Zwei Schweizer rächen Lucien Favre
Von Stephan Roth. Aktualisiert am 17.10.2009
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Nach seiner Entlassung und Medienkonferenzen in Berlin und Baar, in denen er hauptsächlich eingeräumt hatte, dass es ein Fehler gewesen war, im Sommer in Berlin zu bleiben, hatte Lucien Favre zuletzt viel Prügel einstecken müssen. Der «Berliner Kurier» kolportierte gar die Geschichte, dass der Schweizer Trainer Hertha-Sportchef Michael Preetz dazu ermuntert habe, ihn zu entlassen. Derzeit versuchen die Berliner zudem, die Abfindung wegen Favres Äusserungen von über einer Million Euro zu drücken. Am Montag soll es zu Verhandlungen darüber kommen.
Sportlich ist Hertha nach der Favre-Entlassung mit dessen Nachfolger Friedhelm Funkel noch keinen Schritt vorwärts gekommen. Nach der Heimniederlage gegen den Hamburger SV vor der Länderspielpause verlor der Tabellenletzte am Samstag beim vormaligen Tabellennachbarn 1. FC Nürnberg 0:3.
Gygax traf in seinem ersten Bundesliga-Spiel
Dabei wurden zwei Schweizer zu den Rächern von Lucien Favre. In der 18. Minute war es Daniel Gygax, der nach einem Abpraller zum 1:0 für den Aufsteiger traf. Der Flügelstürmer, den Favre beim FC Zürich zum Nationalspieler geformt hatte, war bisher in Nürnberg in dieser Saison noch nicht zum Zug gekommen. Doch als er nun erstmals in der Bundesliga seine Chance erhielt, schlug er zu.
Auch die beiden weiteren Treffer der Nürnberger, die davor dreimal in Folge verloren hatten, schoss ein Schweizer: Der ehemalige Schaffhausen-Stürmer Albert Bunjaku (25), der gross aufspielte und sich die Socken wund lief.
«Die Mannschaft hat nichts von dem umgesetzt, was ich mir vorgestellt hatte», sagte der enttäuschte Funkel auf «Sky». «Jetzt hilft nur arbeiten, arbeiten, arbeiten.» Ähnliche Sätze hatte man in den letzten Monaten auch von Favre gehört. Steve von Bergen, der Schweizer in Berliner Diensten, sagte, dass die Berliner «nicht um die Ehre des Trikots gekämpft» hätten. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.10.2009, 18:08 Uhr









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