Wettskandal am Gold Cup – Verhaftungen in Asien
Von Oliver Thommen. Aktualisiert am 21.06.2011
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Gold Cup
Halbfinals
22. Juni, 01.00 Uhr (CET):
USA – Panama
22. Juni, 04.00 Uhr (CET):
Mexiko – Honduras
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Im Moment findet in den USA der Gold Cup statt. Dieser ist die Meisterschaft der mittel- und nordamerikanischen Nationen. Die Fifa, die Concacaf und Interpol mussten laut Goal.com berichten, dass drei Spiele des Gold Cup in Verdacht stehen, fingiert worden zu sein. Einmal mehr stehen asiatische Wettanbieter im Verdacht.
Im Fokus stehen folgende Partien: Mexiko gegen El Salvador (5:0), gegen Kuba (5:0) und gegen Grenada (4:0), Costa Rica gegen Kuba (5:0) und Guatemala gegen Grenada (4:0). Zwei Partien, die mit 5:0 endeten, und eine Partie mit einem 4:0-Ergebnis könnten betroffen sein, da grosse Summen auf ein hohes Endergebnis gesetzt worden sind.
Festnahmen in Asien
Derweil konnte dank Informationen der Fifa in Malaysia der aus Singapur stammende Rajendran Kurusamy verhaftet werden, der in die Verfälschung von U-20-Spielen verwickelt sein soll. Auch dessen Landsmann Wilson Raj Persumal wurde festgenommen. In der internationalen Aktion gegen Wettbetrug wurden zudem neun Spieler aus Zambia und Georgien festgenommen.
Die Festnahmen zeugen nicht nur von intensivierten Ermittlungen der Polizeibehörden, sondern sind auch dem neuen Frühwarnsystem der Fifa zu verdanken. Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Freundschaftsspiel zwischen Argentinien und Nigeria (1:4), bei welchem die Gauchos in der 98. Minute noch ein Tor erzielten, ebenfalls unter Betrugsverdacht steht. In den letzten zehn Minuten sollen über eine Million Franken auf ein weiteres Tor gewettet worden sein, der nigerianische Schiedsrichter Ibrahim Chuaibu hatte statt fünf über acht Minuten nachspielen lassen und einen umstrittenen Elfmeter gegeben.
Mexiko von Doping betroffen
Eine Schreckensnachricht am Gold Cup erreichte Mexiko. Fünf seiner Spieler wurden wegen verbotener Dopingsubstanzen vom Wettbewerb ausgeschlossen. Bei den betroffenen Spielern wurde Clenbuterol im Körper festgestellt. Die Concacaf erlaubte dem mexikanischen Verband, wegen force majeure die Spieler zu ersetzen, da diese nicht willentlich dopten. Wahrscheinlich hatten sie mexikanisches Fleisch verzehrt, das wegen Überzüchtung oft mit der Substanz verunreinigt ist. Am Samstag begann in Mexiko die U-17-Weltmeisterschaft. Dopingbehörden warnten die teilnehmenden Nationen schon vor Beginn der U-17-WM vor dem Verzehr von mexikanischem Fleisch.
Mexiko wird am Mittwoch gegen Honduras den Halbfinal bestreiten. Im anderen Halbfinal stehen sich die USA und Panama gegenüber. In der Gruppenphase haben die Mittelamerikaner gegen die US-amerikanische Auswahl mit 2:1 gewonnen, konnten sich aber im Viertelfinal gegen El Salvador erst im Elfmeterschiessen für die Runde der letzten vier qualifizieren. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.06.2011, 10:03 Uhr
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