«Mit der Akkreditierung werden wieder einmal alle bestraft»
Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 09.02.2012 9 Kommentare
Bildstrecke
Dossiers
Artikel zum Thema
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Fans, die grosse Fahnen oder Banner in die Thun Arena mitbringen wollen, brauchen für diese Gegenstände künftig eine Akkreditierung und werden somit registriert. Damit soll gemäss Mediensprecher Reto Bloesch verhindert werden, dass Fahnen dazu missbraucht werden, um Fans mit Pyros vor einer Identifizierung zu schützen.
Der FC Thun geht damit etwas weiter, als es die Liga verlangt. Diese schreibt in ihrem Reglement lediglich vor, dass Fahnen mit einer Stangenlänge von mehr als 1,5 Metern Länge bewilligt werden müssen. Angewendet wird dieses Reglement auch bei den Berner Young Boys. Bei Spielen im Stade de Suisse wird an einem separaten Eingang grundsätzlich jede Fahne angeschaut, um zu verhindern, dass unerwünschte Transparente ins Stadion gelangen. Ab welcher Grösse die Fahnen in Thun künftig akkreditiert werden müssen, werde von Fall zu Fall entschieden, sagt Reto Bloesch.
«So wird nicht weniger gezündet»
Adrian Werren vom YB-Fandachverband «gäubschwarzssüchtig» hält wenig von der Idee des FC Thun. «Mit der Aktion werden wieder einmal alle bestraft, statt nur die, die wirklich etwas machen», bemängelt er. Er zweifelt auch daran, dass ein Fahnenpas die Fans mit Pyros abschreckt. «Nur weil man sich als Fahnenträger akkreditieren muss, werden im Stadion nicht weniger Pyros angezündet.»
Werren glaubt sogar, dass der FC Thun durch das Vorhaben finanziellen Schaden nehmen könnte. «Gerade Gästefans werden sich das nicht gefallen lassen und Spiele möglicherweise boykottieren.»
Fahnen weiterhin erwünscht
Reto Bloesch vom FC Thun stellt gegenüber Bernerzeitung.ch klar, dass der FC Thun weiterhin Fahnen im Stadion will. «Wer mit guten Absichten eine Fahne reinnehmen will, ist weiterhin herzlich willkommen.» Die Akkreditierung-Aktion richte sich gezielt gegen das Abbrennen von Pyros im Heimsektor und der Versuch werde später analysiert.
Bloesch betont auch, dass die Fans die Fahnen mitbringen, jetzt nicht mit einer Generalhaftung rechnen müssen. «Wir suchen natürlich immer noch nach denen, die die Pyros gezündet haben.» Die Akkreditierung solle das Identifizieren der Täter erleichtern. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.02.2012, 14:21 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
9 Kommentare
Fahnenpass? Nein Danke! Nur so zur Info, die mit den grossen Fahnen sind die, die auch Stimmung ins Stadion bringen! Wären die nicht im Block hätten wir eine Atmosphähre wie an einem Geisterspiel! Mit gelegentlichen "Hopp Thun" Anfeuerungs versuchen kann man die Mannschaft ZU WENIG Anspornen! Fussballfans sind keine Verbrecher! Antworten
Was seit ihr bloss fuer Spiesser. Ich wette, dass die meisten die gegen Pyros und die ach so boesen Fans wettern noch gar nie im Stadion waren. Ich gehe mit meinem Sohn seit Jahren an jedes Heimspiel in Thun (Heimsektor) und fuehlte mich noch nie gefaehrdet. Gebt mal bei Google Beni Thurnheer und Pyro ein! Antworten
Sport
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!



Bitte warten
