Kaenzig: «Wir sehen uns im Fall Koo absolut im Recht»
Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 01.02.2011 9 Kommentare
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
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Viel Gesprächsbedarf
An der traditionellen YB-Medienkonferenz zum Rückrundenstart besteht viel Gesprächsbedarf.
Vor allem der missglückte Transfer des Südkoreaners Koo Ja-Cheol, der unschöne Abgang von Sportchef Alain Baumann, die Rückkehr von Emiliano Dudar und die Harmlosigkeit der YB-Offensivabteilung dürften zu reden geben. -
Farnerud hat Wohnung gefunden
Vor der offiziellen Medienkonferenz standen mehrere YB-Spieler für Interviews zur Verfügung. Der schwedische Neuzugang Alexander Farnerud kam zu spät - er hatte noch eine Wohnung besichtigt. Er sei wahrscheinlich fündig geworden, sagte er lächelnd. Er wohne bald irgendwo in der Nähe von Belp. Seine Familie werde sobald wie möglich in die Schweiz kommen.
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Verspätung
Ilja Kaenzig wartet im Mediencenter bereits auf die Medien, die Journalisten sind aber noch in Spielerinterviews vertieft...das kann noch dauern.
Mittlerweile hat sich der Saal gefüllt, etwa 30 Medienschaffende sind vor Ort. -
Die Medienkonferenz beginnt
Die Medienkonferenz beginnt mit zehn Minuten Verspätung. Hansruedi Hasler, Vladimir Petkovic und Ilja Kaenzig werden informieren.
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13'500 Jahreskarten
Mediensprecher Albert Staudenmann begrüsst die Journalisten. 13'500 Jahreskarten sei bis am Dienstagmorgen verkauft worden. Mehr als im Vorjahr.
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Kaenzig will sich kurz fassen
Ilja Kaenzig eröffnet. Er will sich kurz halten, da YB schon in den letzten Wochen in aller Munde war, ohne dass ein Spiel stattgefunden hätte. Hoffentlich mache YB bald mit Erfolgen auf dem Fussballplatz auf sich aufmerksam.
Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Hansruedi Hasler und Thomas Gurtner. Diese Woche sei eine Art Neuanfang. -
Hasler sicht Nachholfbedarf im regionalen Scouting
Hasler übernimmt. Er habe viele interessante Gespräche geführt und habe jetzt einen ersten Überblick. Einige Dinge müsse er aber noch vertiefen.
Langristig müssen wir in der Region aggressiver scouten. Auch bei den 16-18-Jährigen bestehe noch Handlungsbedarf. Was die 1. Mannschaft angeht, sei er sehr positiv. Es werde gut gearbeitet bei YB.
Hasler fasst sich ebenfalls kurz. Er übergibt an Petkovic. -
Gute Vorbereitung
Petkovic ist vor allem mit dem ersten Teil der Vorbereitung zufrieden und glaubt, dass die Spieler das neu gelernte sofort umsetzen können. Petkovic bedauert den Kreuzbandrisse von Dario Dussin - ansonsten hätten alle Spieler die Vorbereitung gut überstanden.
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Verschiedene Systeme ausprobiert
Er habe verschiedene Systeme ausprobiert um David Degen (zwei Spiele gesperrt) und Spycher (1 Spiel im Europacup gesperrt) zu ersetzen.
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Farneruds physische Mängel
Farnerud sei physisch noch nicht ganz soweit, habe das Niveau der anderen Spieler aber bald erreicht.
Petkovic lobt Tosetti.
Trotz des schlechten Wetters sei das Trainingslager «tiptop» gewesen. Die Spieler wollen die Freude aus dem Lager nun auch in der Meisterschaft zeigen. -
Hoffen auf ein bisschen Glück
Petkovic will nächste Saison erneut auf europäischer Bühne für Furore sorgen. Egal ob man dieses des Ziel über den Cup oder in der Liga erreiche. Man schaue primär auf sich selbst, könne den Meistertitel aber nicht nur mit eigenen Kräften erreichen.
Im Europacup hoffe man gegen den haushohen Favoriten aus St. Petersburg auch auf ein bisschen Glück. -
Wieso kein neuer Stürmer?
Die Fragerunde ist eröffnet.
Man habe nie gesagt, dass man einen neuen Doumbia kaufen werde, sagt Petkovic. Man habe Leute gesucht, die YB weiterbringen. Nun sei es natürlich schwierig, noch eine valable Verstärkung zu finden. -
Spielt Dudar?
Ob Dudar bereits von Anfang an spielt ist schon unklar. Die Chance sei aber gross, dass er auf dem Matchblatt steht. Für ihn sei klar ob YB die Saison mit 3 oder 4 Verteidigern beginne. Verraten, für was er sich entschieden hat, will er aber nicht.
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Wie geht es finanziell weiter?
Kaenzig will die Einnahmen weiter steigern und das Team sportlich in der Spitze etablieren. Die bestehenden Einnahmemöglichkeiten sollen optimal genutzt werden und neue geschaffen werden. Damit will Kaenzig Geld für den sportlichen Bereich generieren.
Das Projekt Nationalstadion werde beispielsweise intensiv weiterverfolgt. -
Wie weiter mit Koo?
In der Sachlage habe nichts grundlegendes geändert. Die Unterschrift bei Wolfsburg sei nicht überraschend, dem Wunsch des Spielers werde oft nachgegeben. Die Fifa werde nun aber überprüfen ob YB im Recht ist.
Das formale Prozedere könne lange dauern. Anschliessend werde ein Entscheid gefällt, auf den man eventuell reagieren werde. -
Entschädigung für YB?
Kaenzig geht davon aus, dass Koo für Wolfsburg spielen wird. Das Verfahren sei am laufen, ob es eine Entschädigung für YB gebe, sei noch unklar.
Man verfüge aber über mehr als 100 E-Mails zwischen YB und Koo, die den Sachverhalt klarmachen. Im Vertrag stehe nicht, dass die Ausstiegsklausel von Koo nur bis 31.12.2010 gültig war. Auch der Spieler habe von nichts gewusst. «Wir sehen uns absolut im Recht.» Mehr habe man nicht machen können. -
Kaenzig gibt sich kämpferisch
Man werde das aber jetzt nicht einfach so hinnehmen, weil Wolfsburg ein grosser Club ist. Das nütze aber alles nichts mehr, der Spieler sei weg, gibt Kaenzig so.
Koos starke Leistungen am Asien-Cup seien YBs Pech gewesen. Man werde aber dafür sorgen, dass der Schaden ersetzt wird. Falls man Geld erhalte, mit dem man neue Spieler holten könnte, sei das auch ok. -
Bald wieder Naturrasen?
Auf Naturrasen werde erst umgestellt, wenn für die 1. Mannschaft genug Trainingsmöglichkeiten in der Umgebung bestehen. Man befasse sich aber intesiv mit dem Thema.
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14.30 Uhr - Ende
Die Medienkonferenz wird um 14.30 Uhr beendet - Vladimir Petkovic wird jetzt mit seinen Spielern trainieren.
Über den Abgang von Sportchef Alain Baumann wurde kein Wort verloren.
Erstellt: 01.02.2011, 14:28 Uhr
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9 Kommentare
Schon sehr merkwürdig. Da sagt Känzig bezüglich Koo: "Wir sehen uns absolut im Recht". Um dann zu sagen: "Das nütze aber alles nichts mehr, der Spieler sei weg". ??? Hat Koo nun einen Vertrag bei YB unterschrieben oder nicht? Und hat YB die festgeschriebenen Bedingungen des Clubs erfüllt oder nicht? Wenn ja, warum ist dann der Spieler weg? Muss man sich bloss unloyal verhalten, dann gehts? Antworten
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