Durchhalteparolen nach dem Wochenende der Ernüchterung
Von Philipp Rindlisbacher. Aktualisiert am 28.11.2011 2 Kommentare
Stichworte
NLA
50. Runde
| 25.02. | Bern - Ambri | 1 : 4 |
| 25.02. | Biel - Davos | 1 : 4 |
| 25.02. | Kloten Flyers - Fr. Gotteron | 3 : 2 |
| 25.02. | SCL Tigers - Rapperswil-Jona Lakers | 1 : 3 |
| 25.02. | ZSC Lions - Servette | 3 : 0 |
| 25.02. | Zug - Lugano | 0 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U+ | U- | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Zug | 50 | 24 | 8 | 10 | 8 | 173:131 | 98 |
| 2. | Davos | 50 | 27 | 7 | 3 | 13 | 155:117 | 98 |
| 3. | Fr. Gotteron | 50 | 26 | 6 | 4 | 14 | 156:120 | 94 |
| 4. | Kloten Flyers | 50 | 27 | 2 | 6 | 15 | 158:117 | 91 |
| 5. | Bern | 50 | 23 | 6 | 6 | 15 | 153:130 | 87 |
| 6. | Lugano | 50 | 21 | 5 | 6 | 18 | 152:150 | 79 |
| 7. | ZSC Lions | 50 | 19 | 8 | 4 | 19 | 136:129 | 77 |
| 8. | Biel | 50 | 19 | 4 | 3 | 24 | 114:128 | 68 |
| 9. | Servette | 50 | 16 | 5 | 9 | 20 | 117:126 | 67 |
| 10. | SCL Tigers | 50 | 13 | 5 | 3 | 29 | 124:166 | 52 |
| 11. | Ambri | 50 | 10 | 6 | 7 | 27 | 102:153 | 49 |
| 12. | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 12 | 1 | 2 | 35 | 99:172 | 40 |
Dossiers
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Regungslos stand Langnaus Coach John Fust während des Schlussdrittels an der Bande, die Arme verschränkt, die Miene versteinert. Was seine Spieler boten, stimmte ihn gewiss nachdenklich. Wenig später stapfte er mit gesenktem Haupt in die Kabine. 0:5 lautete das Verdikt aus Sicht der SCL Tigers, und so ernüchternd es klingt, sie waren mit diesem Ergebnis noch gut bedient. Hätten die Stadtberner im Abschluss konsequenter agiert, für Langnau hätte der Sonntag desaströs geendet. Bei den Gästen mangelte es an Ideen, an Leidenschaft, an Disziplin.
Nach der Partie sah sich John Fust mit allerlei kritischen Fragen konfrontiert. Sachlich und ruhig formulierte er Sätze wie «bei uns ist derzeit niemand zufrieden» und «wir wissen, dass wir viel besser spielen müssen». Der Kanada-Schweizer meinte weiter, der schlechteste Berner Block sei stärker gewesen als Langnaus bester. Er sagte aber auch, seine Mannschaft sei bereit gewesen und habe sich in der Startphase viele Chancen erarbeitet. Dies war jedoch eine exklusive Sicht der Dinge.
Shorthander Nummer 6 und 7
Die Fakten sprechen nach etwas mehr als dem halben Qualifikationspensum jedenfalls gegen die Emmentaler. Sie sind auf Rang 11 abgerutscht, der Rückstand auf den letzten Playoff-Platz ist auf sieben Punkte angewachsen. Der Glaube, die Playoffs erreichen zu können, sei aber noch immer vorhanden, erklärte Fust. «Wir müssen nun aber endlich eine Siegesserie starten.»
Um diese zu realisieren, bedarf es einer markanten Steigerung. Am Wochenende enttäuschten die Tigers nicht nur in Bern, sondern auch rund 20 Stunden zuvor vor eigenem Publikum gegen stark ersatzgeschwächte Kloten Flyers. Sie unterlagen dem diesjährigen Playoff-Finalisten 3:4, ein Shorthander leitete die Niederlage ein. Es war in dieser Saison bereits der sechste Gegentreffer in Überzahl – gegen Bern sollte Nummer 7 folgen.
Esches Déjà-vu
Für die SCL Tigers geht es nun Schlag auf Schlag weiter. In den nächsten zwölf Tagen bestreiten sie sechs Partien. «Wir haben ein Horrorwochenende hinter uns. Jeder muss nun vor der eigenen Türe wischen und sich bewusst werden, was er ändern muss», meinte Angreifer Lukas Haas. Die Stimmung innerhalb des Teams sei zwar nach wie vor gut, der Frust aber grösser und das Selbstvertrauen geringer als auch schon.
Dagegen will John Fust in den nächsten Tagen mit Einzelgesprächen ankämpfen. Aufmunternde Worte verträgt gewiss Goalie Robert Esche. Wie im ersten Derby in der Postfinance-Arena vor zwei Monaten wurde der Kanadier ausgewechselt; nach dem 0:4 in der 29.Minute ersetzte ihn Urban Leimbacher. Zuvor hatte Esche am zweiten und dritten Gegentor die Hauptschuld getragen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 28.11.2011, 07:17 Uhr
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