Gross-Entlassung könnte für Bobic zum Bumerang werden
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 19.10.2010 2 Kommentare
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Machtmensch: Falls Christoph Daum Nachfolger von Christian Gross wird, bleibt beim VfB Stuttgart kein Stein auf dem anderen. (Bild: Keystone )
Offenbar sind die VfB-Verantwortlichen, allen voran Vorstandschef Dieter Hundt, immer noch an einer Rückkehr des einstigen Meistermachers Christoph Daum interessiert. Ein Auftritt von Daum sorgt für Gesprächsstoff. Er war neben dem Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld und Bernd Heller Studiogast bei Sky90. Daum lobte dabei den neuen VfB-Coach Keller.
«Er war bei mir Spieler. Der wird sich da reinbeissen», so Daum. Als es dann um ein mögliches Engagement beim VfB ging, wich Stuttgarts Meistertrainer von 1992 zuerst aus. «Ich habe klare Vorstellungen von dem Verein, bei dem ich arbeiten möchte. Lass mal den VfB raus. Ich will den Investitionsplan kennen, wissen, wer was zu entscheiden hat», erklärte Daum. Bei einem allfälligen neuen Verein wolle er, dass die Fäden bei ihm zusammenlaufen.
Die trügerische Ruhe vor dem Sturm
Moderator Patrick Wasserziehr hakte nach. «Also das Modell Magath?» Daums Antwort mit «Ja» lässt keine Fragen offen. Daum strebt also in Zukunft die alleinige Macht an, so wie sie sich Magath in Wolfsburg und jetzt auch bei Schalke zusichern liess. Magath bekleidet zurzeit in Personalunion das Amt des Managers, des Sportdirektors und des Trainers.
Sollte Daum auch in Stuttgart mit aller Macht ausgestattet werden, würde das wohl das sichere Ende für Sportdirektor Fredi Bobic bedeuten. Für jenen Mann, der Gross mit der Begründung entlassen hat: «Er hat keine Lösungsansätze gehabt.» Daum signalisierte auf Sky jedenfalls Gesprächsbereitsschaft, falls Stuttgart anklopfen würde. Doch er ruderte gleich wieder leicht zurück. «Ich gebe doch hier übers Fernsehen keine Bewerbung ab», sagte Daum. Man solle doch Jens Keller in Ruhe arbeiten lassen. Es ist eine trügerische Ruhe. Eher eine Ruhe vor dem Sturm, wenn Daum durch die VfB-Reihen wirbelt und die alleinige Macht für sich beansprucht. Dann könnte für Bobic die Gross-Entlassung zum Bumerang werden. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.10.2010, 14:24 Uhr
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2 Kommentare
Magath bekleidet zurzeit in Personalunion das Amt des Managers, des Sportdirektors und des Trainers - und ist zuständig für die grösste Startpleite der Schalker Geschichte, haben Sie vergessen zu schreiben. Dass für Bobic Daum die Endstation bedeuten würde, ginge in Ordnung. Der einstige Spitzenstürmer ist derzeit etwas zu hoch aufgehängt beim VfB. Er ist noch nichts, kann also noch was werden. Antworten
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