Nun ist bei YB Bewegung gefragt
Von Moritz Marthaler. Aktualisiert am 04.01.2012 18 Kommentare
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Marco Wölfli lacht im Interview. Scott Sutter witzelt mit den Journalisten. Moreno Costanzo isst einen Apfel und verneint die Frage nach der Angst vor der anstehenden Gewichtskontrolle. Die Stimmung ist gelassen beim Trainingsauftakt der Young Boys. Am Dienstagmittag haben die Spieler nach einem kurzen Footing an der Aare die erste Einheit bereits hinter sich, vor dem Essen und dem nächsten Training auf dem Kunstrasen im Neufeld bleibt Zeit für ein paar Worte mit den Medien im Kabinengang des Stade de Suisse. Im Stadion, auf dem Platz, steht Trainer Christian Gross und spricht vom «positiven Eindruck», den seine Spieler nach der Festtagspause bei ihm bereits hinterlassen hätten. Der neue Naturrasen glänzt nach dem Regen in sattem Grün, bespielbar aber ist er noch nicht.
Sutter will noch nichts wissen
Nach dem lockeren Aufgalopp wartet auf die YB-Spieler ein intensives Vorbereitungsprogramm. Christian Gross hat nach der mässig gelungenen Vorrunde forschere und forderndere Töne angeschlagen, ein erstes Politikum des YB-Trainers war der Naturrasen. Nun, nachdem die Young Boys in den ersten 18 Meisterschaftsspielen nur 26 Tore erzielt haben, fordert Gross neue Offensivkräfte. Mehrere sollen es sein, darunter kräftige, erfahrene, torgefährliche, aber auch junge. Und so sind in den nächsten Wochen auch und vor allem die Klubverantwortlichen gefordert. An der Transferfront sind bis 31.Januar Bewegungen möglich – neben den angestrebten Verpflichtungen will YB auch Personalien bereinigen.
Es gibt Akteure, die mit dem Trainerwechsel von Vladimir Petkovic zu Christian Gross an Kredit und Einsatzzeit verloren haben. Einer davon ist Mario Raimondi, in der Rückrunde war er meist nur zweite Wahl und zuweilen auch Tribünengast. «Mir ist auch klar, dass mein Beruf unter diesen Umständen weniger Spass macht», sagt er gelassen. Jedoch habe er soweit nichts von anderen Vereinen gehört, und so bleibe sein Wunsch, «bei dem Verein auf dem Platz zu stehen, wo ich unter Vertrag bin».
Etwas deftiger wurde in der Gerüchteküche bezüglich der Zukunft von Scott Sutter aufgetragen. So sollen etwa der schottische Serienmeister Glasgow Rangers oder Premier-League-Klub Wolverhampton am Aussenverteidiger interessiert sein, der in den letzten Spielen seinen Platz oft an Elsad Zverotic abtreten musste. Sutter war über Weihnachten in London und bekam die Gerüchte in den englischen Medien mit. Dass gerade ein Engagement im englischen Fussball zu seinen Kindheitsträumen zählt, daraus macht Sutter keinen Hehl. Er sagt jedoch: «Den Konkurrenzkampf habe ich bei YB angenommen, und solange nichts konkret wird, gilt meine Konzentration dieser Aufgabe.»
«Restposten» bei YB
Seine Vorgesetzten planen jedenfalls mit dem 25-Jährigen. «Er spielt eine Rolle, natürlich in harter Konkurrenz zu Zverotic», sagt Gross. «Konkrete Angebote liegen keine vor», meint Hansruedi Hasler, Technischer Direktor. Etwas, das Hasler mehr beschäftigt, sind «unsere sogenannten Restposten». Beim früheren Stammverteidiger Emiliano Dudar zeichnet sich zwar ein Wechsel ab (zu Washington). Doch die Verhandlungen um Issam Mardassi, der zuletzt im Mai 2010 fürs Fanionteam spielte, sind gescheitert, und so bleibt der Tunesier ebenso wie Hassan Lingani vorerst auf der Lohnliste. «Da sitzen die Spieler am längeren Hebel», sagt Hasler, «wenn sie einen Vertrag haben und nicht wechseln wollen, sind wir machtlos.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 04.01.2012, 06:05 Uhr
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18 Kommentare
Lifere, nid lafere. Passt hier nicht schlecht, oder? Nein ehrlich, mir geht das Gerede auf den Nerv. Ich habe meine Dauerkarte (nicht ohne ein paar Nachdenk-Zusatzschlaufen..) verlängert und möchte jetzt von der Führungsriege ebenfalls Taten sehen. Ihr dürft dazu ruhig ein paar Tage aus der Presse verschwinden, aber taucht dann mit einer guten Nachricht wieder auf. Fertig. Antworten
weitere talente zu yb....gut so...aber wieder ein verteidiger!!!!!! herr kaenzig....und wer schiesst die tore? wohl wölfli...aber leider meist ins eigene tor.......ich glaube die lage normalisiert sich erst, wenn dieser "plouderi" kaenzig endlich von bern verschwindet... Antworten
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