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Wettskandal: 28 Spiele in der Schweiz werden untersucht
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 20.11.2009 5 Kommentare
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Die Staatsanwaltschaft in Bochum ermittelt seit rund einem Jahr gegen die international agierende Betrugsbande. Rund 200 Partien in neun Ländern stehen im Verdacht, manipuliert worden zu sein – oder mindestens soll versucht worden sein, Einfluss auf den Ausgang der Partie zu nehmen. Mindestens 200 Personen sind in den Wettskandal involviert. Bisher wurden 15 Personen in Deutschland verhaftet.
Die beiden Personen in der Schweiz wurden am Donnerstag in einer international koordinierten Polizeiaktion mit Beteiligung der Bundeskriminalpolizei verhaftet, wie die Bundesanwaltschaft (BA) am Freitag bestätigte. Die Bundesanwaltschaft vollziehe im Zusammenhang mit Sportwetten auf manipulierte Fussballspiele ein Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Bochum. Im gleichen Zusammenhang führe die BA seit dem vergangenen 12. November ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren. «Mit Rücksicht auf die laufenden Untersuchungen und um die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden nicht zu gefährden, können zur Stunde keine weiteren Angaben zum Verfahren gemacht werden», teilte die BA mit.
Genauere Angaben wollte auch die Staatsanwaltschaft in Bochum auf Anfrage nicht machen. An einer Medienkonferenz am Freitagnachmittag im deutschen Bochum verteilte die dortige Staatsanwaltschaftein Liste der betroffenen Länder und Spiele. Sie machte das ganze Ausmass des Skandals erst fassbar. In der Schweiz ist es mutmasslich in 28 Spielen zu versuchten und/oder vollendeten Manipulations- respektive Betrugshandlungen gekommen. 22 Spiele der Challenge League und sechs Vorbereitungsspiele sind im Visier der Fahnder.
Auch Europa League und Champions League betroffen
In Deutschland sind 32 Partien betroffen. Dazu kommen Spiele in Belgien, Kroatien, Slowenien, Türkei, Ungarn, Bosnien und Österreich. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass bei einem Länderspiel zur Qualifikation der U-21-EM manipulativ eingegriffen werden sollte (siehe Tabelle). Oft wurden Spiele tieferer Ligen manipuliert.Doch selbst auf höchster Stufe soll betrogen worden sein. Die Bochumer Staatsanwaltschaft spricht von mindestens zwölf Spielen bei der Europa League und drei Partien der Champions League.
Zur Tätergruppe gehört offenbar ein kroatisches Brüderpaar, das bereits in den Hoyzer-Skandal von 2004 verwickelt war. Sie wurden gemäss Medienberichten am Donnerstag verhaftet und sollen mit den manipulierten Spielen bei Wetten in Asien und Europa insgesamt zehn Millionen Euro erschwindelt haben.
Offenbar kein Zürcher Club involviert
Die Behörde rechnet aber mit einem noch höheren Schaden. «Das ist nur die Spitze des Eisbergs», sagte Ermittlungsleiter Andreas Bachmann. Peter Limacher, der Leiter der Uefa-Disziplinarabteilung, sprach vom «zweifellos grössten Betrugsskandal, den es im europäischen Fussball jemals gegeben hat».
Dem leitenden Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Andreas Eckert, war kein Betrugsfall bekannt, in den ein Zürcher Club involviert war. «Wir hätten davon erfahren», betont er gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.11.2009, 18:29 Uhr
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5 Kommentare
tun wir nicht heiliger als wir sind: es wird doch überall betrogen, so auch im fussball. mich jedenalls wundert nichts mehr. mensch bleibt mensch, ob hemd und kravatte oder kurze hose und fussballschuhe macht keinen unterschied. oder sind Sie, werter leser, noch nie betrogen worden? Antworten
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conni bauer
Habs ja immer gesagt, Fussball ist mit Abstand der gefährlichste und zugleich dümmste Sport den es überhaupt gibt. In vielen Fussball- und Fanclubs tummeln sich leider Schläger, Profilneurotiker, Betrüger und Geldmacher, eigentlich sehr schade, es wird beinahe wöchentlich schlimmer und schlimmer...alles schaut einfach nur zu...armseliger Fussball! Antworten