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Känzig: «Constantin schadet dem Schweizer Fussball»

Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 22.12.2011 16 Kommentare

Thun dürfte im Fall Sion vor das CAS ziehen. Und YB-CEO Ilja Kaenzig kritisiert Sions Präsidenten Christian Constantin scharf.

Markus Stähli (l. Präsident FC Thun) und Ilja Känzig (YB-CEO) kritisieren Sion-Präsident Christian Constantin

Markus Stähli (l. Präsident FC Thun) und Ilja Känzig (YB-CEO) kritisieren Sion-Präsident Christian Constantin
Bild: Keystone/Patric Spahni

Thun wäre einer von vier Super-League-Klubs, der von den Punktabzügen Sions profitieren würde, welche die Fifa von der Swiss Football League ultimativ fordert. Die Oberländer hatten gegen die Wertung der Vorrundenspiele, die sie gegen die Walliser bestritten (0:3 und 0:2) Einsprache eingelegt. In beiden Partien hatte Sion mehrere der 6 von der Transfersperre betroffenen Spieler eingesetzt. Zwar hat die SFL-Disziplinarkommission die Thuner Einsprache ebenso wie jene von Luzern abgewiesen. Auch die Proteste von Basel und Lausanne wurden nicht gutgeheissen. Thun wird das Urteil nun vor das CAS in Lausanne weiterziehen – wie es aussieht mit den anderen betroffenen Klubs: «Es macht aus verschiedenen Gründen mehr Sinn, wenn wir zusammen mit Basel, Luzern und Lausanne vor das CAS ziehen als alleine», sagt Thun-Präsident Markus Stähli. Einer davon sind die Kosten. Aus Luzern und Lausanne hat Stähli bereits die Zusage für ein gemeinsames Vorgehen erhalten. Werden Sion 30 Punkte abgezogen, wie es die eine Fifa-Variante vorsieht, rückt Thun von Platz sieben auf Platz sechs vor. Werden die Spiele, in denen Sion einen der sechs Zugänge einsetzte (Fifa-Variante 2) als Forfaitniederlagen gewertet, wäre Thun plötzlich gar Dritter.

Kaenzig findet klare Worte

Bei YB verfolgt man die ganze Angelegenheit ebenfalls mit grossem Interesse. «Sion-Präsident Constantin schadet dem Schweizer Fussball», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig. «Und zum Glück gibt es in Europa keinen zweiten Constantin.» Der Fall Sion sei das beste Beispiel, warum die Sportverbände daran interessiert seien, keine Zivilgerichte anrufen zu können, findet Kaenzig. «Das ufert sonst aus. Diese ganze Geschichte ist doch nicht mehr kontrollierbar. Und keiner weiss, wie lange es dauert, bis endlich alles geklärt ist.»

Aus Sicht von Kaenzig handelt Constantin unvernünftig und egoistisch. «Mittlerweile hat der gesamte Schweizer Fussball grossen Schaden erlitten. Und es wird weiteres Blutvergiessen geben, wenn man das so drastisch ausdrücken darf», sagt Kaenzig. Es sei leider auch für die grossen Vereine wie Basel und YB, Zürich und Luzern nicht möglich, gemeinsam den Sion-Präsidenten zu stoppen. «Es gab mehrere Sitzungen mit ihm», erklärt Kaenzig. «Doch Constantin hört nicht zu. Er geht unbeirrt seinen Weg und will alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Er ist unbelehrbar und sieht gar nicht, welches Schlamassel er anrichtet.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.12.2011, 09:29 Uhr

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16 Kommentare

franz anliker

22.12.2011, 11:03 Uhr
Melden 19 Empfehlung

der sfv sollte eine ausserordentliche gv einberufen und alle vereine sollten einem ausschluss des fc sion zustimmen...fertig, punkt, schluss.... Antworten


Roland Wenger

22.12.2011, 10:25 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Vielleicht sehe ich dies alles zu einfach. Aber wer einem Verband angeschlossen sein will muss die Gesetzte und Gebräuche dieses Verbandes akzeptieren.
Für mich reicht ein Punkteabzug gegen den FC Sion nicht. Dieser Verein gehört vom Spielbetrieb ausgeschlossen.
Ob dies rechtlich durchsetzbar ist weiss ich nicht aber so ginge das.
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