«Es war ein Flatterball»
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 10.09.2009 79 Kommentare
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Der Schweiz sei es nach dem 2:0-Erfolg gegen Griechenland nicht gelungen, wieder «sachlich und nüchtern» zu spielen, konstatierte Ottmar Hitzfeld nach der Partie. «Wir bekundeten Probleme damit, der grossen Erwartungshaltung standzuhalten.» Rund 2000 Fans hatten die Schweizer nach Riga begleitet und erwarteten von der SFV-Auswahl nichts weniger als einen Sieg. «Wir hatten Probleme damit», so Hitzfeld.
Vor allem kritisierte der Nationalcoach, dass sich das Team zu viele Fehlpässe leistete. «Einige Spieler waren nicht auf 100 Prozent. Das müssen wir sicher noch ansprechen», hielt Hitzfeld fest. Dabei dachte er vor allem an das Zentrum im Mittelfeld, wo Gökhan Inler wegen seiner Oberschenkelverletzung abermals passen musste. Der Udinese-Profi verfolgte die Partie wie 9000 andere Zuschauer auf den Tribünen des Skonto-Stadions.
Hitzfeld spricht Benaglio von Schuld frei
«Ein Spieler wie Inler ist schwierig zu ersetzen», so Hitzfeld. «Das darf man vor der Partie natürlich nicht sagen. Aber er hat auf hohem Niveau eine grosse Ballsicherheit. Er kann die entscheidenden Pässe spielen», lobte er den Abwesenden. Die «Risikopässe» fehlten dem Trainer ebenso wie die die Flanken aus dem Halbfeld. «Man muss nicht immer bis zur Grundlinie durchlaufen.»
Hitzfeld sprach auch vom harten Kampf des Heimteams. «Die Letten haben uns keinen Raum gelassen», hatte er beobachtet. Diego Benaglio sprach er beim Ausgleich der Letten von einer Schuld frei. «Es war ein Flatterball.» Der Keeper beurteilte seinen Fehlgriff jedoch kritischer. «Ich sehe nicht glücklich aus, auch wenn der Ball im letzten Moment die Richtung änderte», meinte der Goalie nach einer kurzen Analyse der TV-Bilder auf SF.
«Hatten noch Chancen auf den Sieg»
Deutlich anders beurteilte Hitzfeld indes den zweiten Gegentreffer. «Der Abwehrbereich ist nicht mitgelaufen», hielt er fest. Stéphane Grichting, der viel umjubelte Held beim 2:0-Sieg in Basel, und Steve von Bergen hatten Lettlands Captain Astafjevs zu viel Platz gelassen. Und der 38-jährige Routinier überwand eine Viertelstunde vor Schluss Benaglio gar zur Führung der Letten.
Positiv bemerkte Hitzfeld, «dass wieder ein Joker das Tor erzwungen hat». Er sei auch nach dem Rückstand immer überzeugt gewesen, dass die Chance auf ein Unentschieden noch bestehe. «Und wir hatten ja sogar noch die Chancen auf den Sieg.» Er dürfte an die Chance von Alex Frei, der die Schweizer vor der Pause mit seinem 40. Tor im 70. Länderspiel gebracht hatte, gedacht haben. Doch der Ball drehte sich nach aussen am Pfosten vorbei.
«Tabellenplatz ist immer noch ideal»
So war die erfreulichste Nachricht in Riga die Meldung aus Chisinau, wo die Moldauer in letzter Minute gegen Griechenland noch ein 1:1 erreichten. «Es ist natürlich erfreulich, dass uns Moldau geholfen hat. Wir konnten die Griechen so auf Distanz halten. Der Tabellenplatz ist immer noch ideal.»
Nach dem Punktverlust von Griechenland in Moldau und dem Unentschieden der Schweiz, sei man dem Ziel WM 2010 in Südafrika einen Schritt nähergekommen. «Aber wir müssen uns noch steigern», hielt Hitzfeld auch fest. Die letzten beiden Partien der WM-Qualifikation bestreitet die Schweiz in Luxemburg (10. Oktober) und gegen Israel (14. Oktober). Vier Punkte braucht es noch (maximal) für die Qualifikation. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.09.2009, 08:17 Uhr
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79 Kommentare
Ich schliesse mich den Kommentaren an die das Gehabe von Frei kritisieren und sich über das schlechte Spiel nerven. Natürlich zählt nur das Resultat - sollte sich die Schweiz für die WM qualifizieren - werden an der WM mit diesem Gekicke positive Resultate aber schlicht und einfach ausbleiben. Spätestens bis dann muss sich unsere Nati also gewaltig steigern um auch einmal wirklich üzu berzeugen. Antworten
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