«Ich übergebe Uli Forte ein intaktes Team»

InterviewCiriaco Sforza hat seine ersten freien Tage seit langem. Im Interview mit Bernerzeitung.ch/Newsnet sagt der zurückgetretene GC-Trainer, wie er sich fühlt.

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Ciriaco Sforza, wie fühlen Sie sich nach ihrem letzten Spiel am Samstag für GC in Bern?
Ich fühle mich hervorragend. Ich habe jetzt schon den zweiten Tag frei. Das ist lange nicht mehr passiert und schon ein bisschen ungewöhnlich. Schade ist nur, dass das Zürcher Sechseläuten wohl im Regen über die Bühne gehen muss.

Ihre Mannschaft hat am Samstag beim 2:2 in Bern gegen YB einen beachtlichen Punkt geholt.
Die Spieler haben sich noch einmal mächtig ins Zeug gelegt. Es war eine Leistung, die diesem Traditionsklub GC würdig war. Im Vorfeld habe ich von den Spielern auch verlangt, dass sie alle Kräfte mobilisieren.

Denken Sie, dass die Spieler Ihnen zum Abschied noch einmal mit einer guten Leistung danken wollten für die Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren?
Das müssen Sie die Spieler fragen. Aber ich bin mit mir im Reinen. Ich übergebe dem neuen Trainer Uli Forte eine intakte Mannschaft. Wir hätten in Bern sogar auch gewinnen können. Genügend Chancen waren jedenfalls da.

Wie haben die Spieler nach dem Spiel in Bern in der Kabine reagiert?
Es war schon ein emotionaler Moment, als wir uns verabschiedeten und ein letztes Mal Tschüss sagten.

Wie sah es in Ihrem Innersten aus?
Ich konnte mich ja auf meinen Abschied vorbereiten. Das hat man sich schon im Griff. Aber ich kann Ihnen versichern, dass mir GC und diese Spieler immer noch fest am Herzen liegen.

Weshalb?
Wir hatten drei wunderbare und auch erfolgreiche Jahre miteinander verbracht. Obwohl der Verein aus wirtschaftlichen Zwängen jede Saison die besten Spieler verkaufen musste, sind wir nie abgestiegen und haben uns im ersten Jahr sogar für die Europa League qualifiziert. Auch im zwischenmenschlichen Bereich stimmte es. Zudem habe ich bei GC einst meine fussballerische Karriere lancieren dürfen. Dieser Verein wird in meinem Leben und in meinem Herzen immer einen Platz einnehmen.

Wie ist die Trennung am vergangenen Freitag vonstatten gegangen?
Ich hatte mit dem neuen Präsidenten André Dosé ein wirklich gutes Gespräch. Ich habe ihm dann meinen Rücktritt für nach dem Spiel gegen YB angeboten. Er hat ihn akzeptiert und wir haben uns in bestem Einvernehmen geeinigt.

Sie hätten ja auch noch einen Vertrag für 2013 gehabt. Ist auch finanziell alles geregelt?
Ja, da gab es überhaupt keine Probleme.

Offenbar haben Sie einen grossen Teil Ihrer Abfindung für die Junioren-Abteilung gespendet. Es soll sich um über 100'000 Franken handeln?
Ja, es geht in diese Richtung. Aber ich habe das für GC gern gemacht. Der Verein hat mir viel gegeben.

Bei André Dose geht die Abstiegsangst um. Machen Sie sich auch Sorgen?
Nein, überhaupt nicht. GC wird nicht absteigen. Die Mannschaft ist wie gesagt völlig intakt und hat einen sehr guten Charakter.

Werden wir Sie in Zukunft als Zuschauer bei den GC-Spielen sehen?
Das weiss ich noch nicht. Aber ich werde mit der Mannschaft mitfiebern, das ist doch klar.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

(Erstellt: 16.04.2012, 11:29 Uhr)

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29.08.Lugano - Luzern0 : 1
29.08.FC Vaduz - St.Gallen1 : 0
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30.08.Grasshoppers - Young Boys3 : 2
Stand: 30.08.2015 18:04

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9.Lugano72056:156
10.FC Zürich712411:175
Stand: 30.08.2015 18:04

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