Sport

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Eine Standortbestimmung für die neue YB-Kultur

Von Fabian Ruch. Aktualisiert am 16.02.2012 2 Kommentare

YB-Trainer Christian Gross will den Rückstand auf Basel verkürzen. Das heutige Heimspiel gegen den FCB ist ein wichtiger Test für die neue Leistungskultur bei den Young Boys.

Grosse Macht bei YB: Trainer Christian Gross.

Grosse Macht bei YB: Trainer Christian Gross.
Bild: Andreas Blatter

Artikel zum Thema

Gross sagt Hertha ab

Angebot aus der Bundesliga Aus Berliner Medienkreisen war am Mittwoch zu vernehmen, dass Christian Gross angefragt worden sei, bei Hertha BSC den Trainerposten zu übernehmen. Michael Skibbe, der erst in der Winterpause Markus Babbel ersetzt hatte, wurde nach einem fürchterlichen Fehlstart in die Rückrunde am letzten Wochenende entlassen. Gross, der regelmässig Angebote aus der Bundesliga erhält, sagte den Berlinern aber offenbar ab. Bei YB bestätigte man das gestern nicht. Christian Gross erklärte bloss: «Wenn es ein Angebot von Hertha geben würde, würde ich es dankend ablehnen.»

Stichworte

Alles auf Christian Gross! Das ist – um es im Rouletteslang zu sagen – das Motto bei YB. Die Macht im Betrieb konzentriert sich stark auf den Trainer, der dem Verein endlich, endlich den ersten Meistertitel seit 1986 bescheren soll. Gross besitzt einen engen Draht zu den Investoren, und selbst CEO Ilja Kaenzig und der Technische Direktor Hansruedi Hasler stehen in der YB-Hierarchie, auch wenn das auf dem Organigramm anders skizziert ist, hinter Christian Gross. Das zeigen zum Beispiel die Abgänge der Verteidiger François Affolter und Scott Sutter, die unter Gross keine Rolle mehr spielten, bei anderen im Verein aber einen hohen Stellenwert genossen.

Der Coach arbeitet seit letztem Sommer äusserst akribisch (und seit mehreren Tagen sogar mit einer hartnäckigen Bronchitis), er hat vieles verändert, eine neue Mentalität eingeführt und bald die halbe Mannschaft ausgetauscht. Auf Einzelschicksale nimmt der Zürcher keine Rücksicht, er geht fokussiert den Weg, es ist sein Weg, und es ist ein Weg, der sich als erfolgreich erweisen könnte, aber nicht frei von Risiken ist, weil es irgendwann einen nächsten YB-Trainer geben wird.

«Wir müssen gut sein»

Die Richtung nach der neuerlichen, kostspieligen Transferoffensive im Winter stimmt, YB überzeugte zum Rückrundenstart gegen Servette (3:1) und in Sion (1:0). «Mehr Spielfreude, mehr Zug nach vorne und mehr Torgefahr» sah Gross in diesen Spielen. Dummerweise – aus YB-Sicht – gibt es aber den FC Basel, den Branchenleader und Meister, den stolzen Champions-League-Achtelfinalisten und souveränen Leader. Das Saisonziel von Gross ist es ja, den Rückstand auf Basel und Zürich, der letztes Jahr 16 und 15 Punkte betrug, zu verkürzen. Der FCZ zieht eine schwache Spielzeit ein, und wenn YB heute im Heimspiel den FCB bezwingen sollte, würde der Abstand auf Basel noch 3 Punkte (oder genauer: 6 Verlustpunkte) betragen. «Spiele gegen Basel sind immer speziell», sagt der frühere FCB-Titeltrainer Gross.

Aber vor dem Spitzenkampf hält der 57-Jährige den Ball verbal bewusst tief. Er will nichts von einer «kleinen Finalissima» oder einer «Standortbestimmung» oder sogar einem «Spiel der letzten Titelchance für YB» wissen. Gross sagt: «Auch danach wird die Saison noch lange dauern.» Doch es ist heute zumindest eine Standortbestimmung für die neue, viel beschworene Leistungskultur, die mit Gross bei YB eingezogen ist. Es weht ein rauherer Wind im Stade de Suisse, die Zeit der Ehrenplätze und verlorenen Schlüsselspiele soll nach dem titellosen letzten Vierteljahrhundert vorbei sein.

«Dominanz» und «Entschlossenheit» und «Leidenschaft» fordert der Coach der Young Boys ständig von seiner Akteuren. Und je länger die aktuelle Saison dauerte, desto mehr sah man auf dem Spielfeld bei YB mal das eine und mal das andere und manchmal sogar alle drei Tugenden zusammen. «Die Spieler sind selbstbewusster geworden», sagt Gross. «Aber wir müssen am Donnerstag gegen den FC Basel gut sein, um zu gewinnen. Und wir müssen vor allem effizient sein.»

Die grosse Chance für YB

Christian Gross hat nie gesagt, er wolle in dieser Saison Meister werden. «Einen Mentalitätswandel kann man nicht von heute auf morgen vollziehen», erklärte er im letzten Herbst. Und die Young Boys könnten im Sommer vom personellen Umbruch beim FCB profitieren. Die Basler Führungsspieler Alex Frei, Marco Streller und Benjamin Huggel sind alle über 30 Jahre alt – und neben Xherdan Shaqiri, den es zu Bayern München zieht, könnten weitere jüngere Teamstützen wie Granit Xhaka, David Abraham und Aleksandar Dragovic ins Ausland wechseln. Der FC Basel hätte dann ganz viel Geld, um neue Fussballer zu verpflichten. Er hat in den letzten Jahren bewiesen, Abgänge gut ersetzen zu können, aber heikel ist diese Konstellation trotzdem. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.02.2012, 11:56 Uhr

2

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

2 Kommentare

Günther Krass

16.02.2012, 12:45 Uhr
Melden

Gross ist schon eine gute Wahl für YB - mit ihm kann man schon Meister werden demnächst. Aber welcher Umbruch beim FCB ist da eigentlich gemeint? Da ist nix. - Wenn die Chance von YB darin besteht, dass der FCB nächste Saison geschwächt ist, kann ich nur wenig Hoffnung machen. Der FCB hat schon lange das Problem, dass er jetzt die Spieler ausleihen muss, weil die "Alten" einfach zu gut sind. Antworten


Joos Tarnutzer

16.02.2012, 15:39 Uhr
Melden

Der Zeitpunkt ist noch zu früh, es gibt noch viele Punkte zu gewinnen und zu verlieren. Letztes Jahr wurde es für Basel gegen Ende trotz 9 Punkten Vorsprung plötzlich knapp. Und JA, es fühlt sich halt trotzdem als "entscheidendes Spiel" an. Für mich daher unverständlich, warum SF dieses Spiel nicht zeigt. Ausser uns FCB-Fans hofft wohl der Rest der Schweiz heute abend auf einen Heimsieg von YB? Antworten



Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 23:58
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Roland Garros
27.05EndeCipolla - Wawrinka3:6 3:6 6:4 6:3 2:6
Stand: 27.05.2012 16:09
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0516:15Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0512:15Federer - Kamke
28.0513:30Djokovic - Starace
Stand: 25.05.2012 15:24
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden

Sport

Populär auf Facebook Privatsphäre


Jetzt neu bei Swissquote

Direkt über usere Plattformen : Advanced Trader, Web Trader, MetaTrader 4.[Alt-Text]

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.