«Ich bin halt ein engagierter Goalie»
Von Moritz Marthaler. Aktualisiert am 06.12.2011 3 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
Stichworte
Nach schwungvollem Beginn gelang dem FC Thun am Sonntag gegen GC nicht mehr viel. Woran lag das?
David Da Costa: Wir hatten uns für das Spiel viel vorgenommen, das zeigte sich in unserem starken Start. Dann wurde schnell klar, dass gewinnt, wer das erste Tor erzielt. Und das gelang GC. Schade, denn wir hatten die Cuppause optimal genutzt, gut trainiert und uns mehr erhofft.
Steven Zuber traf mit einem Kunstschuss zum entscheidenden Tor – für Sie kaum zu halten.
Während des ganzen Spiels hatte ich ziemlich wenig zu tun, deswegen ist ein Gegentreffer dann umso ärgerlicher. Aber Zuber hat das fein gemacht, er trifft ihn ziemlich ungewöhnlich – ob bewusst oder nicht, das weiss ich nicht.
Zum Schluss kochten doch noch einmal die Emotionen hoch. Roman Bürki sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte, Sie haben eifrig mitdiskutiert. Worum ging es?
Ich hatte in diesem Moment das Gefühl, es hätte einen Penalty für uns geben müssen und hab darüber mit den Unparteiischen gesprochen. Den Schiedsrichter trifft aber keine Schuld, er hat in seinem ersten Spiel sehr gut gepfiffen (San Fedayi war kurzfristig für den erkrankten Cyril Zimmermann eingesprungen/die Red.) Ich bin halt ein engagierter Goalie und habe mich in dieser Situation für meine Mannschaft eingesetzt.
Nach den Vorfällen vom letzten Spiel gegen GC (Da Costa liess sich zu eindeutigen Fangesängen hinreissen) wurden Sie von den Zürcher Anhängern konsequent ausgepfiffen.
Nach meiner unüberlegten Aktion damals habe ich das erwartet, ich konnte mich darauf vorbereiten. Somit hat es mich nur am Rande beeinflusst.
Also sind für Sie die GC-Spiele nicht zum Privatderby geworden?
(lacht) Nein, sicher nicht, dann wäre ja jedes Spiel gegen jeden der neun Gegner ein Derby. Das echte Derby ist am Samstag, gegen YB.
Gutes Stichwort. Thun ist fast gleichauf mit den Young Boys, spielt zu Hause – und geht gar als Favorit in dieses Spiel.
Ich würde sagen, wir gehen selbstbewusst in dieses Spiel. YB ist nach wie vor Favorit: Diese Mannschaft hat alles, was ein Topverein braucht. Doch sie ist nicht ganz dort, wo sie hin will – mit diesem bisschen Wut im Bauch darf man YB nun auf keinen Fall unterschätzen.
Entscheidet der Ausgang des Derbys mit über das Fazit der Vorrunde?
Auch nach diesem Spiel wird es schwierig sein, die Vorrunde zu beurteilen. Wir hatten unsere Höhepunkte, wozu sicher die ersten Partien zählten, mit den Auftritten im Europacup. Unser Punktestand ist zwar gut, aber wir haben einige Niederlagen erlitten. In der Rückrunde geht es um die Entscheidungen: Wir müssen schauen, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben und uns nach vorne orientieren. Aber eben – jetzt wartet YB. (Berner Zeitung)
Erstellt: 06.12.2011, 13:02 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
3 Kommentare
Sport
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Bitte warten