Gelassenheit bei YB – obwohl gewichtige Ausfälle drohen
Von Fabian Ruch. Aktualisiert am 18.08.2011 5 Kommentare
Stichworte
Dossiers
Artikel zum Thema
Erstaunlich entspannt gehen die Young Boys mit dem Umstand um, dass heute Abend – beim wichtigen Europa-League-Playoff-Hinspiel in Braga – zwei absolute Leistungsträger vermutlich nicht mitspielen können. «Es wird immer Ausfälle geben», sagt Trainer Christian Gross. «Genau darum haben wir ja ein breites Kader und viele personelle Möglichkeiten.» Torhüter und Captain Marco Wölfli sowie der zu Saisonbeginn formstarke rechte Mittelfeldspieler David Degen unternehmen zwar alles, um heute dabei zu sein. Am gestrigen Training nahmen die beiden zwecks Schonung nicht teil. Bei YB rechnet man aber damit, beide nicht einsetzen zu können.
Die Berner Gelassenheit hängt gewiss auch mit der formidablen Leistung des Ersatztorhüters Ivan Benito am letzten Sonntag beim 3:0-Sieg in Zürich gegen GC zusammen. «Auf Benito können wir uns immer verlassen», sagt Coach Gross. Und Torhütertrainer Pascal Zuberbühler meint: «Wir haben hier bei den Young Boys eine ausgezeichnete Goaliesituation. Benito ist ebenfalls ein erfahrener, starker Torhüter.»
Marco Wölfli trainierte in den letzten Tagen mit einer Spezialschiene, und nach eigenen Angaben verliefen die Einheiten gut. Aber es sei zu früh, um bereits eine Prognose zu stellen, ob er am Donnerstagabend eingesetzt werden könne. Pascal Zuberbühler bestätigt das: «Wir werden erst am Matchtag entscheiden, ob ein Einsatz Sinn macht.» Die körperliche Verfassung und der Umgang mit der ungewohnten Schiene seien das eine, sagt Zuberbühler, schliesslich seien Finger von Torhütern oft lädiert. «Aber wichtig ist auch, wie es im Kopf von Marco Wölfli aussieht. Ich muss ihn spüren, er muss klar sagen, dass er bereit ist für dieses Spiel.» Letztlich würde im Team – das heisst unter Gross, Wölfli und ihm – entschieden werden.
Degens stechender Schmerz
In der Berner Defensive wird der gegen GC gesperrte Sicherheitschef Alain Nef für François Affolter zurück in die Innenverteidigung rücken. Und offen ist laut Trainer Gross, hinter wem Nassim Ben Khalifa als zurückhängender Angreifer agieren wird: Henri Bienvenu oder Emmanuel Mayuka? Für Bienvenu sprechen das bessere Spielverständnis, die höhere Klasse und mehr Erfahrung, für Mayuka die Schnelligkeit, die Form und der Fitnesszustand. «Und Mayuka war zuletzt torgefährlich, das hat mir gefallen», sagt Gross. Der Sambier Mayuka traf in drei Super-League-Partien dreimal, Bienvenu ist noch ohne Ligator. «Wir müssen optimistisch und frech spielen und wollen mindestens ein Tor erzielen», fordert Gross. «Und es ist auch überhaupt nicht verboten, zweimal zu treffen.»
David Degen wäre für dieses Vorhaben gewiss eine Bereicherung. Doch er hat Beschwerden im linken Fuss und nimmt seit Wochen Schmerzmittel vor den Spielen. «Nun ist aber ein stechender Schmerz dazugekommen, der kaum weggeht», sagt Degen. Fällt er aus, dürfte Raphael Nuzzolo auf rechts rücken und Mario Raimondi links beginnen. Die gegen GC praktizierte Variante mit Mayuka als Degen-Ersatz ist Christian Gross heute in Braga wohl zu offensiv. (Berner Zeitung)
Erstellt: 18.08.2011, 09:36 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
5 Kommentare
Sport
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Bitte warten