YB vollführte Kraftakt für den Königstransfer
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 27.01.2012 77 Kommentare
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YB-CEO Ilja Kaenzig wiegelte gestern Abend noch ab: «Erst wenn der Papierkram erledigt und alles abgeschlossen ist, stossen wir alle gemeinsam an.» Doch am Donnerstag war klar: Kurz bevor die internationale Wechselperiode am 31.Januar endet, ist den Young Boys der Königstransfer gelungen. Mit Raúl Bobadilla unterschreibt heute ein Stürmer mit klingendem Namen einen Vertrag bei den Bernern. Der Argentinier hat sich von den Mitspielern bei Borussia Mönchengladbach verabschiedet. Bobadilla dürfte sich für vorerst zweieinhalb Jahre verpflichten.
Zwischen 2007 und 2009 erzielte Bobadilla für die Grasshoppers in 47 Spielen 26 Treffer. Bei seiner nächsten Station in Mönchengladbach in der Bundesliga tat sich der 24-Jährige dann schwerer. Für die Rückrunde der letzten Saison war er an Aris Saloniki in Griechenland ausgeliehen. In der Vorrunde der laufenden Spielzeit kam er unter Trainer Lucien Favre 15-mal für Mönchengladbach zum Einsatz und erzielte ein Tor.
Den YB-Verantwortlichen ist nicht entgangen, dass Bobadilla in der Vergangenheit auch mit Ausflügen ins Nachtleben für Aufsehen sorgte. «Er ist reifer geworden. Wir sind sicher, dass wir wissen, wie wir mit ihm umgehen müssen», sagt Kaenzig und wertet es als gutes Zeichen, dass Bobadilla mit seiner Freundin nach Bern ziehen wird.
In den vergangenen Tagen hatte sich Kaenzig zurückhaltend gezeigt, wenn er auf den Stand seiner Stürmersuche angesprochen wurde. Dass sich die Gespräche mit Mönchengladbach und Bobadilla positiv entwickelten, verschwieg er. FC-Luzern-Präsident Walter Stierli hingegen erzählte gleichzeitig jedem, den es interessierte, wie gross das Interesse des FCL an dem Stürmer sei. Auch der FC Zürich und Bundesligist Mainz beschäftigten sich offenbar mit Bobadilla. «Wenn es ihm ums Geld gegangen wäre, hätte er in Mönchengladbach bleiben müssen», sagt Kaenzig. «Für uns sprechen unsere Ambitionen.»
Scott Sutter nach Blackburn?
Sechs Millionen Franken hat Mönchengladbach 2009 an GC bezahlt. Der Bundesligist möchte einen stattlichen Teil dieser Summe zurückerhalten – die Rede ist von über zwei Millionen Franken. Der fünfte Zuzug in der Winterpause nach Matias Vitkieviez, Josh Simpson, Alexander Gonzalez und Josef Martinez ist für die Young Boys daher ein enormer Kraftakt. Bewältigen können sie ihn bloss, weil die Brüder Hans-Ueli und Andy Rihs sowie Benno Oertig als YB-Investoren Geld zur Verfügung stellen, das nicht im Jahresbudget enthalten ist. «Es spricht für die Weitsicht der Investoren, dass sie dazu bereit sind», sagt Kaenzig.
Allenfalls sorgt Scott Sutter bald für Entlastung im YB-Etat. Der von Trainer Gross wenig geschätzte Aussenverteidiger war nach Marco Schneuwly (zu Thun) und François Affolter (Bremen) der dritte YB-Akteur, der das Trainingslager in Cala de Mijas verliess. Die Blackburn Rovers, derzeit Drittletzter der Premier League, hatten Sutter zum Probetraining eingeladen. Vor ein paar Tagen in Spanien hatte Sutter, der in England aufgewachsen ist, gesagt, er träume von der Rückkehr in seine alte Heimat. (Berner Zeitung)
Erstellt: 27.01.2012, 08:00 Uhr
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77 Kommentare
Die ewigen Stänkerer nach jeder Entscheidung, die YB nun unternimmt, um (endlich) Erfolg zu haben, sind so mühsam. YB versuchts jetzt halt so (mit Ausländern) die Qualität zu erhöhen. Gehört zum internationalen Geschäft übrigens. Nachwuchsspieler werden schon folgen, wenn endlich mal ein erfolgreiches und gefestigtes Team steht. Die Herren (Hasler/Gross) sind nicht dumm, liebe Freunde. Antworten
Super Transfer für Super League Verhältnisse! Der gesuchte und in der Vorrunde vermisste Strafraumstürmer ist nun gefunden. Good Luck Raul! @ Geni Meier, ist man nun mit 24 Jahren schon ein überteuerter Altstar? Ahnung vom Fussball scheinen sie nicht zu haben.... Antworten
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