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Trainer-Millionär fühlt sich unterbezahlt

Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 20.08.2010 6 Kommentare

Bei Schalke 04 streicht Trainer Felix Magath umgerechnet 7 Millionen Franken im Jahr ein. Trotzdem sagt er, sein Salär sei zu tief. Für die Fans des Arbeiterklubs ist dies eine Provokation.

Schalke-Coach Magath verdient 258-mal mehr als ein Arbeiter in seiner Heimat.

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Bild: Keystone

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Rauls Empfang auf Schalke

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Der erste offizielle Auftritt des neuen Stars der Bundesliga.

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In einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» erklärte Magath, er habe sich in seiner Zeit beim FC Bayern von 2004 bis 2007 unter Wert verkauft. «Wenn sie mich fragen, verdiene ich immer zu wenig - auch jetzt», fügte er an. «Es ist ja nicht so, dass wir aus Romantik zusammen Fussball spielen. Natürlich schauen alle nach dem Geld. Im Profifussball geht es immer nur ums Geld. Das muss man sich eingestehen.»

In den Ohren der Schalker Anhänger, müssen Magaths Äusserungen wie blanker Hohn klingen. Für viele von ihnen kommt der FC Schalke 04 einer Religion gleich. Um bei den Spielen der Königsblauen dabei zu sein, opfern sie einen Grossteil von jenem Geld, das nach Miete, Krankenkasse und Essen noch übrig bleibt. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen, in dem das Schalker Stadion steht, verdient ein Arbeiter im Monat etwa 1700 Euro netto, das sind umgerechnet rund 2260 Franken oder 258-mal weniger als der angeblich unterbezahlte Magath überwiesen bekommt.

Schalke drücken 332 Millionen Franken Schulden

Magaths Haltung zum Geld teilen offenbar auch seine Spieler. Wie der frühere deutsche Internationale erklärte, war nur ein einziger Profi bereit, im Zuge der Finanzkrise freiwillig auf einen Teil seines Salärs zu verzichten. Das durchschnittliche Gehalt der Profis des amtierenden Vizemeisters beträgt nach Magaths Angaben ohne Prämien umgerechnet 97'000 Franken, vor seinem Amtsantritt habe es um über 30'000 Franken höher gelegen.

Gemessen an den Schulden, die Schalke 04 drücken, sind diese Einsparungen allerdings recht gering. Laut übereinstimmenden deutschen Medienberichten soll der Klub aus Gelsenkirchen mit 250 Millionen Euro in der Kreide stehen. Das sind 332 Millionen Franken. Und Magath fordert noch immer Verstärkungen, zuletzt soll Schalke dem englischen Liga-Krösus Manchester City für den Brasilianer Robinho 35 Millionen Euro geboten haben. Einen Meistertitel haben die Schalker trotz der exorbitanten Ausgaben seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gewonnen: 1958 durften sie die Meisterschale zum letzten Mal in Empfang nehmen.

Protestbrief gegen Magaths Führungsstil

Am Samstag startet Schalke 04 mit einem Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV in die neue Saison. Eine Niederlage würde das Klima zwischen Magath und den Fans gegen den Nullpunkt abkühlen lassen. Der Schalker Fanklub-Verband forderte vom allmächtigen Trainer und Manager zuletzt gar «ein öffentliches Bekenntnis zu den demokratischen Strukturen des FC Schalke 04». Magath hatte zuvor den Fan-Beauftragten Rolf Rojek ohne Begründung an die frische Luft gesetzt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.08.2010, 19:26 Uhr

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6 Kommentare

Erich Brunner

20.08.2010, 20:03 Uhr
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Man muss das immer im Verhältniss sehen. Ein guter Trainer bringt eine Manschaft weiter. Eine gute Manschaft wird öfter im Fernsehen gezeigt und mehr Zuschauer kommen in die Stadien. Das zieht Werber an, welche viel Geld bezahlen. Dh ein Trainer sollte im Verhältniss zu den Einnahmen/Gewinn des Vereins bezahlt werden. Ich weiss ja nicht was Schalke einnimmt, aber Magath weiss es sicher ! Antworten


Vera Schneider

20.08.2010, 23:02 Uhr
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Es ist eine seltsame Zeit, in der wir Leben. Konzernleiter, Fussballtrainer, Bankmanager und Konsorten verdienen mittlerweile astronomische Löhne, sind aber trotzdem andauernd unzufrieden und haben tatsächlich das Gefühl, zu kurz zu kommen. Antworten



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