Sforza fordert von Captain Smiljanic eiserne Disziplin
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 15.03.2010
Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
Der ehemalige Spielmacher der Schweizer Nationalmannschaft ist ein Trainer geworden, der die Details pflegt und nichts dem Zufall überlässt. Er war einst als Profi von Aarau, GC, Bayern München, Kaiserslautern, Inter Mailand und der Nationalmannschaft zu einem Spieler der Marke Weltklasse herangereift. Sforza weiss aus eigener Erfahrung, dass diese grossartige Karriere nur dank eiserner Disziplin möglich war. Selbstdisziplin fordert der heutige Fussball-Lehrer auch von seinen Spielern.
«Das gehört sich für einen GC-Captain nicht» Captain Boris Smiljanic hatte Sforza während des Spiels gegen St. Gallen mit einer Showeinlage geärgert. Smiljanic war während des Spiels von der Seitenlinie her Richtung Mittelpunkt spaziert. Dabei hatte er den Ball aufreizend und gleich viermal jongliert. «Das gehört sich für einen Captain der Grasshoppers nicht», sagt Sforza zu Bernerzeitung.ch/Newsnet. Das sei an die Adresse des Gegners eine Provokation sondergleichen gewesen.
«Das dulde ich nicht», sagt Sforza kategorisch. Im Übrigen habe Smiljanic solche Showeinlagen gar nicht nötig. Sforza hat sich gleich nach dem Spiel und auch einen Tag danach Smiljanic zur Brust genommen. «Ansonsten bin ich mit Boris sehr zufrieden. Er ist eine Persönlichkeit, die bisher seine Vorbildfunktion als Captain und Leader absolut wahrgenommen hat», sagt Sforza. Nur wolle er solche Undiszipliniertheiten gleich im Keime ersticken. «Boris hat meine Kritik verstanden und sie auch akzeptiert», bestätigt Sforza.
Die Spieler und auch der ganze Staff müssten täglich an einem tadellosen GC-Image feilen. «Das sind wir dem Verein schuldig. GC ist eine Marke und muss deshalb ein Verein mit Stil bleiben«», sagt Sforza. «Ich will, dass sich auch die Spieler auf und neben dem Platz gentlemanlike benehmen», fordert Sforza.
Sforza tritt auf die Euphoriebremse
Nach dem Sieg in Basel holten die Grasshoppers auch gegen Aarau und St. Gallen drei Punkte. Die Zürcher, die in den Abstiegskampf verwickelt waren, sind plötzlich im Geschäft um die Europacup-Plätze. Doch Sforza tritt sogleich auf die Euphoriebremse. «Wir müssen auf dem Teppich bleiben», sagt der Aargauer. Die Mannschaft dürfe zwar ein gesundes Selbstbewusstsein der Stärke entwickeln, aber niemals abheben oder gar arrogant werden. «Wir sind physisch und mental stark», sagt Sforza. Die Mannschaft habe ein enormes Potenzial. «Das können wir über einen längeren Zeitraum aber nur abrufen, wenn wir uns im täglichen Training weiterentwickeln und viel an uns arbeiten», sagt Sforza.
Nach dem Morgentraining fuhr Sforza nach Hause und schaute sich das Spiel gegen St. Gallen in voller Länge noch einmal an. «Die Körpersprache der Spieler verraten mir in solchen Videostudiums unheimlich viel», sagt Sforza. Daraus könne er einige Schlüsse ziehen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.03.2010, 16:06 Uhr








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