Auch wenn der ehemalige Trainer des FC Luzern, Rolf Fringer, zurzeit arbeitslos ist, bleibt er am Ball. Er ist bestens informiert über das Geschehen im In- und Ausland. «Ich muss parat sein, wenn sich wieder eine Chance ergibt», sagt Fringer gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. Er hoffe, dass diese bald komme. Vom Spiel des FC Baselin England ist der ehemalige Schweizer Nationalcoach geradezu begeistert. «Das war ein stinkfrecher Auftritt», sagt Fringer. Das wundere ihn aber nicht. Der FC Basel habe mit Thorsten Finkauch einen mutigen Trainer.
Er habe die Mannschaft hervorragend auf diese vermeintlich unlösbare Aufgabe eingestellt. «Der FC Basel war gut organisiert und spielte taktisch auf höchstem Niveau», sagt Fringer. Da sei Willen, Leidenschaft und viel Mut auf dem Platz gewesen. «Die Ballsicherheit war geradezu frappant, der Mut zum Risiko verblüffend», sagt er. Das hänge vorwiegend mit einem grossen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zusammen. «Wenn man einer grossen Mannschaft wie ManU auf die Beine steht, sie unter Druck setzt, sie beschäftigt und Forechecking betreibt, dann bekommt auch Weltklasse Probleme», sagt Fringer. Der FC Basel sei absolut solidarisch aufgetreten.
«Im Prinzip kann die Schweiz auf Streller und Frei nicht verzichten»
Rolf Fringer, der ehemalige Schweizer Nationaltrainer, hebt die Leistung der beiden aus der Nati zurückgetretenen Stürmer Alex Frei und Marco Streller explizit hervor. «Ich kann mir schon vorstellen, dass Nationalcoach Ottmar Hitzfeld jetzt vielleicht zweimal leer schluckt», sagt Fringer. Die Schweiz könne im Prinzip auf Streller und Frei in Hochform gar nicht verzichten. «Hitzfeld hat ihren Rücktritt ja unheimlich bedauert», sagt Fringer. Trotzdem sagt er auch: «Streller wie auch Frei sind sich bewusst, dass sie in ihrem Alter nicht Samstag, Mittwoch und Samstag solche Leistungen wie gegen ManU abrufen können», sagt Fringer. Deshalb mache ihr Rücktritt auch Sinn und sei vernünftig. «Und natürlich ein grosser Vorteil für den FC Basel.»
Für Frei und Streller sei dieses Spiel von der psychischen und physischen Belastung her enorm gewesen, glaubt Fringer. Das habe die beiden viel Substanz gekostet. Für solche Highlights wie gegen Manchester United seien Streller und Frei aber nach wie vor auf den Punkt bereit. «Für ältere Stürmer ist es viel schwieriger als für ältere Verteidiger, sich auf diesem Niveau durchsetzen zu können», räumt Fringer ein. Ein Stürmer müsse sich permanent durchsetzen und sich in jedem Zweikampf aufreiben. «Ein älterer Verteidiger kann hingegen vorwiegend von seiner Routine und einem geschickten Stellungsspiel leben.»
«Fussball ist vorwiegend eine reine Kopfsache»
Auch Luzerns Leadertrainer Murat Yakinstaunt über den grossen Auftritt des FC Basel in England. «Der Auftritt war frisch, mutig und frech», analysiert der ehemalige Nationalspieler, der beim letzten grossen Auftritt des FC Basel, beim 1:1 in Manchester, noch als Spieler dabei gewesen war. Yakin machte während des Spiels eine interessante Beobachtung. «Die Engländer haben bei den Führungstoren zur 2:0-Führung überhaupt keine Emotionen gezeigt», sagt Yakin gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. Daraus leite er eine gewisse Überheblichkeit und Arroganz ab. «Die haben gedacht, jetzt ist die Partie gelaufen», sagt Yakin. ManU sei dafür dann aber bitter bestraft worden. «Fussball ist vorwiegend eine reine Kopfsache. «Wenn du auf diesem Niveau nur eine Sekunde nachlässt und die Konzentration nicht mehr da ist, dann gerät auch eine Weltklassemannschaft wie ManU in Schwierigkeiten.» Das habe der FC Basel rigoros ausgenutzt.
«Ich gratuliere dem FCB von ganzem Herzen»
Fredy Bickel, Sportchef bei Vizemeister FC Zürich, ist ebenfalls voll des Lobes. «Das war beste Reklame für den Schweizer Fussball schlechthin. Ich gratuliere dem FC Basel von ganzem Herzen », sagt der Zürcher gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. Er habe sich an diesem Spiel regelrecht gefreut. Das sei grosses Kino gewesen. Das sei ein grandioser und mutiger Auftritt, gepaart mit einer taktischen Meisterleistung, gewesen. «Es ist wirklich jammerschade, die letzten fünf Minuten hätten wahrlich nicht mehr sein müssen », bedauert Bickel. «Basel hätte den Sieg eigentlich verdient.»
«Null Respekt vor grossen Namen»
Auch der ehemalige Nationalspieler Roger Wehrli spricht von einem sensationellen Basler Auftritt. «Als Spieler war Thorsten Fink ja eigentlich ein Defensivspezialist», erinnert sich der ehemalige Star von GC und Luzern. Als Trainer habe er aber offensichtlich vor gar nichts Angst. «Die Basler hatten null Respekt vor den grossen Namen», sagt Wehrli gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. Man sei nicht in Ehrfurcht erstarrt, sondern habe auch mutig nach vorne gespielt. «Basel hatte einige hochkarätige Chancen», sagt Wehrli. Das Team von Thorsten Fink habe Charakter bewiesen und eine unglaubliche Moral gehabt. Dabei seien ja Beni Huggel und Xherdan Shaqiri noch gesperrt gewesen. Und zu Frei und Streller will Wehrli nur eines festhalten. «Das sind die beiden besten Stürmer, die die Schweiz je hatte.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ihr Kommentar wurde abgeschickt. Bis er von der Redaktion freigeschaltet wird, kann es eine gewisse Zeit dauern. Ihren Kommentar ansehen
Ich habe die RegelnRegeln gelesen und erkläre mich einverstanden.
Bitte erklären Sie sich mit den Regeln einverstanden.
Wir freuen uns, dass Sie bei uns einen Kommentar abgeben wollen. Bitte nehmen Sie vorab folgende Regeln zur Kenntnis: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt ganz allgemein, aber insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird weder Rechenschaft abgelegt, noch Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Die Redaktion behält sich ausserdem vor, Leserkommentare zu kürzen. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Ihr Kommentar auch von Google und anderen Suchmaschinen gefunden werden kann und dass die Redaktion nichts unternehmen kann und wird, um einen einmal abgegebenen Kommentar aus dem Suchmaschinenindex zu löschen.
auf Facebook publizieren
Bitte warten
No connection to facebook possible. Please try again.There was a problem while transmitting your comment. Please try again.Schliessen
Könnt Ihr Euch nicht einfach einmal freuen!!? Das ist ja himmeltraurig und bemittleidensbert dieses Gestänker!! Es war ein super Match! Basel hat grandios gespielt!! Die Schweizer Nati sowie einige Super-League Klubs würden dies nicht annähernd schaffen! Ich gratuliere und hoffe auf noch weitere solche spannende Spiele!! Ein FCZ-FanAntworten
Klasse Spiel, war toll. Mit besten Grüssen von Züri nach Basel ! Die ewigen Stänkerer und Miesmacher, behaltet Eure Kommentare ausnahmsweise für Euch und beisst sonstwohin...Antworten