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«Ich will YB nicht unbedingt verlassen, ich möchte unbedingt spielen»

Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 10.01.2012 5 Kommentare

Seit Christian Gross bei YB an der Seitenlinie steht, sitzt der junge YB-Verteidiger François Affolter fast nur noch auf der Ersatzbank. Im Interview mit Bernerzeitung.ch spricht er über seine Wechselgelüste, seine Defizite und seine Konkurrenten.

1/7 Bremen-Manager Klaus Allofs überreicht Affolter sein neues Trikot.
Bild: Keystone

   

Fussball-Diskussion

Korrektur-Hinweis

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Sie sind bei den Berner Young Boys seit Saisonbeginn nicht mehr erste Wahl. Was sagen Sie zur aktuellen Situation?
François Affolter: Ich bin natürlich nicht zufrieden mit dieser Situation, ich habe hohe Ziele, die ich so nicht erreichen kann. Ich konnte in den letzten sechs Monaten kaum Erfahrungen auf dem Platz sammeln.

Medien haben berichtet, dass sie YB unbedingt verlassen wollen...
Ich will YB nicht unbedingt verlassen, ich möchte unbedingt spielen. Ich mag die Mannschaft und den Trainer, viel wichtiger wäre mir aber Spielpraxis.

Zuletzt wurden Sie mit GC Zürich in Verbindung gebracht.
GC hat tatsächlich meinen Berater kontaktiert. Ich glaube auch, dass ein leihweiser Wechsel zu GC eine gute Möglichkeit für mich wäre. Ich käme zu mehr Einsatzzeit und Ciriaco Sforza könnte mir viel beibringen.

Was steht einem Transfer im Weg?
Die YB-Verantwortlichen wollen mich nicht an einen direkten Konkurrenten abgeben. Obwohl ich das grundsätzlich verstehe, frage ich mich schon manchmal, wieso sie mich behalten wollen, wenn ich sowieso nicht spiele. Auf der Ersatzbank sinkt ja auch mein Transferwert...

Ein Wechsel ins Ausland ist kein Thema?
Einen Transfer ins Ausland zu realisieren ist schwierig, weil ich noch bis im März während zwei Tagen pro Woche meinen Militärdienst absolviere und weil ich nicht gespielt habe. Die ausländischen Klubs wissen ja gar nicht, ob ich in Form bin. Einmal bei einem grossen Klub zu spielen, bleibt aber das höchste Ziel in meinem Leben.

Was glauben Sie, wieso Sie nicht mehr spielen dürfen?
Ich habe sicher noch Defizite bei den Kopfbällen und bei der Balleroberung. Ich fühle mich aber zu 100 Prozent bereit und mache Sonderschichten.

Möchten Sie, dass bei YB mehr rotiert wird?
Es muss nicht mehr rotiert werden, ich möchte einfach spielen. Ich verstehe ja eigentlich auch, dass der Trainer an Veskovac und Nef festhält – sie haben in der Hinrunde stark gespielt. Ich behaupte auch nicht, dass ich besser bin als die Beiden.

Glauben Sie überhaupt an Ihre Chance?
Es wird auch in der Rückrunde schwer sein, an Veskovac und Nef vorbeizukommen - schwer aber nicht unmöglich. Ich werde zudem weiter Fortschritte machen, um dem Trainer besser zu gefallen.

Ihr Vertrag mit YB läuft noch bis 2016. Was werden Sie tun, wenn sich Ihre Situation auch in der Rückrunde nicht ändert?
Ich habe schon jetzt zu lange nicht gespielt. Das stoppt mich nach drei guten Saisons auf meinen Weg zu einem grossen Klub. Wenn sich keine Besserung abzeichnet, muss ich zusammen mit YB unbedingt eine neue Lösung finden. Wenn ich aber wieder mehr spielen darf, bleibe ich sehr gerne in Bern. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.01.2012, 14:37 Uhr

5

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5 Kommentare

Stefan Bienz

10.01.2012, 17:00 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Ich kann Affolter gut verstehen. Er hat die drei letzten Saisons gut gespielt. -Klar, Fehler passieren jedem.
Was ich nicht verstehen kann, ist wieder mal der YB-Staff. Da hat man ein überdurchschnittliches Schweizer Talent und lässt ihn nie spielen. Wahrscheinlich holt man dann nach seinem Abgang lieber wieder einen Tunesier...Komische (Fussball) -Welt.
Antworten


anton meise

10.01.2012, 16:29 Uhr
Melden 3 Empfehlung

klingt wie eine drohung... entweder ich spiele mehr, oder ich wechsle... Antworten



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