Sport

Nationalspieler Davide Chiumiento muss Luzern Ende Saison verlassen

Luzern hatte Davide Chiumiento ein Ultimatum gestellt. Er hätte heute den Vertrag verlängern müssen. Doch Boss Walter Stierli zog sein Angebot Stunden vor Ablauf der Frist zurück.

Ausgespielt: Davide Chiumiento wird in der nächsten Saison nicht mehr für den  FC Luzern auf Torjagd gehen.

Ausgespielt: Davide Chiumiento wird in der nächsten Saison nicht mehr für den FC Luzern auf Torjagd gehen.
Bild: Keystone

Super League

19. Runde

04.02.Luzern - FC Zürich1 : 1
04.02.Xamax - Lausanne- : -
05.02.Basel - Sion0 : 0
05.02.Grasshoppers - Thun0 : 1
05.02.Young Boys - Servette3 : 1
Stand: 05.02.2012 18:01

Rangliste

NameSpSUNG:EPkt
1.Basel19116238:1739
2.Luzern1995526:1632
3.Young Boys1986529:1830
4.Thun1975722:2126
5.Servette1973926:3224
6.FC Zürich1964927:2722
7.Grasshoppers19611219:3719
8.Lausanne18321316:4411
9.Sion1995526:17-4
10.Xamax1875622:220
Stand: 08.02.2012 08:56

20. Runde

11.02.Lausanne - Basel- : -
11.02.Thun - Luzern- : -
12.02.Sion - Young Boys- : -
12.02.Servette - Xamax- : -
12.02.FC Zürich - Grasshoppers- : -
Stand: 01.01.1970 01:00

«Wir haben die Übung abgebrochen», erklärt Stierli gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. Davide Chiumiento habe um eine weitere Bedenkzeit gebeten. «Aus dem Umfeld Chiumientos wurde uns zugetragen, er habe Angebote von englischen und französischen Klubs», verrät Stierli. Offenbar habe Chiumiento den Kopf und das Herz nicht mehr beim FC Luzern. Deshalb habe der Verein entschieden, das bisherige Angebot zurückzuziehen.

Der Präsident des FC Luzern spricht von einem sehr guten Angebot. «Es beinhaltete eine Ausstiegsklausel für einen Auslandtransfer», sagt Stierli. Chiumiento hätte bei einem Wechsel einen grossen Teil einer allfälligen Transfersumme einstreichen können. Für Chiumiento ist die Tür beim FC Luzern endgültig geschlossen. «Es gibt kein Zurück, unser Entscheid ist unwiderruflich», sagt Stierli unmissverständlich. Er wolle sich nicht unglaubwürdig machen.

Kein zweiter Fall Abdi

Stierli sagt aber auch, dass es in Luzern keinen zweiten Fall Almen Abdi wie beim FC Zürich geben wird. «Davide darf bei uns weiterspielen», verspricht Stierli. Chiumiento stehe aber unter Beobachtung und einem enormen Leistungsdruck. «Wenn er die Leistung nicht bringt, wird ihn Trainer Rolf Fringer mit Garantie nicht mehr aufstellen.»

Chiumiento kommentiert den Entscheid der FC Luzern gegenüberBernerzeitung.ch/Newsnet hochprofessionell. «Ich werde weiterhin für die Mannschaft und die Fans alles geben und mich voll engagieren», verpricht Chiumiento. Er wolle mit dem FCL einen Europacup-Rang erreichen.

Bei Luzern wieder Fuss gefasst

Chiumiento hatte im Sommer 2007 von den Young Boys zu Luzern gewechselt. In der Innerschweiz konnte der sensible Techniker wieder Fuss fassen, nachdem seine Karriere ins Stocken geraten war. Trotz Vorschusslorbeeren und grossem Talent hatte sich der Appenzeller einst bei Juventus Turin nicht durchzusetzen kömmem. Auch bei Siena, Le Mans (Fr) und YB schöpfte er sein Potenzial zu selten aus.

Zuletzt ging es für Chiumiento aufwärts: In der laufenden Meisterschaft hat er für Luzern in 14 Einsätzen 7 Tore erzielt und vor zwei Wochen debütierte er in der Schweizer Nationalmannschaft (1:3 gegen Uruguay). (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.03.2010, 19:51 Uhr

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