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Eine Reaktion auf das Startspiel ist gefordert

Die SCL Tigers haben im heutigen Heimspiel einen klaren Auftrag: Korrektur der inakzeptablen Leistung in Rapperswil.

Konstantin Kuraschew: Das Team des Tiger-Chefcoachs muss gegen die Rapperswil-Jona Lakers eine Reaktion zeigen.

Konstantin Kuraschew: Das Team des Tiger-Chefcoachs muss gegen die Rapperswil-Jona Lakers eine Reaktion zeigen. (Bild: Hans Wüthrich)

Was ist bloss in diese Langnauer gefahren? Was wollen sie eigentlich? Diese und andere Fragen drängten sich während des ersten, mit 0:3 verlorenen Auswärtsspieles in Rapperswil auf. Eine Mannschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, den für sie so wichtigen Kampf um den Ligaverbleib möglichst rasch zu beenden, tritt ganz anders auf – emotionsgeladener, disziplinierter, entschlossener, konzentrierter und mit einer klaren Linie. Doch von diesen Erfolgsvoraussetzungen war am Dienstag viel zu wenig bis gar nichts zu sehen. Erstmals seit Mitte Januar konnten die Langnauer in ihrer bestmöglichen Besetzung antreten, das heisst auch mit Sven Helfenstein und Claudio Moggi. Daraus vermochten sie gegen die stark ersatzgeschwächt ohne Riesen, Burkhalter, Guyaz, Blatter und Raffainer antretenden St.Galler keinen Profit zu ziehen.

Der Einzige, der getan hat, was in einem Spiel von derartiger Bedeutung zu tun ist, war Benjamin Conz. Der erst 18-jährige Torhüter wehrte 93,8 Prozent der Schüsse ab – ein Spitzenwert, den eine Mannschaft mit einer Normalleistung in der Regel zum Sieg verwertet.

Ruhiger Abend für Weber

Christian Weber, bis Mitte Januar Headcoach der SCL Tigers und seit der Olympiapause Trainer der Rapperswiler, verbrachte einen unerwartet ruhigen Abend. Er musste seinem Stellvertreter an der Bande, Roger Bader, während des Spieles per Funk kaum einmal «dazwischenfunken». Seiner Mannschaft genügte eine durchschnittliche Leistung, um in der Best-of-7-Serie mit 1:0 in Führung zu gehen. «Es war ein glanzloser Sieg», bestätigte Rapperswils Stürmer Sébastien Reuille den allgemeinen Eindruck. «Wir haben gekämpft und versucht, so gut wie möglich zu spielen. Von den Langnauern habe ich ehrlich gesagt mehr erwartet. Sie werden in ihrem ersten Heimspiel ganz bestimmt eine Reaktion zeigen. Darauf müssen wir vorbereitet sein.»

Eine Niederlage im ersten Spiel einer Best-of-7-Serie ist keine Vorentscheidung, aber sie darf auch nicht unterschätzt werden. Das 0:3 in Rapperswil setzt die Langnauer unter zusätzlichen Erfolgsdruck. Im Klartext: Von den sechs restlichen Spielen dürfen sie nur noch zwei verlieren, müssen aber (bei nur drei Heimspielen) deren vier gewinnen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.03.2010, 07:45 Uhr

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