit Servette und den ZSC Lions zwei Konkurrenten auch siegten, tat seiner Laune keinen Abbruch. «Wir machen Schritt für Schritt in Richtung Playoffs, darauf dürfen wir stolz sein.» Schläpfer gab zu, dass der Sieg glücklich zustande kam. «Es ist das Glück, das Langnau letztes Jahr hatte. Damals waren wir vom Pech verfolgt. Die Rollen haben sich vertauscht.»
Jenni-Transfer kein Thema
Bei den Tigers läuft die Kader-planung für nächste Saison. Am Spengler-Cup war das Gerücht entstanden, Klotens Marcel Jenni könnte nach Langnau wechseln. Gemäss Sportchef Ruedi Zesiger ist ein Transfer des Stürmers aber ausgeschlossen. Jenni sei nie kontaktiert worden.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 03.01.2012, 07:41 Uhr
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2 Kommentare
Die Tigers sind selber Schuld, hätte man im 2 Drittel auf 3:1 oder gar 4:1 erhöht müsste man nicht dem nicht gegebenen Tor nachweinen. Chancen hatten sie genug um das Spiel vorher zu entscheiden. Das Langnau abgeschlagen auf einem Playoutplatz liegt ist nicht das Problem der Schiris. Vielmehr ist es ihr eigenes Unvermögen. Ich mag Biel die 3 Punkte gönnen. Lieber Biel in den Playoffs als Genf. Antworten

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