Schon wieder Tor-Fehlentscheid in Deutschland
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 07.02.2010
Eigentlich begann alles irgendwie mit dem berühmten Tor im WM-Final 1966. Geoff Hurst donnerte in der Verlängerung den Ball an die Lattenunterkante, dieser Sprang vor, auf oder hinter der Linie wieder auf und zurück ins Feld. Linienrichter Tofik Bachramow und Schiedsrichter Gottfried Dienst kamen via Zeichensprache – mündlich verständigen konnten sie sich wegen sprachlicher Differenzen nicht – zum Schluss, dass der Ball hinter der Linie war. Fälschlicherweise wohl, wie spätere Analysen ergaben.
Vor knapp drei Wochen passierte das wohl bisher peinlichste Wembley-Tor. Im Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem FSV Frankfurt und dem MSV Duisburg schoss Christian Tiffert das 5:0. Der Ball prallte allerdings über einen Meter vor der Torlinie zurück ins Feld.
Der Ärger von Felix Magath
Am Samstag nun passierte in der Bundesliga das Umgekehrte. Der Kopfball von Marcelo Bordon landete hinter der Linie – wenn auch nur knapp –, wie die Bilder des «Aktuellen Sportstudios» im ZDF zeigen. Die Partie endete 0:0 und kostete Schalke 04 (unter Umständen) wertvolle Punkte im Kampf um den Titel.
Der vermeintliche Torschütze Bordon akzeptierte den Fehlentscheid sportlich: «Es ist ein komisches Gefühl, aber der Schiedsrichter kann auch Fehler machen», erklärte der Brasilianer. Ganz anders Schalkes Trainer Felix Magath. «Warum man im bezahlten Fussball, wo es um sehr viel Geld geht, nicht endlich dazu übergeht, die Hilfsmittel, die man heute zur Verfügung hätte, auch zu nutzen, mag verstehen, wer will. Ich verstehe es nicht», wetterte Magath im ZDF. Und apropos ZDF: Wetten, dass Sepp Blatter die Forderung von Magath nicht versteht? (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.02.2010, 15:14 Uhr
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