Dudar in Kategorie Nummer 3
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 12.09.2011 3 Kommentare
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Breit ist das Kader, auf das YB-Coach Christian Gross zurückgreifen kann. Letzte Woche, selbst nach dem Wechsel von Stürmer Henri Bienvenu zu Fenerbahçe Istanbul, fanden die Trainings mit 23 Spielern statt. Und das obwohl die jungen Ertan Alioski und Matteo Tosetti mit der U-21-Equipe trainierten. Die hohe Leistungsdichte sorgte dafür, dass sich Stammspieler der letzten Saison wie etwa François Affolter und Scott Sutter auch gestern in Lausanne auf der Ersatzbank wiederfanden. Für Affolter gibt es in der Innenverteidigung im Moment kein Vorbeikommen an Dusan Veskovac. Auf der rechten Abwehrseite hat Elsad Zverotic Sutter für den Moment den Rang abgelaufen. Für Mario Raimondi war nicht einmal auf der Bank Platz. Der Routinier sah sich das 3:0 – wie übrigens auch der neu verpflichtete finnische Abwehrspieler Juhani Ojala – von der Tribüne aus an.
Dudars furchtbares Jahr
Es gibt derzeit aber auch noch die dritte Kategorie von YB-Spielern. Jene nämlich, die nicht einmal ans Spiel in die Romandie mitfuhren. Zu ihr gehört Emiliano Dudar. Der Argentinier hat ein
ganz furchtbares Jahr hinter sich. Heute ist es genau zwölf Monate her, seit er im Spiel gegen Basel bei einem Zusammenprall mit Mitspieler Affolter eine schwere Gehirnerschütterung erlitt, danach lange im Spital lag und monatelang ausfiel. Als Dudar in der Rückrunde der letzten Saison zurückkehrte, hatte er seinen Stammplatz verloren. In dieser Saison spielt er unter Christian Gross überhaupt keine Rolle mehr und hat noch keine Minute auf dem Feld gestanden. Aus dem Abwehrchef wurde innert eines Jahres Innenverteidiger Nummer 5. Eine Tatsache, die der sensible Dudar dem Vernehmen nach nur schwer verkraftet. Noch immer hofft YB, den überzähligen Verteidiger bis zum Ablauf der nationalen Transferperiode Ende Monat abgeben zu können. «Und auch Dudar will unbedingt spielen», sagt Gross.
Keine weiteren Veränderungen
Allerdings steht ein konkretes Angebot für Dudar derzeit aus. Die Schweizer Spitzenklubs haben keinen Bedarf, die Mannschaften in den unteren Tabellenregionen scheuen – jedenfalls im Moment noch – die Kosten. «Lausanne zeigte sich vor einigen Wochen mal interessiert an Dudar», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig. «Am Sonntag im Stadion hat mich Präsident Jeff Collet aber nicht auf ihn angesprochen. Daher denke ich, dass er dort kein Thema mehr ist.» Laut Kaenzig wäre YB unterdessen sogar dazu bereit, im Fall einer Ausleihe einen Teil des Gehalts des Verteidigers zu übernehmen.
Weiter sind im YB-Kader keine Veränderungen mehr zu erwarten. Die über fünf Millionen Franken, welche die Stadtberner für Bienvenu aus Istanbul erhielten, sollen – wenn überhaupt – erst im Winter verwendet werden. (Berner Zeitung)
Erstellt: 12.09.2011, 11:15 Uhr
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