«Habe Streller zu seiner Schlitzohrigkeit gratuliert»

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 08.02.2010 41 Kommentare

YB-Captain Marco Wölfli hat die heisse Szene am TV noch einmal eingehend studiert. Einen Tag nach der 0:4-Pleite gegen Basel sagt der Nationaltorhüter: «Das war niemals ein Elfmeter.»

Dem Gegner gratuliert: Marco Wölfli lobt die Schlitzohrigkeit von Marco Streller bei der Penaltyszene.

Dem Gegner gratuliert: Marco Wölfli lobt die Schlitzohrigkeit von Marco Streller bei der Penaltyszene.
Bild: Keystone

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23.05.Basel - Young Boys1 : 2
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23.05.Thun - FC Zürich2 : 4
Stand: 23.05.2012 22:10

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel34228478:3374
2.Luzern341412846:3254
3.Young Boys341312952:3851
4.Servette341461445:5348
5.Thun3411101338:4143
6.FC Zürich341181543:4441
7.Lausanne34862029:6130
8.Grasshoppers34752232:6626
9.Sion341581140:3517
10.Xamax1875622:220
Stand: 23.05.2012 22:13

WM-Schiedsrichter Massimo Busacca sei auf die Cleverness von Basels Torjäger Marco Streller hereingefallen. «Ich habe nach dem Spiel ‹Strelli› zum Sieg und zu seiner Schlitzohrigkeit gratuliert», erzählt Wölfli gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. Streller, zu dem er schon seit Jahren ein hervorragendes Verhältnis pflege, sei eben ein ausgebuffter Vollprofi. «Das gehört auch zum Geschäft», so Wölfli.

Die fatale Penaltyszene läuft bei ihm immer noch wie ein Film ab. «Als Streller auf mich zustürmte, war mir sofort klar, dass er jetzt nur noch den Penalty suchen würde», umschreibt Wölfli den Vorsatz Strellers. «Als ich ihm den Winkel verkürzte, bewegte er sich mit dem Ball ja schon wieder vom Tor weg.» Die Gefahr sei also bereits gebannt gewesen. «Ich wäre ja blöd gewesen, wenn ich ihn da noch gefoult hätte», erklärt Wölfli durchaus plausibel. Bevor es zu einem leichten Kontakt gekommen sei, habe Streller bereits vom Boden abgehoben. «Clever, sehr clever», doppelt Wölfli nach.

«Wir lassen den Kopf nicht hängen»

Inzwischen ist der Vorsprung auf den FC Basel von einst 13 Punkten auf deren vier geschrumpft. «Das Ergebnis von 0:4 ist auf den ersten Blick zwar brutal», sagt Wölfli. Während einer Stunde habe YB das Spiel jedoch völlig ausgeglichen gestalten können.

«Selbstverständlich war dieser ungerechtfertigte Penalty eine Vorentscheidung», analysiert Wölfli. Man habe jedoch nur ein Spiel verloren, mehr aber nicht. Immerhin habe YB zuvor gegen den FC Basel sechs Spiele gewonnen und eine hervorragende Vorrunde gespielt. «Wir lassen deshalb den Kopf bestimmt nicht hängen», verspricht Wölfli den YB-Fans, die seit 24 Jahren wieder einmal berechtigte Hoffnungen auf den Titelgewinn haben. Der Captain ist sicher, dass eine einzige Niederlage nicht gleich das innere Gleichgewicht der Gruppe destabilisieren wird.

Wölfli sucht keine Ausreden

Der Fall Gilles Yapi habe nichts mit der Niederlage in Basel zu tun gehabt. Der kleine Mittelfeld-Regisseur hatte vor dem Spitzenspiel Kontakte zum FC Basel bestätigt. «Gilles ist ein absolut verlässlicher und ehrlicher Mensch, er hat uns stets und glaubwürdig darüber informiert, was Sache ist», verrät Wölfli. Es sei nur schade gewesen, dass sich Yapi im Abschlusstraining vor dem Spiel verletzt habe. «Er hätte uns gegen den FC Basel sehr viel gebracht», ist Wölfli überzeugt. Yapi sei ein hervorragender und für YB eminent wichtiger Spieler. Er werde noch viel zu einer erfolgreichen Saison beitragen.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.02.2010, 15:21 Uhr

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41 Kommentare

Pascal Fricker

08.02.2010, 01:21 Uhr
Melden

da hatte wölfli einfach pech sein bein war zur falschen zeit am falschen ort. er nahm den penalty ganz klar in kauf Antworten


Mathias Renggli

08.02.2010, 09:14 Uhr
Melden

Streller sucht den Penalty und findet ihn - dank Wölflis ein wenig naiver Intervention. Als Schiri kommst du nicht drum herum, diesen Penalty zu pfeifen. Antworten



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