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Nächste Runde im Konkurrenzkampf

Von Moritz Marthaler. Aktualisiert am 22.10.2011 1 Kommentar

Wenn YB am Sonntag (16 Uhr) zu Hause gegen GC spielt, hofft Scott Sutter gegen seinen Ex-Klub auf einen Einsatz von Beginn weg. Der Aussenverteidiger muss um seinen Stammplatz kämpfen – zuletzt setzte Trainer Christian Gross auf dieser Position auch Elsad Zverotic ein.

Viel im Spiel – aber nicht mehr unbestritten: Scott Sutter war im Kampf um einen Stammplatz bei YB zuletzt nicht immer obenauf. Gegen GC hofft er wieder auf einen Einsatz von Beginn weg.

Viel im Spiel – aber nicht mehr unbestritten: Scott Sutter war im Kampf um einen Stammplatz bei YB zuletzt nicht immer obenauf. Gegen GC hofft er wieder auf einen Einsatz von Beginn weg.
Bild: Andreas Blatter

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Vor einem Jahr war vieles anders. Am Wochenende durfte sich Scott Sutter seines Einsatzes am Spieltag fast sicher sein, als Stammspieler war er auf der Position des rechten Verteidigers gesetzt, an ihm gab es kein Vorbeikommen. Gerade mal vier Meisterschaftsspiele verpasste Sutter letzte Saison, in der Europa League bestritt er gar alle zwölf Partien. Der kampfstarke und technisch versierte Sutter sorgte auf der rechten Aussenbahn, zusammen mit Flügelspieler David Degen, für viel Unruhe in der gegnerischen Hälfte.

Im Wechselspiel mit Zverotic

Nun, im Oktober 2011, vor dem Training am Freitagnachmittag, wenige Stunden bevor YB morgen gegen GC antritt, muss Sutter sagen: «Ich weiss nicht, ob ich am Sonntag spielen werde.» Für den in London aufgewachsenen Schweizer gibt es bei den Young Boys momentan viele Rollen – unbestrittener Stammspieler ist er aber nicht mehr. Die Bilanz des 25-Jährigen zeigt nach elf Spielen in der Meisterschaft konstante Leistungen bei wechselnder Einsatzzeit. Die ersten drei Spiele setzte Trainer Christian Gross noch auf den spielfreudigen Sutter, beim vierten Auftritt gegen Luzern kam dann erstmals Elsad Zverotic zum Einsatz – beim ersten Wiedersehen mit dessen Ex-Verein.

Seither hat Gross fleissig rochiert und viermal Sutter sowie dreimal den ebenso schnellen und spielstarken, aber vielleicht etwas defensiver orientierten Zverotic eingesetzt. «Natürlich möchte ich in jedem Spiel beginnen», sagt Sutter, «aber die Situation spricht ja für das Kader.» Der besonnene Nationalspieler (2 Länderspiele) erachtet die aktuelle YB-Besetzung als die beste seit seiner Ankunft 2009: «Es ist viel Qualität vorhanden, auch auf der Ersatzbank.»

Die veränderte Situation erleichtert sich für Sutter durch einen offenen Umgang mit Christian Gross. «Unser Trainer gestaltet den Konkurrenzkampf sehr transparent und angenehm», sagt er und erzählt von Gesprächen mit dem Coach. Als Sutter nach drei Spielen erstmals auf die Bank verwiesen wurde, folgte von Gross umgehend die Erklärung. Er sieht in Sutter einen Verteidiger mit speziell offensiver Ausrichtung: «Er war zu Beginn seiner Karriere zuerst Stürmer und später Mittelfeldspieler, das wirkt sich aus.» Die Vorstösse des energischen, vorwärtsgerichteten Sutter beleben das Spiel nach vorne – genauso, wie sie manchmal Raum für den Gegner bieten. «Im offensiven 3-4-3 oder 3-5-2, das YB letzte Saison zum Teil gespielt hat, war Scott Sutters Rolle eine andere, mehr die eines Mittelfeldspielers», beschreibt der Trainer den aktuellen Lernprozess seines Schützlings. Nun, in der Viererkette, müssten für Sutter wieder defensive Aufgaben Priorität haben, sagt Gross.

Rochade wegen Degen?

Die rechte Seite präsentierte sich bei YB in der letzten Spielzeit tatsächlich ziemlich offensiv, die Achse um Scott Sutter und David Degen wirbelte gehörig. Im System von Vladimir Petkovic, welches dieser stets als «elastisch» pries, hatte jene offensive Ausrichtung noch Platz. Nun, unter Gross, spielt YB «klassischer», traditioneller, und Sutter ist seltener am Aufbau beteiligt. Ist die Kombination Degen/Sutter für Gross’ System zu offensiv? «Das kommt auf den Gegner an», sagt der YB-Trainer, diese Überlegung könne aber durchaus auch Einfluss auf seine Wahl haben.

Bei allen taktischen Überlegungen bleibt das nächste Spiel das wichtigste – für Scott Sutter insofern, als er gegen GC morgen auch auf einige frühere Mannschaftskollegen trifft. Das Wiedersehen mache ihm zwar Freude, meint Sutter, «noch schöner wäre es, wenn ich dazu von Anfang an spielen würde». Aufschluss über die nächste Runde im Konkurrenzkampf gibt auch bei YB nur der Spieltag. (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.10.2011, 17:45 Uhr

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1 Kommentar

Mark Zahner

31.10.2011, 14:07 Uhr
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Schade, dass Scott Sutter in letzter Zeit so wenig Spielzeit bekam. Dank seinem Einsatz und seiner Spielfreude war er unter Petkovic einer der Zuschauer-Lieblinge und hat auf seiner Seite für viel Druck gesorgt. Technisch hervorragend hat er zudem immer präzise Flanken geschlagen und viele Assists herausgespielt. Die rechte Seite ist unter Gross leider nur noch ein Schatten von früher. Antworten



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