«Josef Martinez und ich sind wie Brüder»
Von Claudia Salzmann. Aktualisiert am 02.02.2012
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Wie geht es Ihren Aduktoren?
Alexander Gonzalez: Jetzt geht es besser. Im Dezember hat es mich beim Trainieren gestört, aber jetzt bin ich wieder 100-prozentig fit für die Meisterschaft.
Stören Sie unsere Temperaturen?
Nein, eigentlich nicht. Man spürt sie schon, aber sie helfen auch beim Arbeiten, weil es nicht so heiss ist.
Wie ist es für Sie, mit einem früheren Mannschaftskollegen hier zu sein?
Ich und Josef Martinez kennen uns schon lange. Wir sind wie Brüder und sehr gute Freunde. In Venezuela verbringst du viel Zeit mit der Familie. Hier lebst du alleine und machst die Dinge alleine. Er ist für mich eine echte Unterstützung, auch was die Sprache anbelangt.
Wohnen Sie mit Josef Martinez zusammen?
Nein, wir wohnen zwar beide in Bolligen, aber in zwei Wohnungen und auch nicht im gleichen Haus. Zuvor waren wir im gleichen Hotel einquartiert.
Kommt jemand aus Ihrer Familie in die Schweiz?
Nein, nur unser Berater hat einige Dinge für uns erledigt und wird zurückreisen. Von der Familie kommt niemand. Ich weiss auch noch nicht, wann ich sie besuchen werde.
Haben Sie Kontakt zu Ihrer Familie?
Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht mit ihnen spreche. Meine Mutter, mein Vater und meine Schwester, aber auch Bekannte rufen täglich an. Ich vermisse sie, natürlich. Aber ich lebe nun hier meinen Traum und kann genau das tun, was ich will.
War Fussball Ihr Bubentraum?
Seit ich fünf Jahre alt bin, spiele ich Fussball. Mein Vater unterstützte mich immer, in der Hoffnung, dass ich eines Tages professionell spielen kann. Meine Mutter war mehr dafür, dass ich studiere und lerne. In meinem Heimatland ist es schwierig, die Trainings mit dem Unterricht zu vereinbaren. So habe ich keine universitäre Ausbildung gemacht, sondern mit 15 Jahren die obligatorische Schule abgeschlossen. Ich setze voll auf Fussball.
Der Sprung in die Schweiz könnte Ihrer Karriere den nötigen Anstoss geben, um in einem europäischen Topteam unterzukommen. Ist das Ihr Ziel?
Soweit überlege ich noch nicht. Zuerst will ich mich hier bei YB integrieren und spielen. Danach werden wir sehen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.02.2012, 10:42 Uhr
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