Tore am Laufmeter für Schalke, aber kein Thema für Löw
Von Peter M. Birrer. Aktualisiert am 29.03.2010 2 Kommentare
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Bundesliga
34. Runde
| 05.05. | Borussia Dortmund - SC Freiburg | 4 : 0 |
| 05.05. | Werder Bremen - Schalke 04 | 2 : 3 |
| 05.05. | Hannover 96 - Kaiserslautern | 2 : 1 |
| 05.05. | Mainz 05 - Borussia Gladbach | 0 : 3 |
| 05.05. | 1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen | 1 : 4 |
| 05.05. | VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg | 3 : 2 |
| 05.05. | 1. FC Köln - Bayern München | 1 : 4 |
| 05.05. | Augsburg - Hamburger SV | 1 : 0 |
| 05.05. | Hertha BSC - Hoffenheim | 3 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Borussia Dortmund | 34 | 25 | 6 | 3 | 80:25 | 81 |
| 2. | Bayern München | 34 | 23 | 4 | 7 | 77:22 | 73 |
| 3. | Schalke 04 | 34 | 20 | 4 | 10 | 74:44 | 64 |
| 4. | Borussia Gladbach | 34 | 17 | 9 | 8 | 49:24 | 60 |
| 5. | Bayer Leverkusen | 34 | 15 | 9 | 10 | 52:44 | 54 |
| 6. | VfB Stuttgart | 34 | 15 | 8 | 11 | 63:46 | 53 |
| 7. | Hannover 96 | 34 | 12 | 12 | 10 | 41:45 | 48 |
| 8. | VfL Wolfsburg | 34 | 13 | 5 | 16 | 47:60 | 44 |
| 9. | Werder Bremen | 34 | 11 | 9 | 14 | 49:58 | 42 |
| 10. | 1. FC Nürnberg | 34 | 12 | 6 | 16 | 38:49 | 42 |
| 11. | Hoffenheim | 34 | 10 | 11 | 13 | 41:47 | 41 |
| 12. | SC Freiburg | 34 | 10 | 10 | 14 | 45:61 | 40 |
| 13. | Mainz 05 | 34 | 9 | 12 | 13 | 47:51 | 39 |
| 14. | Augsburg | 34 | 8 | 14 | 12 | 36:49 | 38 |
| 15. | Hamburger SV | 34 | 8 | 12 | 14 | 35:57 | 36 |
| 16. | Hertha BSC | 34 | 7 | 10 | 17 | 38:64 | 31 |
| 17. | 1. FC Köln | 34 | 8 | 6 | 20 | 39:75 | 30 |
| 18. | Kaiserslautern | 34 | 4 | 11 | 19 | 24:54 | 23 |
Es ist noch gar nicht lang her, da konnte Kevin Kuranyi machen, was er wollte. Das Einzige, das er von den eigenen Fans bekam, waren Pfiffe. Er trug das Etikett «Chancentod», auf Schalke war er kein geliebter Stürmer. Kuranyi (28), geboren in Rio, stets ein akkurat geschnittenes Bärtchen tragend, erklärte jüngst: «Ich wollte nicht davonlaufen, sondern den Leuten zeigen, dass ich es kann.» Er liess sich von nichts aufhalten, auch nicht, als Hacker vor einem Jahr auf der Homepage des FC Schalke 04 die Meldung verbreiteten, der Verein habe Kuranyi freigestellt.
Erlösung nach 52 Jahren?
Die Welt des Kevin Kuranyi ist heute eine viel freundlichere. Nun skandieren sie seinen Namen, beten, dass er seinen auslaufenden Vertrag doch verlängert. Sie sind überzeugt, dass nur Kuranyi die Schalker zum ersten Meistertitel seit 52 Jahren schiessen kann. Am Wochenende übernahm S04 die Spitze – dank einer Kuranyi-Doublette zum 2:0 in Leverkusen. Bei 17 Treffern ist er angelangt. Das ist Liga-Bestwert und eine beeindruckende Zwischenmarke, die zum Lebenslauf passt.
Seit 2002 hat Kuranyi in jeder Saison zweistellig getroffen. In dieser Beziehung liegen nur zwei Stürmer vor ihm: Gerd Müller schaffte in 13 Spielzeiten mindestens 10 Treffer, Mani Burgsmüller in 9.
Kuranyi hat trotz allem eine vierjährige Anlaufzeit gebraucht, um sich in Gelsenkirchen Akzeptanz zu verschaffen. Neuen Schub gab ihm Felix Magath, der strenge Trainer, ein alter Bekannter aus gemeinsamen Stuttgarter Zeiten: «Von Magath habe ich gelernt, hart zu arbeiten.» Von ihm nimmt er Ratschläge ohne Widerstand an. Als Magath fand, Kuranyi trage die Haare zu lang, ging der Spieler zum Coiffeur. Kuranyi spürt das uneingeschränkte Vertrauen des Chefs, der sagt: «Kevin steht im Zentrum unseres Spiels.»
«Jogi, mach die Augen auf»
Alles gut also? Nicht ganz. Eine Diskussion beschäftigt Fussball-Deutschland: die Funkstille zwischen Bundestrainer Joachim Löw und Kuranyi. Vor 17 Monaten, als Deutschland in der WM-Qualifikation gegen Russland spielte, verliess der Schalker in der Pause das Dortmunder Stadion, weil er von Löw als überzählig auf die Tribüne gesetzt worden war. Kuranyi gestand später: «Ich habe einen grossen Fehler gemacht.» Löw beschloss trotzdem, ihn nie mehr aufzubieten. Er setzt nun auf Gomez, Klose und Podolski, die zusammen in dieser Saison gerade einmal 14 Tore zustande brachten.
Die Schalke-Fans riefen am Samstag: «Jogi, mach die Augen auf!» Leverkusens Trainer Heynckes sagte: «Vielleicht überdenkt Löw das Ganze noch einmal.» Und Magath? Er hält kein Klubtrainer-Plädoyer für Kuranyi, berichtet dafür von einem «zufälligen Treffen der beiden vor ein paar Wochen». Um zu schliessen: «Vielleicht sollten sie sich noch einmal zufällig über den Weg laufen.» Übrigens: Löw sass in Leverkusen im Stadion. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 29.03.2010, 09:37 Uhr
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2 Kommentare
Wohl dem, der auf so einen Spieler aus Überfluss an Alternativen verzichten kann. Bloss, wo sind sie? Klose und Podolski..... da erübrigt sich jeglicher Kommentar. Wenn aufgrund von Leistung aufgeboten wird, gehören sie zur Zeit definitiv nicht in den Kreis der Nationalmannschaft. Jeder macht mal einen Fehler. Sogar in Knast hat man irgendwann seine Zeit abgesessen.... C'mon, Jogi! Antworten
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