Raimondi gibt sich kämpferisch
Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 06.02.2012 1 Kommentar
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«Mändu» macht bei YB momentan eine schwierige Zeit durch. Der 31-Jährige wurde von Trainer Christian Gross bereits in der Vorrunde nur sporadisch eingesetzt und nun wurden zwei weitere Spieler verpflichtet, die auf dem Flügel zuhause sind. Am Sonntag gegen Servette gehörte der Routinier nicht einmal zum Aufgebot.
Die Ankunft von Matias Vitkieviez und Josh Simpson scheint dem Berner trotzdem keine schlaflosen Nächte zu bereiten. Solche Situationen kenne schliesslich jeder Fussballer, sagt er gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. «Neue Spieler kommen, manchmal ändert sich dadurch etwas und manchmal nicht.»
Der Trainer entscheidet
«Ich mache einfach weiterhin meinen Job und gebe mein Bestes», stellt Raimondi klar. Mehr Einfluss nehmen könne er persönlich nicht, schlussendlich sei es ja immer der Trainer, der entscheide, wer spiele. Er wisse was er könne und viel mehr gehe nicht. Er habe vor, seinen Vertrag zu erfüllen.
«Natürlich macht man sich immer Gedanken, wenn man nicht regelmässig spielt», gibt Raimondi zu. Allerdings sei für ihn ein Wechsel momentan kein ernsthaftes Thema. Dass er mit einem Abgang liebäugle habe er zwar auch gelesen, er persönlich habe sich aber nie so geäussert.
Südamerikanisches Flair
Raimondi betont, dass er sich im Team sehr wohl fühle und schwärmt vom Trainingslager in Spanien. Wie Trainer Christian Gross hat auch er bemerkt, dass die vier neuen Südamerikaner ein neues Flair ins Team gebracht haben. «Sie sind offen, lustig und tun der Mannschaft gut», glaubt Raimondi.
Der 31-Jährige zeigt sich vor allem von den beiden jungen Venezolanern beeindruckt. Diese seien in eine völlig neue Welt gereist ohne die Sprache zu können. «Ich weiss nicht ob ich das in ihrem Alter geschafft hätte», gibt er zu.
Der Titel liegt noch drin
Bis jetzt sei die Verständigung mit der spanischsprachigen Fraktion zwar noch schwer, aber das werde sich sicher noch ändern. Er selbst habe mittlerweile jedenfalls ein paar Wörter Spanisch gelernt, erklärt er schmunzelnd. Auch auf dem Rasen spüre man die neue Mentalität. «Es sind allesamt Spieler die den Ball fordern und ihn ständig an den Füssen haben wollen. Natürlich bauen sie auch gerne mal einen Trick ein.»
Raimondi ist überzeugt, dass die Mannschaft jeden Gegner schlagen kann. Er schliesst auch nicht aus, dass YB noch in dieser Saison Meister wird. Allerdings brauche es dafür natürlich auch schwächelnde Gegner und eine Portion Glück. Für sich persönlich hoffe er, dass er «einiges zur Aufholjagd beitragen» könne.
Das Gespräch mit Mario Raimondi wurde vor dem Spiel gegen Servette geführt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.02.2012, 14:07 Uhr
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