Johann Morant folgt Larry Huras nach Lugano
Von Adrian Ruch. Aktualisiert am 01.12.2011 1 Kommentar
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Verteidiger Johann Morant hat beim HC Lugano einen Zweijahresvertrag unterzeichnet. «Wir hätten ihn gerne behalten», gibt Sven Leuenberger zu. Der Sportchef des SC Bern war sich mit dem Franzosen, der aufgrund seiner Schweizer Lizenz das Ausländerkontingent nicht belastet, grundsätzlich einig gewesen, als Larry Huras entlassen wurde. In der Folge spielte der derzeit an einer Schulterverletzung laborierende Morant auf Zeit. «Larry hat ihm den Wechsel nach Lugano schmackhaft gemacht und ihm mehr Eiszeit versprochen», sagt Leuenberger. Der Lugano-Cheftrainer widerlegt diese These nicht: «Wir haben nicht viele Spieler, die körperlich Präsenz markieren. Morant komplementiert mit seinen Fähigkeiten unsere Abwehr ideal; ich kann ihn mir gut neben Petteri Nummelin, Julien Vauclair oder Steve Hirschi vorstellen.»
Leuenberger und Huras schätzen den 25-Jährigen ähnlich ein. Sie halten Morant noch nicht für einen überdurchschnittlichen NLA-Verteidiger, attestieren ihm aber Potenzial und eine gute Arbeitseinstellung. Offenbar hat ihm Huras glaubhaft dargelegt, dass er beim HC Lugano in einem der ersten drei Verteidigerpaare eingesetzt wird, während er beim ausgeglichener besetzten SCB in der Hierarchie weiter hinten stünde. «Das war wohl der Schlüsselpunkt bei seiner Entscheidung», meint der derzeitige HCL- und ehemalige SCB-Coach.
Kparghai wohl zu teuer
Wie schon im Fall von Etienne Froidevaux, der im kommenden Winter das Trikot der SCL Tigers tragen wird, ist es Leuenberger nicht gelungen, einen relativ jungen Akteur zum Bleiben zu bewegen. Für den Sportchef ist das kein Beinbruch: «Wenn einer glaubt, das Gras sei anderswo grüner, kann ich nichts machen.» Er plane, die nächste Saison mit zwei ausländischen Verteidigern in Angriff zu nehmen. «Insofern sind in der Abwehr schon acht Plätze vergeben, wir stehen also nicht unter Druck.»
Obwohl Dominic Meier nach der langen Verletzungspause seine frühere Form bisher nicht gefunden hat, will Leuenberger nur einen neunten Verteidiger verpflichten, wenn sich ein Sonderangebot ergibt. Der frühere SCB-Junior Clarence Kparghai, dessen Vertrag beim EHC Biel ausläuft, wäre laut Leuenberger «wohl zu teuer». Auch bei der Besetzung des Sturms sieht er sich nicht gezwungen, Aktionismus zu entwickeln. «Die Top-9-Stürmer haben wir schon unter Vertrag.» Joël Vermin habe sich prächtig entwickelt, und Christoph Bertschy habe seine NLA-Tauglichkeit bewiesen. «Weil wir Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einbauen, müssen wir weniger Transfers tätigen.»
(Berner Zeitung)
Erstellt: 01.12.2011, 07:17 Uhr
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1 Kommentar
sven leuenberger irritiert mich, 2 gute junge spieler werden einfach abgegeben und die "alten" , die bald einmal wirklich zu alt sind denen gibt man rentenverträge.......es scheint, dem scb geht es zZt wieder "zu gut" und dann soll kparghai von biel zu teuer sein (?) also herr leuenberger, m.e. ist das wohl der günstigste der zu haben ist, zu teuer sind topverteidiger, und das ist der kaum... Antworten

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