«Ich werde intensive Gespräche mit Alex Frei führen»
Von Sascha Rhyner, Basel. Aktualisiert am 13.10.2010 317 Kommentare
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
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In knapp zehn Minuten wird Ottmar Hitzfeld vor die Medien treten. Im Eingangsbereich des Swissôtels ist auch FCB-Pressechef Josef Zindel. Aber das muss nun gar nichts bedeuten.
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Gespannt sind wir natürlich vor allem darauf, was Ottmar Hitzfeld über Alex Frei sagen wird. Er hat ja in der Zwischenzeit sicher intensiv mit den Captain gesprochen.
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Der Konferenzsaal 7 ist hier gut gefüllt. Alle sind gespannt auf Ottmar Hitzfeld.
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Jetzt kommt Hitzfeld.
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«Ich habe gestern schon gesagt, dass ich masslos enttäuscht bin. Das haben auch die Spieler gespürt. Wir gaben alles und werden ausgepfiffen. Das ist unangebracht. Ich war ziemlich empört und schockiert. Das habe ich in meiner Karriere als Trainer noch nie erlebt.»
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Rücktritt?
«Die Reaktion hat ja jeder gesehen. Aber ich habe Hoffnung, dass er weitermacht. Wir können nicht auf einen Spieler verzichten, der so viele Tore schiess und so viele Erfahrungen hat. Einen solchen Abgang kann man nicht akzeptieren, er von den Fans provoziert wird. Das wäre unwürdig.»
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«Ich hoffe, dass wir bis zum nächsten Länderspiel eine Lösung finden. Was hat Alex Frei vor. Mein Ziel ist, dass er weitermacht.»
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«Ich werde mich in den nächsten Wochen mit Alex Frei treffen. Ich will, dass er erst einmal ein paar Nächte darüber schläft.»
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«Wir haben gestern nicht darüber gesprochen. Ich habe die Mannschaft hier verabschiedet – wie immer. Einige haben hier geschlafen, einige sind nach Hause oder nach Zürich auf den Flugplatz. Aber wir haben nicht darüber gesprochen.»
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«Ein Captainwechsel ist kein Thema. Dann würde man ihn auch nur schwächen in der Aussendarstellung und auch intern. Er ist ein wichtiger Captain, der mit der Mannschaft spricht. Er ist für mich eine grosse Unterstützung.»
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«Ich habe schon auf der Bank zu ihm gesagt, er solle sich beruhigen und soll darüber schlafen. Wenn man darüber geschlafen hat, dann ist das Problem nicht mehr so gross. Aber es ist ein ernstzunehmendes Thema. Deshalb werde ich auch intensive Gespräche mit Alex Frei führen.»
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«Ich habe noch nie erlebt, dass ein Spieler schuldlos an den Pranger gestellt wird. Die Erwartungshaltung ist ja riesig, Er hat alles gegeben. Da habe ich auch Verständnis, dass ein Spieler masslos enttäuscht ist.»
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«Das hat mich auch persönlich getroffen, wenn ein Spieler ausgepfiffen wird. Heute ist es Alex Frei, morgen ist es der nächste. Das ist eine Fankultur, die ich nicht so akzeptieren möchte. Die Nationalmannschaft hat nicht immer die Leistungen gebracht. Aber gestern haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Aber wir hatten auch gute Fans im Stadion, die die Mannschaft unterstützen. Das ist ein Thema, das gefährlich ist.»
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«Wenn die Mannschaft schon 2:1 führt, dann sollte es nicht persönlich werden. Wir werden uns sicherlich Gedanken machen und beim Verband besprechen, welche Massnahmen wir einleiten können.»
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Zum 0:0 von Montenegro
«Das war der nächste Schock, damit haben wir nicht gerechnet. Das zeigt aber, dass kleine Mannschaften auch grosse Leistungen bringen können. Und jetzt ist plötzlich auch England nervös, vielleicht gibt das auch neue Chancen. Wir haben jetzt nur noch Endspiele vor uns. Auf diesen Kampf müssen wir uns einstellen.»
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«Gestern machten wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Wir wollen das aber auch nicht Schönreden. Das war eine grosse kämpferische Leistung, es war auch spielerisch ein Fortschritt. Wir hätten ein, zwei Tore mehr schiessen können, aber auch mehr kassieren können.»
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«Wenn wir 4:1 gewinnen und vier Tore geschossen haben, dann müssen wir auch in der Schweiz einmal zufrieden sein.»
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Nach dem 1:1
«Ich habe gedacht, lieber jetzt als in der 80. Minute. Man kann noch immer reagieren. Das wär ärgerlich. Aber es zeigt, dass die Mannschaft konzentriert war danach. Wir sagt, wir packen das. Wir konnten das wegstecken. Es war ähnlich wie vor zwei Jahren gegen Lettland. Wir waren fährig zu einer Reaktion.»
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«Wir müssen sagen, dass unsere Ärzte grünes Licht für Benaglio gegeben hatten. Ein Einsatz wäre sogar schon am letzten Freitag möglich gewesen. Da wollten wir aber kein Risiko gehen. Er konnte Samstag, Sonntag, Montag voll gehen. Wir waren total überrascht, dass er rauswollte. Das tut mir leid für Diego und auch für Wolfsburg. Es war die Bewegung beim Abstoss wie schon bei der ersten Verletzung. Er wird wohl zwei bis drei Wochen ausfallen.»
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«Ich werde Dieter Hoeness noch anrufen. Unser medizinisches Team hat keinen Fehler gemacht.»
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«Ich habe die Zeit trotzdem genossen. Wir haben alle das gleiche Ziel. Die Freude ist da, auch wenn der Druck da ist. Ich freue mich auf solche Spiele, wenn die Nervosität etwas grösser ist. Umso schöner ist es dann, wenn man erfolgreich ist. Es gehört zum Leben. Wenn man immer gewinnt, kann man die Siege noch so geniessen. So ist das Leben.»
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Das war es von der Medienkonferenz hier in Basel. Das nächste Länderspiel ist im November in Genf gegen die Ukraine.
Erstellt: 13.10.2010, 10:54 Uhr
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317 Kommentare
@Alex besetzt: Sie gehören vom ganzen Forum hier ausgepfiffen! Das Team gewinnt gemeinsam, so wie gestern - MIT Alex Frei (ob er nun trifft oder nicht). Wenn das Publikum nach schlechter Leistung dem GANZEN Team den Applaus verweigert oder pfeift - kein Problem. Aber einzelne Spieler, egal welcher, auszupfeifen: peinlich, spiessig, beschämend! Antworten
Ich glaube das Pfeifen ist nicht so sehr persönlich gemeint, vielmehr um die Frustration los zu werden wegen der Tatsache,dass wir im Fussball gerne gut sein wollen, aber es eigentlich nicht sind. Und dann richtet sich die Wut halt immer auf das schwächste Glied in der Kette...und dies ist leider Gottes eben oft Alex Frei ...das Steckenpferd von Hitzfeld. Antworten
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