Wer erbt das Nkufo-Leibchen?
Aktualisiert am 02.09.2010 5 Kommentare
Kein Staatsgeld für AFG-Arena
Der finanziell angeschlagene Fussball-Club St. Gallen und die überschuldeten AFG-Arena-Gesellschaften haben am Mittwochabend Toni Brunner auf den Plan gerufen. Der Präsident der SVP Schweiz sagte in Ernetschwil vor den Delegierten der SVP St. Gallen: «Die SVP muss klipp und klar Nein sagen.»
Es gehe nicht an, dass der Kanton St. Gallen neben der Kultur jetzt auch noch den FC St. Gallen mit Geld aus der Staatskasse unterstütze, sagte der Toggenburger Nationalrat auf ein kritisches Votum aus der Versammlung. Brunner erhielt Applaus. Michael Götte, Präsident der SVP-Kantonsratsfraktion, hatte zuvor gesagt, man müsse bei diesem Geschäft die Emotionen im Griff behalten.
Die Regierungen von Stadt und Kanton St. Gallen beantragen den Parlamenten, den FC St.Gallen und die AFG-Arena-Gesellschaft mit insgesamt sechs Millionen Franken wieder auf die Beine zu bringen. Private Investoren und Banken sollen ihrerseits rund zehn Millionen Franken beisteuern, um eine Pleite abzuwenden.
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Stürmertore sind im Schweizer Nationalteam eine Rarität geworden. Seit zehn Spielen hat kein Angreifer mehr einen Treffer für die Schweizer Nationalmannschaft geschossen. Letztmals glückte dies Alex Frei und Eren Derdiyok genau vor einem Jahr in Riga gegen Lettland. Seither fielen zwar noch sieben Tore für die Schweiz, erzielt wurden sie jedoch allesamt von Verteidigern oder Mittelfeldspielern. Zuletzt war Debütant Moreno Costanzo im Spiel gegen Österreich an der Reihe.
Gegen Australien geht am Freitag in St. Gallen die Suche nach einem zusätzlichen Skorer neben Rekordtorschütze Frei weiter. Nationalcoach Ottmar Hitzfeld hat bereits angekündigt, Albert Bunjaku von Beginn weg stürmen zu lassen. Der Nürnberger freut sich riesig auf sein erstes Spiel für die Schweiz von Beginn weg. «Ich habe vom Trainer persönlich noch nicht gehört, dass ich beginnen werde, aber wenn er das so gesagt hat, freue ich mich natürlich sehr. Bisher konnte ich noch nie von Beginn zeigen, was ich kann.»
Auch Derdiyok macht sich Hoffnung
Bunjaku will die Chance am Schopf ergreifen und sich bei Hitzfeld auch für das England-Spiel am Dienstag aufdrängen. «Das wäre natürlich eine Riesensache, gegen einen solchen Gegner stürmen zu dürfen.» Die neue Bundesliga-Saison hatte für Bunjaku nicht wunschgemäss begonnen. Er verletzte sich in der Vorbereitung und hat damit leichten Trainingsrückstand. «Ich brauche noch eine Woche, dann habe ich diesen Rückstand wettgemacht.»
Neben Bunjaku machen sich auch Eren Derdiyok und Marco Streller Hoffnungen auf das «Nkufo-Leibchen». Während Derdiyok, der am Wochenende für Bayer Leverkusen bei der 3:6-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach ein Tor erzielte, gestern im Training voll mittat, widmete sich Streller im Teamhotel weiter seiner Einzeltherapie, um die verhärtete Oberschenkelmuskulatur zu lockern. Gestern stand für den Basler Radfahren und Wassergymnastik auf dem Programm.
11'000 Tickets abgesetzt
Nach seiner geplanten Spezialtherapie für den havarierten Fussknöchel am Dienstag, absolvierte dagegen Alex Frei gestern das gesamte Training mit der Mannschaft. Hitzfeld will den aktuellen Torschützenleader der Super League gegen Australien nur eine Halbzeit einsetzen, damit er gegen die Engländer voll angreifen kann.
Bevor die Nationalmannschaft gestern Nachmittag in Freienbach trainierte, hatte Hitzfeld überraschend nach dem Mittagessen noch eine Videositzung anberaumt. Im Training dann wurden verschiedene Spielformen geübt, die gegen Australien zum Erfolg führen sollen. Hitzfeld hatte sich den ozeanischen WM-Teilnehmer als Gegner ausgesucht, weil dieser einen ähnlichen Powerfussball wie die Engländer spielt.
Für das Spiel am Freitag wurden bis Mittwochmittag 11'000 Tickets abgesetzt. Die AFG-Arena in St. Gallen ist damit noch nicht ausverkauft. Auch für das England-Spiel am Dienstag in Basel sind noch Eintrittskarten erhältlich. Rund 1000 Tickets können ab sofort an den Ticketcorner-Verkaufsstellen erstanden werden. (bru/si (René Baumann))
Erstellt: 01.09.2010, 22:24 Uhr
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5 Kommentare
Für mich unverständlich, würde Hitzfeld nicht auf Streller neben Frei setzen. Der Grund ist ganz einfach - die beiden harmonieren hervorragend, spielen im gleichen Verein, wissen genau, wie der andere tickt, was speziell gegen einen Gegner wie England doch ein wichtiger Pluspunkt sein muss Antworten
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