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Die bittere Schweizer Realität

Von Peter M. Birrer und Thomas Schifferle. Aktualisiert am 09.09.2010 40 Kommentare

Die Ernüchterung nach dem 1:3 gegen England ist gross. Das Spiel legte schonungslos offen, welches die Defizite der Schweizer Nationalmannschaft sind.

1/11 Ist nach seinen Leistungen in der Nati nachdenklich: Eren Derdiyok.
Bild: Keystone

   

Die Spieler haben das Hotel an der Basler Messe längst verlassen. Der Chef ist noch da, um sich zu erklären. Und Ottmar Hitzfeld sagt: «Die Engländer haben uns die Grenzen aufgezeigt. Es ist eine ernste Situation. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand.»

Hilflos, konzeptlos

Drei Sätze nach drei Gegentoren – sie sagen so viel aus über die Befindlichkeit am Morgen nach dem Start in die EM-Qualifikation. Nicht die Niederlage an sich ist das Problem, nicht dieses 1:3, denn gegen dieses England zu verlieren, ist viel weniger Überraschung als Normalität. Das Problem ist vielmehr, wie hilf- und konzeptlos die Schweizer waren, wie chancenlos spielerisch und körperlich. Wie ein weiteres Mal klar wurde: Es ist nicht immer Durban, nicht immer der 16. Juni, nicht immer sind sie so vom Glück begünstigt wie gegen Spanien.

Sie sind weit weg von der internationalen Spitze, viel weiter, als sie sich das wohl selbst vorgestellt haben. Ihre Mittel und Möglichkeiten sind beschränkt. Ihr einziger Vorteil ist, dass in dieser Gruppe der EM-Qualifikation nicht jeder Gegner die Klasse Englands besitzt. Gleichwohl mag sich Hitzfeld an diesem Morgen lieber nicht vorstellen, was sein wird, wenn es auch am 8. Oktober in Montenegro eine Niederlage absetzt.

Die Offensive: Allgemeine Harmlosigkeit

Die Bilanz, die trüb und trüber wird, liest und hört Ottmar Hitzfeld nicht gern. Dabei spricht er selber und von sich aus von einer «Torflaute». Diese Bilanz also sagt: 5 Tore in 11 Spielen, und nicht ein einziges davon von einem Stürmer erzielt, dafür von Inler (2), Fernandes, Costanzo und Shaqiri.

Die Abteilung Offensive wird besetzt von Alex Frei, Eren Derdiyok, Marco Streller, die Ersatzvariante heisst Albert Bunjaku. Die Angreifer leiden, und sie leiden auch, weil es ihnen an Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlt, sie bekommen keine brauchbaren Bälle. Hitzfelds Kritik ist von bemerkenswerter Klarheit: «Ich hätte gegen England nicht Stürmer bei uns sein wollen.»

Gegen England hiess der Mann ganz vorne Derdiyok, ein Talent eigentlich, aber er zeigt als Nationalspieler viel zu selten, was in ihm steckt. Das ist auch Hitzfeld nicht verborgen geblieben. Er wiederholt jetzt, was er dem Basler von Bayer Leverkusen schon zur Pause am Dienstagabend sagte: «Er muss viel mehr investieren, um ein Tor zu erzielen. Er muss auch bereit sein, einmal einen Weg vergebens zu gehen.»

Die aktuelle Harmlosigkeit der Schweizer Stürmer lässt sich mit Zahlen belegen: Derdiyok mit 2 Goals in 27 Spielen, Frei seit einem, Streller gar seit drei Jahren torlos.

Alex Frei: Krampfhafte Suche

Für den Coach bleibt Alex Frei unbestritten – obschon sich in seinem Fall gezeigt hat, dass es weitaus bedeutenderen Gesprächsbedarf gibt als die paar Pfiffe von St. Gallen. Der Captain sucht krampfhaft seine Rolle auf der Position hinter der Spitze, die auf dem Papier analog zu jener von Wayne Rooney wäre.

Aber Frei lässt sich oft zu weit zurückfallen, bis tief in die eigene Platzhälfte, was sich auch als Zeichen seiner Unzufriedenheit über den Support für die Stürmer auffassen lässt. Nur ist er kein Rooney, der so beschleunigen kann, dass er sich danach auch am Abschluss des Angriffs beteiligen kann. Gegen England blieb er ohne Einfluss, die Wirkung seiner stehenden Bälle verpuffte auch. Hitzfeld will aber an Frei als hängender Spitze festhalten: «Er hat die spielerischen Qualitäten dafür.» Und fügt fast beschwörend bei: «Alex kann das.»

Auf den Frei der besten Tage wäre die Schweiz jetzt angewiesen, auf den treffsicheren Stürmer, der in 79 Länderspielen 40 Tore erzielt hat. Die kritischen Stimmen häufen sich, der Ton verschärft sich gegen die polarisierende Figur der Mannschaft. Nach dem Fehlstart in die Qualifikation sucht Frei immerhin keine Ausrede: «Die Engländer waren über 90 Minuten zweifellos besser. Was soll ich nach einem 1:3 über den Schiedsrichter diskutieren?» Und mit Blick auf Montenegro: «Wir sollten schnell anfangen, Punkte zu sammeln.»

Lichtsteiner, Ziegler, Inler: Die Fehleinschätzungen

Sie spielen im Ausland, in Rom, Genua, Leverkusen und lassen mit Leistungen wie jetzt in Basel doch nur eine Frage zurück: Wie ist es möglich, dass Stephan Lichtsteiner, Reto Ziegler und Eren Derdiyok in ihren Klubs Stammspieler sind? Sie führen die Fraktion der Nationalspieler an, die zur Selbstüberschätzung neigen, Lichtsteiner etwa glaubte vor zwei Jahren, Real Madrid sei an ihm interessiert.

Am Dienstag reklamierte er so lange, bis er verwarnt wurde und damit die Basis zu seinem Platzverweis legte. Darüber hat sich Hitzfeld «masslos geärgert», was in seinem Fall schon einer ordentlichen Schelte gleichkommt. Ziegler wurde vor der Pause Mal für Mal überlaufen, sodass sich die Frage aufdrängt, wie lange Hitzfeld bereit ist, an ihm festzuhalten.

Gökhan Inler soll den Chef im Mittelfeld spielen: die Defensive absichern, die Angriffe einleiten, den Abschluss suchen. Bislang ist er den Beweis schuldig geblieben, dass er ein solches Pensum auch erfüllen kann. Mit 26 hat er das Problem, dass er in seiner Entwicklung seit geraumer Zeit nicht wirklich weitergekommen ist.

Randnotizen sind im Vergleich dazu, dass Pirmin Schwegler am Dienstag eine unscheinbare Figur im Umfeld eines Stars wie Gerrard war. Und dass Xavier Margairaz wegen seiner Darbietungen als Standfussballer eigentlich keine lange Länderspielkarriere mehr vor sich haben dürfte.

Ottmar Hitzfeld: Der Kredit schwindet

Im März 2008 unterlag die Schweiz in einem Test Deutschland 0:4. Der «Blick» titelte: «Köbi, du Wurst!» Die welschen Anti-Kuhn-Zeitungen fragten aufgeregt: «Weshalb wird Kuhn nicht gefeuert?»

Von solch zornigen Reaktionen ist sein Nachfolger Hitzfeld bislang gefeit, trotz Luxemburg, trotz verpasstem Ziel an der WM, trotz England. Nur mehren sich kritische Stimmen von Zuschauern und Leserbriefschreibern und machen deutlich, dass Hitzfelds Kredit am Schwinden ist. Die Kritik gilt einem Trainer, der die Vorsicht und das Resultat über alles stellt, der nicht nur glückliche Personalentscheide fällt, der es bislang noch nicht geschafft hat, sein Team spielerisch weiterzubringen.

Was für die Spieler gilt, trifft deshalb nicht zuletzt auf Hitzfeld zu: Er steht im Oktober in Montenegro und gegen Wales enorm unter Druck.

Die Alternativen: Junge? Was für Junge?

Nach missratenen Spielen ist die Forderung schnell da: Jetzt müssen Junge her. Junge? Was für Junge? Die U-17Weltmeister sind in ihren Klubs unverändert nicht mehr als Nachwuchskräfte. Die Ausnahme wäre Nassim Ben Khalifa. Der Nachteil des 18-Jährigen ist, dass er in Wolfsburg nicht spielt. Ein Leichtgewicht wie Moreno Costanzo wäre gegen Gerrard und Barry vermutlich schwer aufgelaufen. Valentin Stocker und Xherdan Shaqiri sind als Talente längst ausgemacht, aber sie mit Verantwortung zu überfordern, dient niemandem, zuletzt ihnen.

Es gibt in der Super League nach wie vor keine besseren Schweizer Stürmer als Frei und Streller. Der Ruf nach Hakan Yakin ist ermüdend. Hitzfeld wird sich lieber fragen müssen, ob er nicht einen defensiv zuverlässigen Arbeiter wie Christoph Spycher zum Comeback überreden will.

Shaqiri habe sich «nachhaltig aufgedrängt», sagt Hitzfeld. Auf ihn will er bauen in Montenegro. Aber er weigert sich, «die Mannschaft umzukrempeln». Er halte an seinen «sieben, acht Leistungsträgern» fest und am Kader, das er habe. Deshalb nennt er die immer gleichen Alternativen: Barnetta, Stocker, Behrami, Philipp Degen . . . Er hofft, dass Streller seine Bestform findet, dass Derdiyok im Klub trifft.

Mehr bleibt der Schweiz nicht. Das ist die bittere Realität. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 09.09.2010, 08:17 Uhr

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40 Kommentare

Adi Wittwer

05.10.2010, 13:57 Uhr
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Unser grosses problem im Moment ist die Kreativabteilung. Da die 'Altbestandenen' nicht einschlagen, muessen halt Junge eingebaut werden. Costanzo spielt im Moment toll und haette eine Chance als Spielmacher v Bierdient. Auch haette ich lieber 55 Minuten einen Yakin von Anfang an - anstelle ihn zu bringen, wenn wir in Rueckstand sind. Frei/Streller gezwungernermassen. Antworten


Jules Wohlmann

09.09.2010, 20:47 Uhr
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Die mannschaftsinterne Hierarchie stimmt nicht. Frei steht überall im Mittelpunkt ohne Erfolgsausweis seit Monaten. Dazu ist er des Trainers Lieblingsspieler. Das bremst die Motivation der ganzen Gruppe. Antworten


Juan Enderli

09.09.2010, 20:19 Uhr
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Dass die Auswahl an Spielern in unserem Land begrenzt ist, ist ein Fakt. Leidenschaft, Kampf und Einsatz haben aber nichts damit zu tun. Das muss selbstverständlich sein! Grosses Manko der CH: Kreativität! Ausser Yakin kann niemand einen überraschenden Pass spielen! Traurig aber wahr. Im Okt müssen 6 Punkte her sonst wirds nichts mit Rang 2. Shaqiri einziger Lichtblick am Dienstag. Antworten


Jakob Huber

09.09.2010, 18:16 Uhr
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Ist doch gut haben sie verloren, nun weiss jeder Spieler, dass er gegen die nachfolgenden "kleineren" Teams alles geben muss, damit sie noch eine Chance auf die EM haben. Besser gegen England verlieren als gegen Montenegro, Bulgarien und Wales. Hopp Schwiiz! Antworten


Luis Deplazes

09.09.2010, 17:07 Uhr
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Von der individuellen Klasse der Spieler her gehört die Schweiz nicht an eine Endrunde, es geht nur, wenn sie auf extreme Weise als Mannschaft spielt, das heisst, die qualitativen (technischen) Mängel der Akteure mit cleverer Organisation wettmacht. Im Nachhinein betrachtet hat das Köbi Kuhn erkannt und gut umgesetzt. Der aktuell richtige Trainer dafür wäre wohl Lucien Favre Antworten


Claudia Pfeiffer

09.09.2010, 15:26 Uhr
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@Rolf Huber: diese unterwürfige Ehrfurcht vor den namhaften Vereinen im Ausland ist lächerlich. Schwegler spielt bei Eintracht Frankfurt - ein toller Verein, aber auch nicht besser wie YB, FCB oder der FCZ. Zudem Schwegler, Ziegler, Lichtensteiner, Inler, Derdiyok spielten auf den gleichen Positionen wie in ihren Clubs!! Ihre Argumente sind hanebüchen!!! Antworten


Martin Fricker

09.09.2010, 13:49 Uhr
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@ Paddy Müller: Hitzfeld kritisieren, aber selbst keine Ahnung haben. So geht es ja nicht. Hitzfeld hat sehr wohl bewiesen, dass er mit No-Name-Mannschaften erfolgreich arbeiten kann. Genau solche Erfolge waren es, die ihm die Tür in die deutsche BL öffneten. Zur Gedächtnisauffrischung: Aufstieg mit SCZug in die NLA. Cupsieg, und Vizemeister mit Aarau in den 1980er Jahren. Antworten


Reto Pantellini

09.09.2010, 11:42 Uhr
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Ich verstehe nicht warum Hitzfeld an Alex Frei so fest hält. Frei ist ein hervorragender Stürmer und hat für unsere Nati grossartiges geleistet. Trotzdem ich wünsche mir ein Spiel ohne Frei. Ohne Frei spielen Inler und Derdiyok plötzlich sehr gut (gegen Spanien hat Frei auch nicht gespielt…). Im Mittelfeld müssen die Junge her. Shaqiri und Stocker werden schon für genüge Bälle nach vorne sorgen! Antworten


Walter Kämpfer

09.09.2010, 10:58 Uhr
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Tip an die Vorgesetzten des Herrn Hitzfeld: Stellen Sie diesem erstklassigen Fussballprofessor, Taktiker und rational-nüchternen Rechnungskünstler einen Mentaltrainer zur Seite, der positive Emotionen mit Spielfreude in die Mannschaft bringt. Frei als Captain ist hierzu die falsche Figur. "Satte" Auslandprofis bringen dem Team diesbezüglich meist auch nicht viel! Antworten


Sam Müller

09.09.2010, 10:58 Uhr
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Ein sehr guter, realistischer Bericht! Gratulation! Man soll auch einen Sportjournalisten mal loben! 2 Punkte: - Inler + Co: Jeder liest nur über die "guten Spiele" und die "Gerüchte" über unsere Italien-Söldner - nur wie gut und wie wahr sind diese wirklich? Wie gut ist die Liga? - Frei: Die Leistungskurve eines Spielers verändert sich. Reicht es Frei noch für mehr als die ASL? Ich zweifle! Antworten


Urs Rippstein

09.09.2010, 10:53 Uhr
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Viele Kaderspieler werden in ein taktisches Korsett gezwängt, welches sie in ihren Clubs nicht gewohnt sind zu spielen. Die Spieler werden verunsichert + blockiert (fehlendes Selbstvertrauen) + nicht zuletzt auch missmutig (fehlende Kampfbereitschaft). Die Taktik sollte nach den individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Spielers ausgerichtet werden. Spielfreude + Erfolg würden wieder zurückkehren. Antworten


Daniel Ritter

09.09.2010, 10:42 Uhr
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Schon richtig an einem gewissen Stamm festzuhalten ! Was ich nicht begreife ist , dass an Stelle von dem Total Ausfall Derdiyok , F.Degen im Spiel gegen England ausgewechselt wurde !!! Schade das Herr Hitzfeld nicht die Leistung von F.Degen qualifizierte (!!!)... sondern die Hoffnung an Derdiyok (!!!)... so kann man keine Spiele gewinnen !!! Leistungträger in Form =ja ..,aber Ausfälle =nein Antworten


John Tobler

09.09.2010, 10:41 Uhr
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evt hat die schweizer nati einfach nichts besseres zu bieten als frei und co. finden wir uns damit ab Antworten


Heinz Lehmann

09.09.2010, 10:23 Uhr
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Das Problem liegt klar im Mittelfeld. Stürmer können keineTore schiessen, wenn vom Mittelfeld nichts kommt. Klar ersichtlich gegen England. Dann immer über Frey und Streller zu diskutieren löst die wirklichen Probleme nicht. Sehr guter und der Realität entsprechender Bericht vom TA. Wir haben KEINE Alternativen. Diese Spieler müssen Vollgas geben, und nicht von Real Madrid träumen. Antworten


Fabio Rossi

09.09.2010, 10:01 Uhr
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Mit einem Christian Gross als Nati Trainer hätte die Schweiz in Zukunft sogar Mühe San Marino zu schlagen. Das System Gross, hohe Bälle nach vorne schlagen und hoffen das jemand den Kopf hinhält, taugt auf Nati Ebene erst recht nicht. Ich sehe das Problem eher darin dass einige Spieler zu früh ans grosse Geld kommen (Bundesliga) und danach keinen Biss mehr haben sich für die Nati zu zereissen. Antworten


Peter Waldner

09.09.2010, 09:54 Uhr
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Es fehlt der intelligente, präzise Mittelfeldstratege, der vielleicht etwas weniger rennt, dafür mehr denkt. Wie gut oder schlecht der Sturm ist, kann man erst beurteilen, wenn er "ausgeruht" Bälle kriegt, und sie sich nicht selbst holen muss. Die Spiele gehen im Mittelfeld verloren! Dann wird es auch mal Zeit, dass - über die Schiedrichter - im Clubfussball der aggressive Angriff bevorteilt wird Antworten


Hanspeter Erb

09.09.2010, 09:40 Uhr
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In dieser Mannschaft möchte ich auch nicht Stürmer sein, wobei klar auffällt, dass sich Frei zuweit nach hinten orientiert. Das Mittelfeld verstärken und nur mit einem Stürmer anfangen. Die Aggressivität und Zweikampf haben gefehlt. Wo ware unser Flügelspiel anlag unserem Gegner, beispielhaft in der ersten Halbzeit. Besseres Zwei- kampfverhalten wäre mehr als erwünscht. Margairaz, Lichtsteiner Antworten


Daniel Wick

09.09.2010, 09:36 Uhr
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Die so viel gescholtenen im Ausland beschäftigten Spieler machen dort einen guten bis sehr guten Job (Inler, Lichtsteiner, Ziegler, Derdiyok).Nur in der CH-Nati ist das nicht so.An was liegt es?M.E. vorallem am fehlenden Teamzusammenhalt und auch am von Trainer aufdiktierten System.Die Aussenverteidiger haben für ihre Vorstösse keinen Platz, Mittelfeld ist träge und starr.Mehr Bewegung ist gefragt Antworten


Rafael Correcher

09.09.2010, 09:22 Uhr
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Ja ja, es ist halt gar einfach, den Schwarzen Peter dem Trainer zuzuschieben. Das Problem liegt viel mehr darin, dass es den meisten Spielern am nötigen Engagement, Leidenschaft, Verbindlichkeit, Leistungsbereitschaft, Hingabe sowie Chuzpe fehlt. Im Mittelalter waren die Eidgenossen zwar auch technisch u. zahlenmässig limitiert aber dennoch in ganz Europa gefürchtete Gegner…ja warum wohl? Antworten


Markus Lindenmann

09.09.2010, 09:13 Uhr
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Zum 1'000'000ten Mal. (Gut) spielen müssen die Spieler, nicht der Trainer!!! Es mangelt ganz eindeutig im Kopf und an dem Willen der Spieler, "95" Minuten wirklich alles zu geben. Zudem verdienen sie, gemessen an Ihren Leistungen viel zu viel. Antworten


josé bütler

09.09.2010, 09:02 Uhr
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gegen england war das zweikampfverhalten mangelhaft. im mittelfeld hatten die engländer zu viel raum! inler als nr. 6 macht sinn, aber dann muss eine nr. 10 her, die offensiv akzente setzen kann und die beiden stürmer unterstützt --> yakin, costanzo. ziegler hat sich mehrmals stümperhaft überlaufen lassen und lichtsteiner ist offensiv eine katastrophe, KEIN pass kommt an! oh ist nicht zu beneiden. Antworten


Rolf Huber

09.09.2010, 08:54 Uhr
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Es stimmt einfach nicht, dass die Spieler schlecht sind, sonst würden nicht etliche von ihnen in namhaften Vereinen im Ausland spielen. Das ist ein mentales Problem, die gehen auf den Platz um kein Tor zu erhalten und um nicht zu verlieren und genau so spielen sie auch. Wir haben ein Trainerproblem, Hitzfeld raus, er ist der falsche Mann! Antworten


Paddy Müller

09.09.2010, 08:45 Uhr
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Hitzfeld und der hier geforderte Gross sind beides dieselben Trainertypen. Beide sind/waren in Grossvereinen erfolgreich, weil ihnen fast jede Verstärkung bewilligt wurde. Den Beweis eine bestehende Mannschaft ohne teure Verstärkungen vorwärts zu bringen, sind beide schuldig geblieben. Antworten


peter müller

09.09.2010, 07:55 Uhr
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Hallo hört doch mit den primitiven anti Hitzfeld leserbriefen auf. Mindestens 3/4 aller fussball anhänger mit ahnung und ohne ahnung, wollten den hochkarätigen Hitzfeld. Was soll er ausrichten, wenn diese Stars es einfach nicht besser können und nur eigenintresse wahren!!!! Ja schreit, jetzt nach Gross, nachher schreit ihr nach sforza usw.......! Kuhn machte NIE taktische fehler, oder...........!! Antworten


Thomas Tanner

09.09.2010, 07:55 Uhr
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Ehemailg erfolgreiche Clubtrainer müssen nicht automatisch gute Nationaltrainer sein oder vice versa. Beispiele: Capello, hat mit England bis heute noch nichts erreicht. Löw, nächster Nationaltrainer, der einen Euro-oder WM - Pokal gewinnen wird. Hitzfeld gehört wahrscheinlich eher zur Kategorie Capellos. Antworten


Peter Müller

09.09.2010, 07:27 Uhr
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Mich erstaunt das Hitzfeld die meisten Spieler kritisiert (direkt und indirekt) aber die grösste Diva der nati wird wie immer geschont. Sei es im Training oder nach dem Spiel. Es kann nicht sein das der Captain mit der Mannschaft CL spielt sich aber dann für ein SFV Training zu schade ist. Aber hallo. Die EM quali ist kein Wunschkonzert. Antworten


Martin Schultze

09.09.2010, 05:34 Uhr
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Herr Hitzfeld ist zweifellos ein exzellenter Trainer. Aber ich zweifle trotzdem daran, ob er die Schweizer Nati auf die Erfolgsstrasse führen kann. Ich schliesse mich Herrn Gerber an und denke auch, Christian Gross würde diese Aufgabe nicht nur mit enormem Herzblut, sondern auch mit cleverness anpacken. Antworten


Kaspar Hauser

09.09.2010, 05:30 Uhr
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Wir haben keine Stürmer. Das ist das Problem. Sie sind in ihren Vereinen noch ziehmlich erfolgreich, aber in der Nati, tote Hose.Was kann man machen? Ich weiss es auch nicht, aber dem Trainer die Schuld zu geben ist falsch. Als Chefkoch kann Herr Hitzfeld nur mit den Zutaten kochen, die er zur Verfügung hat. Hoffentlich findet er bald einmal einen riesengrossen Trüffel. Oder noch besser zwei. Antworten


Bernhard Lehmann

08.09.2010, 22:48 Uhr
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@Gerber: Das Problem ist nicht der Trainer, sondern die Unfähigkeit der Spieler. Diese kommen bei ihren Klubs im Ausland nur deshalb auf Touren, weil sie von echten Profis umgeben und unterstützt werden. Zurück im Schweizer Kader sind sie Kümmerlinge, wie gesehen! Antworten


Adrian Schmidhauser

08.09.2010, 22:47 Uhr
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Wenn man es realistisch betrachtet, musste man schon vorher davon ausgehen, dass ein Szenario möglich ist, dass es gegen England in zwei Spielen nur 0-1 Punkt gibt. Ich hatte im Vorfeld nich mit einem Sieg gegen England gerechnet, nur die Art und Weise wie man das Spiel verloren hat, gibt mir zu Denken und ist Grund zur Sorge. Antworten


Rolf Iseli

08.09.2010, 22:27 Uhr
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Rumpelfussball bleibt Rumbelfussball. Alle 4 Jahre ein Glückstreffer ansonsten zu null, aber zu Lasten der CH. Antworten


Hannes Sempacher

08.09.2010, 22:08 Uhr
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Es gibt ein, meinerseits passendes Sprichwort für unseren unglücklichen Natitrainer. > Es ist einfacher den höchsten Berg zu erklimmen-als dort oben lange auszuharren<. Ein passionierter Bergsteiger ,der auch gerne schönen Fussball sehen würde und zu schätzen würde. Aber wer soll das umsetzen..mit der jetztigen Besetzung auf Feld und Bank ? Bete liebes Schweizervolk-bete. Antworten


Anselm-Gilbert Karlen

08.09.2010, 22:07 Uhr
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Natürlich hat Hitzfeld recht, wenn er sagt, dass Derdiyok inexistent war. Aber warum hat er ihn nicht ausgewechselt, spätestens nach ersten Halbzeit. Warum musste Fernandes auf der Bank bleiben, ist er doch der Läufer und Kämpfer in Person. Genau diese Eigenschaften waren gefragt, und wie es Shaqiri auch zeigte. Margairaz war ein Schatten seiner selbst ! Na ja, das wars wohl auch Hitzfeld. Schade! Antworten


Ruedi Liefers

08.09.2010, 21:25 Uhr
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Das wird auch Christian Gross nicht richten können, schließlich kann er sich keine neuen Spieler schnitzen. Die aktuellen schweizer Spieler sind leider nur unterer Durchschnitt, da ist kein Staat mit zu machen. Nicht nur technisch unzureichend, sondern auch mental und intellektuell in der Unfähigkeit, taktische Vorgaben auf dem Platz umzusetzen. Da hilft der beste Trainer nichts, also forget it. Antworten


Fridolin Zweifel

08.09.2010, 21:20 Uhr
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Hitzfeld hat sein bestes gegeben. Er kann da nichts dafür. Das ist typisch für Schweizer Fussball; also nichts neues. Fussball ist der Managersport. Einlochen können die Brüder nicht aber abkassieren wie die Sauen. Antworten


Tom Hasler

08.09.2010, 21:07 Uhr
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Es waren keine markanten Schwachstellen auszumachen. Schweizer Fussball wie wir ihn kennen und wie wir ihn auch in den nächsten Jahren zu sehen bekommen werden. Da spielt der Gegner gar nicht so eine wesentliche Rolle. Die Schweiz ist in der Regel für viele Gegner ein willkommener Punktelieferant, wir hatten aber in den letzten Jahren scheinbar gute Trainer die das taktisch kontrollieren konnten. Antworten


Jürg Caviezel

08.09.2010, 21:02 Uhr
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Wenn jeder Profi Fussballer vertraglich verpflichtet wäre, seine Dienste bei Bedarf der Nationalmannschaft zur Verfügung zu stellen, brauchte ein Nati Trainer nicht Leute wie Ziegler, Margairaz etc. zu beschäftigen. Vielleicht wäre dann auch das Resultat besser. Antworten


hermann schmidhauser

08.09.2010, 20:42 Uhr
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Herr Hitzfeld machte in den letzten Partien keinen lockeren Eindruck. Er wirkt angespannt und das spiegelt die Mannschaft. Antworten


Eduardo Quintero

08.09.2010, 20:14 Uhr
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Meines Erachtens ist Hitzfeld nicht der Schuldige. Unsere Spieler können nichts. Die sollen wach werden und endlich guten Fussball zeigen. Antworten


André Gerber

08.09.2010, 19:51 Uhr
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Meines Erachtens ist Hitzfeld verbraucht und stumpf; Christian Gross muss her!! Antworten



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Luzern - Wil1:0
Stand: 08.02.2012 16:16
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Sharapova - Scheepers6:3 6:1
Stand: 08.02.2012 20:20
NLB
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Thurgau - Visp4:5
Langenthal - Lausanne0:3
Basel - Ajoie6:0
Stand: 07.02.2012 22:25

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