Eine starke Halbzeit reicht YB zum Sieg
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 12.09.2011 1 Kommentar
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Eine halbe Stunde erst war zwischen Lausanne und den Young Boys vorbei, da nahmen sich die Gastgeber aus dem Spiel. Gestört vom aufsässigen YB-Stürmer Emmanuel Mayuka, leistete sich Lausanne-Captain Sébastien Meoli einen fatalen Fehlpass in Richtung Goalie Fabio Coltorti. An der Strafraumgrenze kam es zu einem Prellball, im Anschluss daran erzielte Alexander Farnerud seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag. Das 2:0 war der Lohn für die Berner Dominanz zu Beginn der Partie. «Wir spielten Lausanne in dieser Phase an die Wand und hätten noch mehr Tore erzielen müssen», sagte YB-Verteidiger Christoph Spycher, bevor er nach Spielende die Kabine aufsuchte. 3:0 hatten die Gäste das Spiel schliesslich gewonnen, der dritte Treffer war Raphael Nuzzolo kurz vor Schluss gelungen.
Der dritte Saisonsieg und der Vorstoss in der Tabelle vom sechsten auf den fünften Platz sorgten für Erleichterung aufseiten der Berner, die in der Meisterschaft zuletzt zweimal verloren hatten. Der Jubel nach dem Schlusspfiff fiel dennoch verhalten aus. Spycher klatschte ein paarmal in die Hände, die Innenverteidiger Alain Nef und Dusan Veskovac umarmten sich kurz. Sie wussten, die Leistung hatte nicht jedem einzelnen der hohen Ansprüche genügt, welche die Young Boys seit Saisonbeginn begleiten.
Lausanner Unvermögen
Nach dem Seitenwechsel war YB aus dem Tritt geraten. «Plötzlich liessen wir Lausanne gewähren», sagte Spycher. Der Aufsteiger, der sich zunächst harmlos präsentiert und erst in der 44.Minute durch Nicolas Marazzi einen Warnschuss abgegeben hatte, kam zu mehreren Chancen. In der 47.Minute musste YB-Goalie Marco Wölfli bei einem Kopfball von Jocelyn Roux eingreifen, wenig später vergab Roux’ Sturmpartner Matt Moussilou.
Dem überzeugenden Wölfli, dem Unvermögen der Lausanner Stürmer und deren Pech im Abschluss hatten es die Young Boys letztlich zu verdanken, dass sie das Stade de la Pontaise trotz fehlerhafter Leistung in der zweiten Halbzeit ohne Gegentreffer verliessen. «Ich hätte es gerne gesehen, wenn wir nach dem überzeugenden Start weiter so dominant aufgetreten wären», sagte Trainer Christian Gross. Er hatte nach dem Abgang von Henri Bienvenu Emmanuel Mayuka und Nassim Ben Khalifa im Angriff nominiert. Nachdem sich Ben Khalifa, in Lausanne ausgebildet, bei einem Zusammenprall mit Coltorti eine Oberschenkelprellung zugezogen hatte, war Gross rasch zu einer Umstellung gezwungen. Moreno Costanzo ersetzte in der 14.Minute den Schweizer Nationalspieler, der vor seiner Auswechslung Farneruds Direktabnahme zum 1:0 mit einer präzisen Flanke vorbereitet hatte und zu seinem ersten Skorerpunkt für YB gekommen war.
Den Leistungsabfall erklärte Gross damit, dass mehreren seiner Spieler der Rhythmus gefehlt habe. «Costanzo, David Degen, Raphael Nuzzolo: Bei ihnen liess nach der Pause die Konzentration nach. Zudem war Michael Silberbauer angeschlagen.»
Zuerst Cup, dann Xamax
Der YB-Trainer beharrte in seiner Analyse darauf, in Lausanne mehr positive als negative Aspekte im Auftreten seiner Mannschaft gesehen zu haben. «Die nehmen wir mit im Hinblick auf die nächsten Spiele.» Aufwand und Ertrag hatten bei YB zu Beginn der Saison nicht im richtigen Verhältnis gestanden, gestern war das – dank Farneruds frühen Toren – anders. Am Samstag tritt YB in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups in Freiburg gegen den 3.-Ligisten Domdidier an. Am übernächsten Mittwoch erwartet Gross, dass das Team gegen Xamax den ersten Heimsieg der Saison realisiert. (Berner Zeitung)
Erstellt: 12.09.2011, 07:17 Uhr
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Nun ja, eine Steigerung war durchaus erkennbar. Nef hat sich bemüht, nicht mehr so Ungestüm einzusteigen. Spycher wieder etwas konzentrierter. Nuzzolo klar im Aufwärtstrend. Mayuka auf seiner Position deutlich besser. Ausserdem braucht es Degen in Form, sonst läufts nicht. Allerdings muss man auch sehen, wäre Lausanne kaltblütiger im Abschluss, verliert man auch diesen Match. Antworten
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