Diskriminierter Fan fordert Schadenersatz

Ein österreichischer Fussball-Fan fordert 20 Euro Schadenersatz, weil er bei zwei Länderspielen mehr Eintritt bezahlen musste als die Besucherinnen.

Schadenersatz: Ein Fan will, dass Männer und Frauen gleich viel für den Fussball bezahlen müssen.

Schadenersatz: Ein Fan will, dass Männer und Frauen gleich viel für den Fussball bezahlen müssen. (Bild: Keystone)

Der Supporter von Österreichs Nationalteam fühlt sich daher «sexuell diskriminiert», schreibt die Homepage vom ORF. Verantwortlich für seinen Schaden macht der Kläger den Staat, da dieser die EU-Gleichbehandlungsrichtlinie nicht rechtzeitig umgesetzt habe. Weil ermässigte Preise für Frauen rechtlich nicht zulässig gewesen seien, habe sein Mandant 20 Euro zu viel bezahlt, meinte der Anwalt des Klägers.

Die Anwältin des Bundes gab vor dem Verfassungsgerichtshof in Wien zu, dass hier eine Ungleichbehandlung stattgefunden habe. Dies jedoch mit einer sachlichen Rechtfertigung. Nicht jede Rechtfertigung sei auch eine Diskriminierung. Wenn man nun gegen Frauentickets entscheide, könnte es nächstens rechtliche Schritte gegen Jugend- oder Seniorentickets geben, warnte die Juristin.

Das Problem mit den unterschiedlichen Ticketpreisen bei Heimmatches von Österreichs Fussballer gibts nicht mehr. Der ÖFB hat diese Aktion abgeblasen. Für den Kläger ist das bereits ein Schuldeinbekenntnis.

(Bernerzeitung.ch/Newsnetz)

Erstellt: 09.10.2009, 15:31 Uhr

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